Die No-Acai-Bowl: So geht das Trendfrühstück ganz ohne exotische Zutaten (mit oder ohne Banane)

Die No-Acai-Bowl: So geht das Trendfrühstück ganz ohne exotische Zutaten (mit oder ohne Banane)

Gesundheitsgurus schwören auf Acai. Geschmacklich kann ich das gut verstehen. Auch ich mag das Superfood in der Smoothie Bowl. Doch die Sache hat einen Haken: Die Beere ist bei uns nicht heimisch. Acai stammt aus fernen Regionen und wird über weite Strecken zu uns transportiert. Ich habe heute deswegen ein Rezept für euch, dass nicht nur besser für das Klima ist, sondern mindestens auch so gut (wenn nicht noch besser) schmeckt wie das Original!

 

Eine Mehrheit der typischen Anbauländer für Acai liegt in Südamerika. Von dort werden die Nahrungsmittel per Schiff und Lastwagen in die Zieldestination verfrachtet, wo sie dann noch einige Tage in einem Lagerraum gekühlt werden, bis der perfekte Reifegrad erreicht ist. Ihr denkt es euch schon: Mit diesem entsprechenden CO2-Fussabdruck bleibt die Nachhaltigkeit auf der Strecke.

Mit der stetig steigenden Nachfrage nach Acai steigt logischerweise auch die Produktion in den Anbauländern. Es entstehen Monokulturen, um möglichst viel von den nachgefragten Nahrungsmittel zu produzieren. Der Boden und die Biodiversität leiden unter den sehr einseitig bedienten Felder.

„Aber Acai ist doch so gesund“, könnte man nun argumentieren. Die Beere gilt nämlich als ultimativer Schlankmacher und soll den Alterungsprozess verlangsamen. Ich kann euch beruhigen: All diese tollen Inhaltsstoffe stecken auch in den hier heimischen Blaubeeren. Sie stehen dem exotischen Superfood in nichts nach, weder bei den Vitaminen noch bei den Mineralstoffen. In heimischen Brombeeren und vor allem Heidelbeeren stecken übrigens sogar deutlich mehr Antioxidantien als in der Acaibeere!

 

Meine No-Acai-Acai-Bowl – das ist drin!

Bestimmt seid ihr jetzt neugierig, wie ihr denn sonst eine Bowl zaubern könnt, die nicht nur ähnlich aussieht, sondern eben auch nach Acai schmeckt. Ich habe lange getüftelt und bin super happy, jetzt das Rezept mit euch teilen zu können.

Für 2 Portionen (oder eine grosse Schüssel) braucht ihr:

  • 200 Gramm Heidelbeeren, gefroren
  • 2 kleinere Stängel Grünkohl (nur die krausen Blätter)
  • 2 Handvoll Kürbis oder Süsskartoffeln (gewürfelt, gebacken und eingefroren)
  • 250 Gramm Seidentofu
  • 5 Blätter frische Minze
  • eine grosse Prise Zimt
  • 1,5 EL Birnel (Birnendicksaft) zum Süssen
  • 1 Schluck Hafermilch

 

 

Cremig, aber nicht zu flüssig: Das ist die perfekte Konsistenz der No-Acai-Bowl.


Anleitung:

Alle obig genannten Zutaten kommen zusammen in den Food-Prozessor oder Hochleistungsmixer und werden zu einer cremigen, relativ dickflüssigen Masse püriert. Danach könnt ihr den Smoothie in Schüsseln abfüllen und beliebig dekorieren.

Übrigens kann ich euch empfehlen, jeweils gleich eine grosse Portion an Kürbis oder Süsskartoffeln zu backen und einzufrieren. Das spart Energie und so habt ihr auch gleich immer alles bereit, wenn ihr Lust auf einen Smoothie habt. Natürlich könnt ihr stattdessen auch gefrorene Bananen verwenden. Die gibt es in manchen Läden inzwischen immerhin auch schon von den Kanaren. Ich wollte euch für dieses Rezept aber einfach auch einmal zeigen, dass es durchaus auch geht, ohne Bananen einen cremigen Smoothie zu mixen! 🙂

Warum eigentlich Grünkohl?

Und wenn ihr euch fragt, ob ihr den Grünkohl rausschmeckt: Keine Sorge, gar nicht! Aber der Kale sorgt hier für die Acai-typische dunkle Farbe und hat zudem den grossen Vorteil, eine richtige Vitamin-C-Bombe zu sein! Zwei Fliegen mit einer Klappe, ihr wisst Bescheid! 🙂

Ist der Smoothie ohne Bananen süss genug?

Ja! Darum der Birnendicksaft. Birnel wird – wie der Name schon sagt – aus Birnen hergestellt, die auf Schweizer Hochstammbäumen wachsen. Davon gibt es leider immer weniger, weil weniger Menschen Birnel kaufen. Darum fehlt unzähligen Tieren, Vögel, Insekten der Platz zum Leben. Das ist schade, gerade weil der Birnendicksaft eine tolle Alternative zum Haushaltszucker ist. Warum also muss es immer der Agavensirup oder Maple Syrup sein? Falls ihr kein Birnel zur Hand habt, könnt ihr natürlich auch auf alternative Süssungsmittel zurückgreifen oder einfach Bananen verwenden (dann ist es ohnehin süss).

 

Deko-Tipp: Auch hier muss es nicht exotisch werden!

Wie wäre es beispielsweise mit saisonalen Früchten statt Mango, Papaya & co.? Aktuell gibt es so viele tolle Beeren, die Saison haben. Ihr findet jetzt im Spätsommer auch heimische Pflaumen und anderes Steinobst. Zudem kommen bald kommen wieder die Äpfel.

Auch lecker ist ein eigenes Granola aus Haferflocken und Walnüssen. Gekeimter Buchweizen und Hirsepoppies eignen sich auch als wunderbar knuspriges Topping auf den Bowls. Neu entdeckt habe ich für mich auch Braunhirseflocken die sind wunderbar für gesunde Haare und Nägel. Mir schmecken zudem auch frische Kräuter wie Basilikum oder Minze sehr gut. Lasst eurer Kreativität hier einfach freien Lauf!

Lasst mich gerne wissen, wie euch das Rezept schmeckt und vergesst nicht, mir auf Instagram mit @aniahimsa zu verlinken, damit ich eure Postings sehen und sie reposten kann.

Alles Liebe und en Guete, Anina



2 thoughts on “Die No-Acai-Bowl: So geht das Trendfrühstück ganz ohne exotische Zutaten (mit oder ohne Banane)”

  • Liebe Anina

    Danke für das tolle Rezept! In vielerlei Hinsicht ist es sogar nahrhafter als ein „echter“ Acai Bowl, nicht nur nachhaltiger! Mehr Ballaststoffe, mehr Vitamin A durch die Kartoffeln/ Kürbis, mehr Protein durch den Tofu…

    Sehr tolle Alternative!

    Ich liebe zwar Smoothie Bowls, aber sie sind mir oft zu wenig „Nahrungsmittel“ und zu sehr Getränk. Nur Fruchtzucker und Wasser machen auch nicht lange satt und sind sehr reich an Kohlenhydraten.

    Danke dafür 🙂

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