21 ausgefallene Öko-Tipps, die du noch nicht alle kennst!

21 ausgefallene Öko-Tipps, die du noch nicht alle kennst!

Gemüse saisonal einkaufen, weniger fliegen, Strom sparen und auf Fleisch verzichten: Kennen wir alle. Wer sich wie ich gerne in seiner Nachhaltigkeitsblase bewegt, hat manchmal das Gefühl, schon alles zu tun, um ökologischer zu leben. Ich beweise euch heute das Gegenteil. Ausgelernt hat man nämlich nie! Deshalb trage ich für euch die 21 ausgefallensten Tipps für ein nachhaltigeres Leben zusammen, die ihr so vielleicht noch nicht ausprobiert habt. Zählt doch mal mit, wie viel davon ihr im Alltag schon umsetzen konntet! 

 

1) Den Backofen nicht mehr vorheizen

In nahezu jedem Kochbuch wird man dazu aufgefordert, den Backofen vorzuheizen. Meistens ist das aber unnötig. Wer darauf verzichtet, spart Strom und Energie.

 

2) Ein Repair Café besuchen

Wer wie ich nicht wirklich nähen kann, sollte unbedingt einmal ein Repair Café besuchen. Reparieren statt wegwerfen, so das Motto dieser Profis. Wusstet ihr, dass es alleine in der Schweiz 117 solche Cafés gibt? Mehr Infos findest ihr hier.

 

3) Den nächsten Bauern aufsuchen

Nicht jeder hat die Möglichkeit, einen Wochenmarkt in der Umgebung besuchen zu können. Sei es aus finanziellen oder geografischen Gründen. Eine gute Alternative ist es, den Bauernhof direkt zu besuchen. Das ist meistens günstiger und ihr wisst ganz genau, wo euer Gemüse wächst. Hier geht’s direkt zur Hofsuche. Einfach euren Standort eingeben und schon wird euch der nächste Bauer angezeigt (natürlich solltet ihr da unbedingt mit dem Fahrrad hinfahren und das Auto stehen lassen).

 

4) Mit einer Kartoffel den Spiegel putzen

Rohe Kartoffel halbieren, mit der feuchten Fläche den Spiegel putzen und mit einem trockenen Tuch drüber reiben. Fertig. Glaubt ihr mir nicht? Probieren geht über studieren! Ich will hier natürlich kein Foodwaste propagieren. Darum: Dünne Scheibe wegschneiden, nochmals halbieren und ab damit in den Ofen. Für Pommes reicht das alleweil noch! 😉

 

5) Dem Frisör das Naturshampoo vorsetzen

Mich störte bei meiner Frisörbesuch immer, dass ich Produkte ins Haar bekomme, die Weichmacher, Mikroplastik und viele weitere schädliche Stoffe für die Umwelt enthalten. Deshalb nehme ich jetzt immer mein eigenes Naturshampoo mit. Beschwert hat sich bislang übrigens noch niemand. Testet ihr das auch?

 

6) Codes checken

Bei mir wandert fast kein Produkt mehr in den Warenkorb, ohne dass ich es zuvor gescannt und überprüft habe. Mit der App CodeCheck könnt ihr Kosmetika, Putzmittel, Lebensmittel, usw. unter die Lupe nehmen.

 

7) Nichts mehr „googeln“

Das hört sich schlimmer an, als es ist. Was aber, wenn ich euch sage, dass ihr mit Ecosia auch alles im Internet findet und gleichzeitig noch Bäume pflanzt? Unglaublich aber wahr. Und jetzt: Bitte das letzte Mal googeln. Stichwort? Ecosia.

 

8) Einen Flohmarkt veranstalten

Secondhand ist cool. Und eigentlich macht es doch auch total viel Spass, sich einen hübschen Stand einzurichten und zusammen mit einer Freundin oder einem Freund ein paar hübsche Schrankleichen zu verkaufen. Nicht so euer Ding? Dann bringt alte Kleidung in ein Brockenhaus oder einen Second-Hand store. Die Altkleidersammlung ist nicht die beste Lösung. Darüber gibt’s hier einen Blogpost von mir.

 

9) Nur noch mit Guppyfriend waschen

Dass ihr Kleidung so selten wie nur möglich waschen solltet, wisst ihr ja bestimmt schon. Wusstet ihr aber auch, dass bei jedem Waschgang Mikroplastik ins Abwasser gerät? Der Guppyfriend schafft Abhilfe. Ich verlink euch den mal hier (nicht, dass ihr wieder googeln müsst).

 

10) Einen Saisonkalender aufhängen

Das klingt total albern, ich weiss. Aber ich sag euch, das bringt’s total! Ich dachte nämlich auch, dass ich jetzt langsam weiss, welches Gemüse und Obst wann wächst. Und dann ertappe ich mich doch wieder dabei, wie ich am Wochenmarkt nachfragen muss, ob denn nun der Broccoli noch aus Spanien kommt oder ob der echt schon heimisch ist. Also: Saisonkalender aufhängen und ab sofort selbstsicher zum richtigen Grünzeugs greifen! 😉 Besonders hübsch finde ich übrigens den von Pia Kraftfutter.

 

11) Auf die Strasse gehen und streiken

Ich habe dieses Jahr das erste mal gestreikt. Für das Klima, lauthals. Kann ich euch nur empfehlen, traut euch. Am besten mit Transparent! Die nächsten Daten für den Klimastreik findet ihr hier.

 

12) Oma und Opa ausquetschen

Im übertragenen Sinne natürlich. Fragt doch mal eure Grosseltern, wie sie das früher gemacht haben. Mit eigentlich allem: Verpackungen, Fleisch, Kleidung, Konsum im Allgemeinen. Ich konnte da echt viel lernen. Mein Opa macht beispielsweise alle Marmeladen und Aufstriche selbst, ist im Sommer durch den grossen Garten Selbstversorger und kauft einem Bauern gleich die ganze Kuh ab, damit kein Fleischabfall anfällt. Meine Oma lässt den Plastikabfall gleich an der Kasse liegen und lässt die Frau im Bioladen auch mal verdutzt reinschauen, wenn sie nach ihrem Landjäger-Ersatz aka. dem Taifun Räuchertofu fragt. I love it!

 

13) Den „Bitte keine Werbung“-Kleber pimpen

Jedes Jahr landen dutzende Kilos Papier in unseren Briefkästen. Das wandert in den meisten Fällen direkt ins Altpapier. Muss nicht sein, oder? Weil es die Verteiler aber noch immer nicht kapiert haben, können wir sie vielleicht dazu bringen, da nichts einzuwerfen, indem wir den „Bitte keine Werbung“-Kleber etwas aufpolieren und da zusätzlich auf den Klimaschutz aufmerksam machen. Hier hab ich schon einmal ein gutes Beispiel gefunden. Feel free, selbst einen cooleren Kleber zu designen (bitte mir dann ebenfalls schicken).

 

14) Mitglied bei vegan.ch werden

Wer vegan lebt, tut damit ganz viel Gutes für die Umwelt. Deswegen bin ich Mitglied bei der Veganen Gesellschaft Schweiz. Alle Infos gibt es hier. Es gibt übrigens ein Paket mit Essen drin, wenn ihr euch einschreibt. Ich sag’s ja nur…

 

15) Politisch aktiv werden

Wenn wir schon bei Mitglied werden sind. Umweltfreundlich abstimmen und wählen gehört für mich irgendwie auch auf diese Liste. Schaut euch bei jeder Abstimmung oder Wahl genau an, wer sich für Umweltthemen stark macht. Oder vielleicht werdet ihr ja gleich selbst Mitglied einer Partei? Bin ich mir ja wirklich am überlegen.

 

14) Sich grün versichern lassen

Das schreibe ich mir jetzt auch selbst hinter die Ohren.

 

15) Faule Ausreden nicht gelten lassen

Was mich gleich zum Punkt Ausreden bringt. Wie oft verschieben und vertagen wir Dinge aus Bequemlichkeit? Gerade wenn es um Nachhaltigkeit geht, hat das eben oft auch mit Mehraufwand oder zumindest Verzicht zu tun. Deshalb lade ich euch jetzt – genau jetzt – ein, euch zu überlegen, was ihr eigentlich schon lange tun möchtet, aber dann doch nie in die Tat umsetzt. Einfach mal machen!

 

16) Einfach mal nichts kaufen

Das Nachhaltigste, was ihr euch je gekauft habt, habt ihr euch nie gekauft. Sprich: Nicht zu konsumieren ist noch besser, als bewusst und nachhaltig zu konsumieren. Befreit irgendwie auch ganz schön.

 

17) Mit dem Fahrrad in den Urlaub fahren

Ganz im Sinne von: Das Gute liegt so nah. Jetzt wo der Sommer kommt, ist das doch ideal. Aufs Fahrrad schwingen, Rucksack packen und irgendwo in die unbekannte aber doch nahe Umgebung fahren. Wer ist dabei?

 

18) Foodsharing betreiben

Hier könnt ihr eure Lebensmittel vor dem Verfall an soziale Einrichtungen oder andere Personen abgeben. Wenn ihr euch für Tipps gegen Food Waste interessiert, dann hab ich euch hier schon einmal einen Blogpost verfasst.

 

19) In einen Nussmilchbeutel investieren

Kuhmilch ist nicht nur ungesund, sondern auch total schlecht für das Klima. Welche Milchalternative die beste ist und wie ihr eure eigene Pflanzenmilch herstellen könnt, das verrate ich euch hier.

Ausserdem bin ich gerade dabei, ein tolles Rezept für plastikfreien veganen Joghurt zu finden. Ich bin der Sache auch schon wirklich näher gekommen und teile mein Wissen schon bald mit euch! 🙂

 

20) Leihen statt kaufen

Wann habt ihr euch das letzte Mal etwas geliehen? Das wird total unterschätzt. Aber mal ehrlich. Was ihr nicht zuhause habt, hat jemand in der Familie oder im Bekanntenkreis bestimmt im Haushalt. Das funktioniert nicht nur für Kleidung, sondern auch mal fürs Auto, die Bohrmaschine oder den Rasenmäher. Ok, das sind doofe Beispiele. Aber ihr wisst schon, wie ich das meine!

 

21) Einen Rasierhobel benutzen

Ganz ehrlich: Bis vor ein paar Wochen hatte auch ich noch meinen Gilette Venus irgendwas oder wie sie alle heissen. Spielt auch keine Rolle, denn sie haben eines gemeinsam: Sie bestehen aus Plastik. Ein Rasierhobel hingegen ist aus Metall oder Bambus. Sieht chic aus, ist plastikfrei und hält ein Leben lang. Ich hab meinen hier gefunden.

 

Jetzt bin ich gespannt auf EURE Tipps. Was macht ihr Ausgefallenes, um euer Leben nachhaltiger zu gestalten? Ich bin gespannt!

Alles Liebe aus Luzern,
Anina



6 thoughts on “21 ausgefallene Öko-Tipps, die du noch nicht alle kennst!”

  • Vielen Dank für die Tipps 🙂 an ein paar Dingen muss ich da noch arbeiten.
    Ich versuche den Backofen oft besser auszunutzen, d.h. wenn er eh schon läuft da wir Lasagne (vegan natürlich) essen wollen, dann gibt es an dem Tag noch einen Kuchen statt den Kuchen ein paar Tage früher oder später zu backen. Klappt nicht immer, aber ich versuche es 🙂

  • Also 4 Tipps wende ich immerhin schon an ☺️ Das ist ja mal gar nicht so schlecht und einige andere Sachen werde ich auf jeden Fall übernehmen. Manchmal ist es ja wirklich so einfach und man muss nur auf die Idee kommen es anders zu machen als man gewöhnt ist! Danke für die Denkanstöße ❤️

    Liebe Grüße
    Pauline

    http://Www.Mind-wanderer.com

    • Liebe Pauline. Das ist ja super! Ich hab mich ja auch extra bemüht und Beispiele rausgepickt, die nicht so alltäglich sind! 🙂 Danke für dein liebes Feedback. Anina

  • Hallo Anina

    Danke für die tollen Tipps. Ein paar befolge ich bereits. Wie z.B. das mit dem Backofen, macht meine Omi so 🙂 zusätzlich vor dem Ende ausschalten um die Restwärme zu nutzen. Das mit der Suchmaschine wusste ich noch nicht, habe ich gleich bei der Arbeit eingeführt. Nutzt nun sogar mein Chef. Freue mich auf weitere posts von dir. Bist eine so tolle Inspiration! Liebe Grüsse aus St.Gallen.

    • Liebe Melania. Das ist ja schön, dass du sogar schon andere damit anstecken konntest. Das freut mich sehr! Alles Liebe, Anina

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