Good Green News: 5 positive Nachrichten zum Wochenstart (1)

Good Green News: 5 positive Nachrichten zum Wochenstart (1)

Immer mehr Menschen gehören zu den News-Vergweigerer. Heisst: Sie konsumieren sehr selten Informationsmedien. 2018 zählt bereits mehr als jeder dritte Mediennutzer (36 Prozent) zu diesem Nutzertyp. Unter den 16- bis 29-Jährigen sind es sogar 53 Prozent (Quelle: Media Use Index 2018). Diese Zahlen mögen verschiedene Ursachen haben. Was aber, wenn es auch daran liegt, dass die klassischen Medien nur sehr selten Gutes zu berichten haben?

Vergesst daher Trump, Kim und alle weiteren schlechten News für heute Morgen. Jeden Dienstag teile ich hier fünf positive Nachrichten aus aller Welt. Aber nicht irgendwelche Neuigkeiten. Ich recherchiere Neuigkeiten rund um die Themen Nachhaltigkeit, Klimawandel, Klimapolitik, Ernährung, Gesundheit und Konsum für euch und teile sie hier. Die Quelle zum ganzen Beitrag verlinke ich immer mit, damit ihr euch – wenn euch ein Thema besonders interessiert – vertiefter einlesen könnt. Viel Spass und happy Tuesday! 

 

Good News #1: Bäume könnten das Klima retten

Durch die weltweite Aufforstung von Wäldern könnten zwei Drittel der vom Menschen verursachten CO2 -Emissionen aufgenommen werden. Damit wäre das Pflanzen von Bäumen die effektivste Massnahme gegen den Klimawandel. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie der ETH Zürich.

Tatsächlich: Bäume können das CO2 aus der Luft filtern und dank der Photosynthese den Sauerstoff vom Kohlenstoff trennen und diesen speichern. Das Potenzial dieses Speichers ist weitaus grösser sein als bisher angenommen wurde. Derzeit stünde laut den Forschern ein Gebiet in der Grösse der USA für die Aufforstung zur Verfügung. Laut ETH wären vor allem Russland, die USA und Kanada Länder, in denen das Potenzial zur Aufforstung vorhanden wäre. // Quelle: ETH Zürich

 

Good News #2: Die Migros verkauft kein Feuerwerkt mehr

Die Geschäftsleitungen der Migros Ostschweiz und Luzern haben entschieden, den Verkauf von Feuerwerk einzustellen. Die Migros Aare hatte schon im letzten Jahr kein Feuerwerk mehr verkauft. Damit können in zehn Kantonen der Deutschschweiz für den Nationalfeiertag am 1. August keine Feuerwerkskörper mehr gekauft werden.

Als primärer Grund gibt die Migros zwar die Planungsunsicherheit aufgrund der zunehmend heissen und trockenen Sommer an. In einem zweiten Satz sagte der Mediensprecher gegenüber der NZZ aber auch, dass vermehrt negative Kundenreaktionen zum Feuerwerksverkauf gekommen seien. Immer wieder hätten Kundinnen und Kunden grundsätzliche Kritik an diesem Verkauf geäussert, da Feuerwerk Mensch, Tier und Umwelt durch Feinstaub und Lärm belaste. Und das ist doch ein schönes Beispiel dafür, dass wir als Konsumentinnen und Kosumenten sehr wohl eine Stimme haben. // Quelle: NZZ 

 

Good News #3: Die Massentierhaltungsinitiative kommt vor das Volk

124’000 Unterschriften Menschen in der Schweiz haben die Initiative unterschrieben. Das reicht in aller Regel, um nach Abzug der ungültigen Unterschriften die 100’000er-Grenze zu knacken, die notwendig ist, damit eine Initiative vor das Volk kommt. Mehrmals habe ich euch auch auf meinen Kanälen auf die Initiative aufmerksam gemacht und ihr habt zahlreich unterzeichnet. Danke dafür!

Würde das Volksbegehren angenommen, müssten die Bauern bis spätestens in 25 Jahren ihre Produktion umstellen. Neu sollen für alle Tierhalter ähnliche Richtlinien wie diejenigen von Bio Suisse gelten. Im Gegensatz zur konventionellen Tierhaltung bedeutet das unter anderem mehr Platz und zwingenden Auslauf ins Freie. Pro Schwein ist beispielsweise eine Liegefläche von 1,65 Quadratmetern vorgesehen – bei Nicht-Bio-Betrieben sind es aktuell gerade nur 0,9. // Quelle: Blick

 

Good News #4: 80% der Schweizer/innen kaufen biologisch ein

Die Schweiz ist Weltmeisterin im Einkauf von Biolebensmitteln: rund 300 Franken pro Kopf und Jahr waren es 2017, berichtet das Forschungsinstituts für biologischen Landbau FiBL. Ein Viertel der Bevölkerung sogar sehr häufig. Die Studie ergab, dass Frauen einen tendenziell höheren Biokonsum als Männer haben. Zudem sind Biolebensmittel in städtischem Umfeld deutlich beliebter als bei Menschen auf dem Land. Die meisten Konsumenten gaben an, in Zukunft eher mehr Biolebensmittel zu konsumieren.

Als wichtigsten Grund geben die Konsument/innen an:

  • Artgerechte Tierhaltung
  • Weniger Pestizide
  • weniger Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung
  • Umwelt- und klimaschonende Produktion
  • Gesunde Ernährung

Quelle: FibL Schweiz

 

Good News #5: Die Zahl der Tierversuche in der Schweiz sinkt

Die Zahl der Tierversuche in der Schweiz ist 2018 gesunken – insgesamt wurden noch knapp 600’000 Tiere dafür eingesetzt, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) mitteilt. Damit sind es fast 28’000 Tierversuche weniger als 2017. Das entspricht einem Rückgang von 4,6 Prozent. Eine Initiative will Tierversuche gänzlich verbieten. Diese ist derzeit beim Bundesrat hängig. // Quelle: Tagesanzeiger



4 thoughts on “Good Green News: 5 positive Nachrichten zum Wochenstart (1)”

  • Liebe Anina
    Vorne weg – Ich bin ein riesen Fan von dir und deiner Arbeit und komme auch am 4. August an deinen veganen Brunch mit Roxy. 🙂 Ich freue mich riesig darauf!
    Ich möchte dir nicht die Freude an deinem Punkt 5 der good News nehmen, aber vielleicht schaust du dir mal unsere Newsmeldung dazu an: https://www.tierimrecht.org/de/news/newsmeldungen-2019/2019-07-15-tierversuchsstatistik-2018–tir-fordert-mehr-transparenz/

    Falls du in Zukunft irgendwelche Fragen zu tierrechtlichen News hast, darfst du dich natürlich jederzeit bei mir melden.
    Ich wünsche dir eine wunderbare Woche und bis bald

    Nicole Wagner

    • Liebe Nicole. Danke für den Link und deine lieben Worte. Es war natürlich nie meine Intention, etwas schönzureden und ich unterstütze euch da in allen Punkten. Aber du weisst du eh! Zu diesem Thema sollte ich definitiv sowieso mal vertiefter berichten. Vielleicht können wir da sogar zusammenspannen und das kurz anschauen am 04.08 – ich freue mich, dich dann kennenzulernen. Alles Liebe, Anina

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