Aninas Saisonalkalender: Dieses Obst und Gemüse gibt’s im Juni/Juli regional

Aninas Saisonalkalender: Dieses Obst und Gemüse gibt’s im Juni/Juli regional

Der Sommer bietet die breiteste Palette an frischem Obst und Gemüse. In diesem Blogpost verrate ich euch, welche Frischwaren ihr guten Gewissens aus der Region kaufen könnt und warum ihr beim Steinobst besser zwei Mal hinschauen solltet. Auch kläre ich auf, warum die Tomate nicht immer ganz so gut für das Klima ist und warum es sich dort besonders lohnt, zur biologischen Variante zu greifen. 

Woche für Woche zeige ich euch auf Instagram meinen Einkaufskorb, der immer bunt gefüllt ist mit saisonalem Obst und Gemüse vom Bauernmarkt. Welche Sorten hierzulande wann erntereif sind, ist für den Laien aber nicht immer so leicht zu erkennen. Gerade weil die Supermärkte inzwischen rund ums Jahr die breite Palette an Frischwaren anbieten, verlieren wir leicht einmal den Überblick oder gar den Bezug zur Regionalität. Ich möchte daher heute eine neue Blogserie ins Leben rufen und euch alle Monate (heuer nehme ich Juni und Juli zusammen) zeigen, was hierzulande aktuell gerade so wächst. 

Ein Glück, dass diese neue Blogserie in den Sommermonaten startet. Damit stehen die Chancen gut, dass ich euch davon überzeugen kann, öfters einmal regional und saisonal einzukaufen und bewusst einmal die Mango, Avocado & co. im Regal liegen zu lassen. Im Winter nämlich ist der Korb bei Weitem nicht so vielseitig gefüllt wie jetzt im Juni und Juli. Aber darum soll es jetzt nicht gehen. Erfreuen wir uns jetzt lieber der bunten Vielfalt an Obst und Gemüse, die der Sommer für uns bereit hält.

 

Obst im Juni/Juli:

  • Erdbeeren
  • Heidelbeeren
  • Himbeeren
  • Johannisbeeren
  • Kirschen
  • Stachelbeeren
  • Brombeeren

 

Sonderfall Steinobst: Aprikosen & co. gibt es fast nie biologisch + regional!

Pfirsiche, Aprikosen und Nektarinen gehören zum Steinobst. Leider werden sie in der Schweiz, Deutschland und Österreich nur wenig in Bio-Qualität angebaut. Das hat einen Grund: Die Pflanzen brauchen viel Wärme und sind bei uns darum nicht so ertragreich wie beispielsweise in Italien oder Spanien. Für Bio-Bauern lohnt es sich finanziell deswegen kaum, Steinobst anzupflanzen.

Mein Tipp: Wer Platz im Garten und einen grünen Daumen hat, der kann Pfirsiche und Aprikosen privat anbauen. Ansonsten halte ich es so, dass ich mir ab und an Steinobst gönne, wenn es mich besonders anlacht. Dann aber nur aus dem direkten Ausland (beispielsweise Südtirol) oder von Höfen, die eine Kooperation mit meinem hiesigen Bio-Bauer eingehen. Da weiss ich dann, dass das ein guter Bio-Hof ist, der in Einklang mit Mensch und Natur handelt.

 

Gemüse:

  • Blumenkohl
  • Bohnen
  • Brokkoli
  • Chinakohl
  • Erbsen
  • Fenchel
  • Spargel
  • Gurken
  • Lauch
  • Kohlrabi
  • Möhren
  • Radieschen
  • Rhabarber (ja, das ist ein Gemüse)
  • Randen
  • Stangensellerie
  • Spinat
  • Zucchini
  • Zwiebeln: Bund- und Frühlingszwiebeln

 

Klimakiller Tomate? Darauf kommt es an!

Ausserhalb der Saison haben Tomaten eine schlechte Energiebilanz. Wachsen sie hierzulande im beheizten Treibhaus, fallen bei Bio-Tomaten 9,2 Kilogramm CO2 pro Kilogramm Tomaten an. Bei konventioneller Erzeugung sind es rund 9,3 Kilogramm. Da ist also der Unterschied zwischen biologisch und koventionell nicht sehr gross.

Exemplare aus unbeheizten Treibhäusern hingegen, verbrauchen nur 2,3 Kilogramm pro Kilo. Am besten schneiden daher die saisonalen Tomaten aus der Region ab. Sie verbrauchen rund 85 Gramm (konventionell) bzw. 35 Gramm (bio) CO2 je Kilogramm. Hier sieht man dann also schön, dass bio doch die Nase vorne hat!

Im Freiland werden Tomaten übrigens kaum mehr angepflanzt. Das rührt daher, weil sie auf viel Wärme angewiesen sind und auch sehr anfällig sind, was Pilze und Frost angeht. Aber keine Angst, das heisst nicht, dass ihr jetzt keine Tomaten mehr essen dürft. Im späten Juni oder dann im Juli bekommt ihr sie aus dem geschützten Anbau, also dem unbeheizten Gewächshaus. Und da solltet ihr euch dann eben aus klimatechnischen Gründer aber auch des Geschmacks wegen für die Bio-Tomate entscheiden. Diese schmecken nämlich intentiver: Konventionelle Tomaten werden stark bewässert, weil so mehr geerntet werden kann. Darunter leidet dann aber eben der Geschmack.

 

Salat:

  • Eisbergsalat
  • Endiviensalat
  • Feldsalat
  • Kopfsalat
  • Romanasalat
  • Rucola
  • diverse Sprossen

 

 

Ich hoffe, dass ich euch damit die Leckerbissen der Saison schmackhaft machen konnte. Wenn ihr mehr zu meinen Einkäufen erfahren wollt, dann verlinke ich euch hier meinen Beitrag zum Thema Wochenmarkt. Und wer wissen möchte, was ich in meinem Vorratsschrank so bunkere, der lese sich gerne hier ein: „Gesund vegan leben? Diese Staples gehören in deinen Vorratsschrank“.

Bis bald und alles Liebe, Anina



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