ANINAS SAISONALKALENDER: DIESES OBST UND GEMÜSE GIBT’S IM AUGUST UND SEPTEMBER REGIONAL

ANINAS SAISONALKALENDER: DIESES OBST UND GEMÜSE GIBT’S IM AUGUST UND SEPTEMBER REGIONAL

Im August gibt es das grösste und vielfältigste Angebot an regionalem Obst und Gemüse. In diesem Blogpost erkläre ich euch, warum ihr aktuell besser Beeren statt Äpfel kauft, wenn ihr das Klima schützen möchtet und warum ihr beim Kauf von Tomaten und Gurken zwei Mal hinschauen solltet. 

Woche für Woche zeige ich euch auf Instagram meinen Einkaufskorb, der immer bunt gefüllt ist mit saisonalem Obst und Gemüse vom Bauernmarkt. Welche Sorten hierzulande wann erntereif sind, ist für den Laien aber nicht immer so leicht zu erkennen. Gerade weil die Supermärkte inzwischen rund ums Jahr die breite Palette an Frischwaren anbieten, verlieren wir leicht einmal den Überblick oder gar den Bezug zur Regionalität.

Alle zwei Monate zeige ich euch hier darum, was gerade lokal wächst und gedeiht. Heuer ist es Zeit für den Saisonkalender der Monate August und September. Viel Spass!

 

OBST IM AUGUST/SEPTEMBER:

  • Aprikosen
  • Brombeeren
  • Erdbeeren
  • Heidelbeeren
  • Himbeeren
  • Johannisbeeren
  • Kirschen
  • Pfirsiche
  • Pflaumen
  • Stachelbeeren
  • Birnen/Äpfel (*siehe Bemerkung dazu unten)

 

Klimasünder Apfel: Warum regional nicht immer die bessere Co2-Bilanz hat!

Warum gibt es in den Supermärkten so oft Äpfel aus Übersee zu kaufen? Auf den ersten Blick erscheint es logisch, dass Äpfel aus der Region ja eine bessere Ökobilanz haben müssen, als Äpfel aus Neuseeland und co. Die Äpfel vom anderen Ende der Welt sind tausende von Kilometern gereist und jedes Kind weiss: Je länger und aufwendiger ein Produkt transportiert werden muss, desto schlechter wirkt sich das unterm Strich auf den ökologischen Fußabdruck der Produkte aus.

Jetzt kommt das grosse Aber: Weil der Apfelkonsum hierzulande so gestiegen ist und wir das ganze Jahr hindurch knackige Äpfel essen wollen, müssen die hier gewachsenen Früchte runtergekühlt gelagert werden. Nur so ist es möglich, dass wir auch im Frühling und Sommer Äpfel essen können. Daher können  – auch wenn es unglaublich scheint – Äpfel aus Neuseeland oder Chile um die halbe Welt verschifft werden und sind trotzdem für weniger Treibhausgase verantwortlich, als ein Apfel der zur gleichen Jahreszeit aus der Region kommt.

Doch auch hier gibt es kein schwarz oder weiss: Es gibt durchaus auch Sorten, die im Sommer im Freiland wachsen. Das Problem: Man bekommt sie fast nur aus privaten Gärten oder bei ganz kleinen Ständen am Markt. Denn weil die Sommersorten nur schlecht gelagert werden können, anfällig für Druckstellen sind und aufwendiger im Anbau, sind sie für den grossen Handel kaum attraktiv.

Am besten fragt ihr auf dem Markt oder bei eurem Bauern einfach einmal nach, wie er seine Äpfel lagert und ob er Sorten anbaut, die auch im Sommer schon erntereif sind. Und sonst gilt: Geduld! Im Herbst gibt es dann schon wieder die ersten knackigen Sorten der neuen Ernte.

 

Gemüse:

  • Blumenkohl
  • Bohnen
  • Auberginen
  • Brokkoli
  • Chinakohl
  • Erbsen
  • Fenchel
  • Gurken
  • Kartoffeln
  • Kohlrabi
  • Möhren
  • Pastinaken
  • Lauch
  • Radieschen
  • Rettich
  • Rote Bete
  • Rotkohl
  • Stangensellerie
  • Spinat
  • Spitzkohl
  • Steckrüben
  • Weisskohl
  • Zucchini
  • Zuckermais
  • Zwiebeln
  • Eissalat
  • Endiviensalat
  • Feldsalat
  • Kopfsalat
  • Radiccio
  • Rucola 


Gurken, Tomaten & co: Vieles davon kommt auch im Sommer aus dem Gewächshaus!

Leider reicht es beim Einkauf nicht, nur auf die Herkunft des Gemüses zu achten. Es kann durchaus sein, dass viel Gemüse auch in den heissen Monaten noch aus dem Gewächshaus kommt. Tomaten und Gurken gibt es auch im August meist nur aus geschütztem Anbau. Achtet hier deshalb unbedingt auf Bio-Ware und Demeter. Nur so könnt ihr sicherstellen, dass das Gemüse nicht aus dem energieintensiv beheizten Gewächshaus kommt. Mehr zu diesem Thema könnt ihr hier in meinem letzten Saisonkalender nachlesen. Da habe ich euch die Problematik anhand der Tomate genauer erklärt.


Kürbis im August, geht das?

Tatsächlich. Bereits im August gibt es die ersten Kürbissorten (darüber bin ich ja besonders glücklcih). Im September geht die Kürbiszeit dann richtig los mit allen beliebten Sorten. Ab Mitte September gibt’s dann auch die beliebten Birnen- oder Butternutkürbisse.

Ich hoffe, dass ich euch damit die Leckerbissen der Saison schmackhaft machen konnte. Wenn ihr mehr zu meinen Einkäufen erfahren wollt, dann verlinke ich euch hier meinen Beitrag zum Thema Wochenmarkt. Und wer wissen möchte, was ich in meinem Vorratsschrank so bunkere, der lese sich gerne hier ein: „Gesund vegan leben? Diese Staples gehören in deinen Vorratsschrank“.

Bis bald und alles Liebe, Anina



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