Amenorrhö: Meine Hormonwerte sind da – wie geht es nun weiter?

Amenorrhö: Meine Hormonwerte sind da – wie geht es nun weiter?

Mir geht es gut. Und doch fehlt da etwas: Meine Periode. Nach dem Absetzen der Pille vor 16 Monaten (hier geht es zum Blogpost) ist sie nicht wieder gekommen. Lange habe ich das verdrängt und wollte mit niemandem darüber reden. Der weibliche Zyklus: Ein Tabuthema? Nein. Es ist höchste Zeit, darüber zu reden. Im heutigen Blogpost erzähle ich euch deshalb, warum ich so lange nicht zum Arzt bin und warum ich jetzt doch meinen Hormonhaushalt habe testen lassen. Ausserdem sage ich euch, was bei meinem Bluttest rausgekommen ist und wie es nun weiter geht.

Wenn sich die Tage vertagen, dann spricht darüber kaum jemand. „Bin ich normal? Was stimmt nicht mit mir?“ Es dauerte ziemlich lange, bis ich überhaupt meinen Freundinnen davon erzählt habe. Oder mit Chris darüber reden konnte. Rückblickend gesehen, hätte ich das viel eher tun sollen. Denn: Viele jungen Frauen haben Probleme mit ihrem Zyklus. Bei manchen ist er zu kurz, bei anderen zu lang. Einige leiden wie ich unter der Post Pill Amenorrhö. Was das genau ist und wie sich das Ausbleiben der Tage auf unseren Körper auswirkt, das möchte ich euch heute näher bringen.

 

Was ist Amenorrhö eigentlich?

Beginnen wir mal ganz von vorne. Was bedeutet „Amenorrhö“ überhaupt? Das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „Monat“, „Fluss“ und „ohne“. Das umschreibt es eigentlich ganz gut: Amenorrhö bezeichnet das Ausbleiben der Periode. Dabei wird unterschieden zwischen der primären und der sekundären Amenorrhö. Im heutigen Blogpost widme ich mich in erster Linie der sekundären. Das bedeutet, dass die Regel bereits mindestens einmal aufgetreten ist, jedoch seit mehr als drei Monaten ausbleibt. Bei mir ist nämlich genau das der Fall. Ich habe mit 16 Jahren die Anti-Babypille verschrieben bekommen und diese fast acht Jahre lang genommen. Nachdem ich sie im Oktober 2017 abgesetzt hatte, habe ich meine Tage nicht mehr bekommen.

 

Acht Jahre mit Medikamenten gefüttert

Natürlich habe ich mich gefragt, woran es wohl liegt, dass ich meine Periode seit dem Absetzen der Pille nicht mehr bekomme. Gleichzeitig war mir aber auch klar, dass ich von meinem Körper nicht verlangen kann, von heute auf morgen gleich wieder völlig normal zu funktionieren. Fast acht Jahre lang habe ich ihn mit Medikamenten gefüttert. Mit künstlichen Hormonen. „Ich gebe mir ein halbes Jahr“, habe ich damals zu mir selbst gesagt und beschlossen, einfach einmal abzuwarten.

Die Zeit verstrich, doch bei mir hat sich nichts getan. Periode? Fehlanzeige. Nachdem meine eigene Frist um war, bekam ich Angst und tat, was ich euch nicht empfehlen würde. Ich fragte Google um Rat. Was ich da an Geschichten gelesen habe, möchte ich an dieser Stelle gar nicht erst beschreiben. Auf jeden Fall hat es mich in solche Panik versetzt, dass ich versucht habe, das ganze Thema einfach zu verdrängen.

Es verstrichen weitere sechs Monate, bis ich beschloss, etwas zu tun. Die Angst, zu einem Frauenarzt zu gehen und mein Anliegen zu deponieren, war aber zu gross. Deswegen traf ich mich mit Monika Bänninger zum Interview (ihr findet es hier). Die Naturheilpraktikerin ist Expertin in Sachen Amenorrhö. Ihr stellte ich eure Fragen, die gleichzeitig auch mir persönlich auf der Zunge brannten.

 

Meine Angst vor Ärzten nach negativen Mails

Das Gespräch mit Monika Bänninger hat mich insofern beruhigt, weil ich wusste, dass ich mit meinem Problem nicht alleine bin. Das hat mir nicht nur sie bestätigt sondern auch eure Nachrichten, die mich als Echo auf den Artikel erreichten. Übrigens hatte ich – und das habe ich nie öffentlich gemacht – auch einen sehr regen Mailaustausch mit verschiedenen Frauenärzten, die es total daneben fanden, dass ich mich zu diesem Thema als Laie äussere. Und dann erst noch eine Naturheilpraktikerin interviewe statt eine Allgemeinmedizinerin.

Kurze Randnotiz: Ich habe bis heute tatsächlich keine einzige Ärztin gefunden, die mir zu dem Thema ein Interview gibt. Auch von den Frauen, die mich angeschrieben (und teilweise persönlich beleidigt haben) war keine bereit, mir meine Fragen zu beantworten. Warum erzähle ich euch das jetzt? Nun, vielleicht erklärt sich jetzt für euch, warum ich so lange mit meinem Arztbesuch gewartet habe. Ich hatte einfach Angst. Schiss, dass mir eine Ärztin wieder so blöd kommen würde.

 

Darum habe ich meinen Hormonspiegel doch noch messen lassen

Es verstrichen weitere Monate. Monate, in denen ich oft vergass, dass mir eigentlich etwas fehlte. Es ging mir ja gut, sehr gut sogar. Ich fühlte mich fit und war rundum zufrieden mit meinem Leben. 2018 war ein gutes Jahr – beruflich wie auch privat. Ich habe mich selbständig gemacht und bin mit Chris zusammen gezogen.

Vielleicht war genau meine aktuelle Zufriedenheit und Ausgeglichenheit ausschlaggebend dafür, dass ich jetzt doch nochmals einen Anlauf nehmen wollte. Ihr kennt das alle: Wenn ihr gerade Anderes um die Ohren habt, wollt ihr euch nicht noch mit weiteren Problemen auseinander setzen. Ich beschloss also für mich, dass ich es anpacke.

Ich nahm also den Hörer in die Hand, motiviert gleich einen Termin für einen Untersuch und eine Blutabnahme zu vereinbaren. Aber: So einfach war das nicht. Geschlagene vier Monate hat es gedauert, bis ich endlich einen Termin bekommen habe. Und ich konnte – notabene – nicht einmal einen Arzt aussuchen. Ich musste am Ende einfach den ersten Termin nehmen, der überhaupt zur Auswahl stand.

 

Allgemein- oder Alternativmedizin: Was ist besser?

Übrigens habe ich mich davor noch bei mehreren Naturheilpraktikerinnen aus meinem Umfeld erkundigt, ob es überhaupt Sinn ergibt, einen Schulmediziner aufzusuchen. Die Antwort war klar: Jein! Mir wurde aber ans Herz gelegt, zuerst einen Untersuch durchführen zu lassen und die Hormonwerte prüfen zu lassen um dann mit den Ergebnissen zu schauen, wie sich das mit Alternativmedizin lösen/unterstützen lässt.

Diesen Rat habe ich also befolgt. Der Ultraschall und Untersuch war unauffällig, alles im grünen Bereich. Das Einzige, was die Frauenärztin gleich feststellen konnte war, dass Gebärmutterwand etwas dünn ist. Das deute auf einen leichten Östrogen-Mangel hin, erklärte mir die Ärztin. Nachdem sie mir ein paar Fragen zu meiner Ernährung, Bewegung und meinem Job gestellt hatte, lächelte sie mich an und meinte: „Ich glaube nicht, dass Sie sich grosse Sorgen machen müssen“. Wie, dachte ich. Was heisst das? Ich schaute sie fragend an. „Das PCO-Sydrom können wir schon einmal ausschliessen“, sagte sie (ungefähr 5 bis 10% aller Frauen im gebärfähigen Alter sind vom PCO-Syndrom betroffen. Damit ist diese Hormonstörung eine der häufigsten Ursachen für Unfruchtbarkeit).

Um wirklich Klarheit zu bekommen, musste ich aber am Tag darauf nochmals zum Bluttest erscheinen. Dieser kann nur auf nüchternen Magen gemacht werden. Innert weniger Tage war mein Ergebnis dann da. Was dabei rausgekommen ist, verrate ich euch jetzt.

 

 

Hormonspiegel-Messung: Die Resultate sind da

Mit zittrigen Knien stieg ich die Treppen zur Praxis hoch. Die ganze Nacht plagten mich Albträume – ich wurde von Ärzten mit OP-Messern verfolgt, alle wollten sie an mir operieren. Horror! Als ich dann aber im Besprechungszimmer angekommen in das Gesicht meiner Ärztin blickte, war die Angst ziemlich schnell weg. „Noch immer keine Periode?“, fragte sie mich. Ich verneinte. Sie tippte indes auf den flackernden Bildschirm vor ihr, wo meine Werte aufgeführt waren. Ich verstand gar nichts. Sie erklärte mir daraufhin, dass alle Hormone in Balance sind. „Höchstens etwas zu wenig Östrogen“, meinte sie.

Wow. Damit hätte ich nicht gerechnet. Mir fiel ein so grosser Klotz vom Herzen, dass ich am liebsten aufgesprungen wäre. Ich bin gesund, mir geht es gut. Ich habe keine Hormon-Dysbalance. Alle Ängste und Zweifel waren plötzlich weg. Ich hatte mir so viele Gedanken gemacht, was meine Ernährung oder mein Sportpensum angeht. Und mich gefragt, was ich da noch verändern könnte, um meine Hormone wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Jetzt zu hören, dass ich anscheinend schon ganz viel richtig mache, tat einfach nur gut!

 

Warum bekomme ich trotzdem keine Periode?

Gleichzeitig versuchte ich aber, meine Freude wieder etwas einzudämmen. Wenn scheinbar alle Werte in Ordnung sind: Warum bekomme ich dann trotzdem keine Periode? Diese Frage bleibt wohl unbeantwortet. Fast und vorerst. Meine Ärztin hat mir nämlich erzählt, dass die Pille, die ich damals bekommen habe, eine der stärksten auf dem Markt ist. Warum ich die verschrieben bekommen habe, konnte sie sich auch nicht beanworten. „Normalerweise verschreibt man die nur bei starker Akne„, meinte sie. Akne? Ich hatte nie Hautprobleme.

 

Nun. Ich kann nicht mehr ändern, was war. Ich habe die Pille fast acht Jahre genommen und es tut mir für meinen Körper leid. Gleichzeitig bin ich aber auch sehr stolz auf ihn. Innert 1,5 Jahren hat er es geschafft, den Hormonhaushalt auf natürliche Art und Weise ins Gleichgewicht zu bringen. Und ja: Ich habe meine Periode noch nicht wieder bekommen. Aber vielleicht braucht mein Körper einfach noch mehr Zeit. Vielleicht auch viel viel mehr Zeit.

 

Die Periode mit „Duphaston“ künstlich auslösen

Für mich war schon vor dem heutigen Arztbesuch klar, dass ich keine weiteren künstlichen Hormone zu mir nehmen möchte. Denn, und das habe ich erwartet, genau das wollte mir meine Ärztin andrehen: Ein Präparat, welches die Tage auslöst. Ich solle es 10 Tage hintereinander nehmen, danach würde sofort eine Monatsblutung ausgelöst, meinte sie. „Und danach, habe ich dann meine Tage wieder regelmässig?“, fragte ich sie. Sie zuckte mit den Schultern: „Das kann ich nicht versprechen“. Dieser Satz hat für mich gereicht. Und all das, was ich danach über dieses Duphaston gelesen habe sowieso. Dieses Präparat kann mir gestohlen bleiben – auch wenn es zum jetzigen Zeitpunkt der einfachste Weg zu sein scheint. Es ist garantiert nicht der einzige Weg!

Wie es für mich weitergeht und welche Form der Therapie ich wählen werde, ist noch nicht ganz klar. Eines weiss ich aber ganz bestimmt: Künstliche Hormone wird mein Körper nie wieder sehen müssen. Denn die Pille und auch solche Hormonpräparate sind und bleiben Medikamente, die in unseren – sehr empfindlichen – Zyklus eingreift.

 

Kinesiologie, Akupunktur oder Naturheilkunde?

Eines muss ich meiner Ärztin lassen. Sie hat mir zu ihrer Hormonbombe immerhin auch Mönchspfeffer mitgegeben. Den werde ich jetzt regelmässig nehmen, um meinem Östrogenhaushalt etwas Gutes zu tun. Übrigens habe ich mir aus Maca-Kapseln bestellt, das soll auch helfen. Ich bin gespannt.

Neben diesen zwei Dingen und noch mehr Zeit (Zeit und Zeit und Zeit), die ich mir und meinem Körper geben will, möchte ich auch Kinesiologie, Akupunktur oder der Naturheilkunde eine Chance geben. Welchen Weg ich einschlagen werde, weiss ich noch nicht genau. Meine Ärztin hat mir Ersteres empfohlen und mir auch gleich die Adresse ihres Lieblingschinesen angegeben. Mal schauen. Ich halte euch da auf jeden Fall auf dem Laufenden.

 

Blogpost-Serie zum Thema Hormone: Ihr seid nicht alleine!

Ich werde weiter dafür kämpfen, dass der weibliche Zyklus kein Tabuthema mehr ist. Deshalb plane ich hier auf aniahimsa.com eine ganze Reihe von Beiträgen rund ums Thema Hormone. Starten werde ich schon sehr bald mit einem Interview zu Hormonyoga. Ebenfalls in der Pipeline ist ein Beitrag, bei dem ich euch verrate, welche Lebensmittel sich positiv auf eure Hormone auswirken.

Falls ihr noch Fragen, Anregungen und Feedback habt: Schreibt es mir gerne in die Kommentare. Und: Ich habe noch eine Bitte. Ich weiss, dass viele Ratschläge immer sehr gut gemeint sind. Dennoch finde ich es immer schwierig, von sich auf andere zu schliessen. Deshalb bitte ich euch, zuerst zu überlegen, wie eine Message beim Empfänger ankommt. Ich sage das, weil ich zu diesem Thema leider schon oft Nachrichten bekommen habe, die sehr verletzend und unangebracht sind.

Ich wünsche euch alles Liebe und schicke euch Grüsse aus Luzern,
eure Anina



19 thoughts on “Amenorrhö: Meine Hormonwerte sind da – wie geht es nun weiter?”

  • Vielen Dank für diesen tollen Post liebe Anina. Es ist schön zu wissen, dass man mit diesen Problemen nicht alleine ist.
    Darf ich noch fragen, welche Pille du genommen hast?
    Liebe Grüsse Manuela

  • Hi Anina,

    darf ich fragen welche Methode du jetzt zur Verhütung nimmst? Hast du vielleicht hormonfreie Tipps?

    Hab meine Periode 7 Monate nach Absetzen der Pille (6 Jahre lang genommen) bekommen. Zuerst nur leicht, dann jedes Monat stärker und mittlerweile genau so wie sie auch vor der Pille war. ❤️

    Meine Frauenärztin hat mir nun jedoch die Gestagen Pille (ohne Östrogen, nur mit Gestagen) oder die Hormonspirale zur Verhütung empfohlen. Die Kupferspirale wäre zwar auch möglich, aber dazu hab ich ebenfalls schon so viel Schlechtes gehört…

    Liebe Grüße,
    Magdalena

    • Liebe Magdalena. Aktuell verhüten wir mit Kondom. Ich will aber längerfristig auf jeden Fall auf einen Verhütungscomputer umsteigen, da dieser auch hilft, den eigenen Zyklus zu verstehen. Ich freue mich sehr für dich, dass es bei dir wieder geklappt hat! :-)) Alles Liebe, Anina

      • Liebe Anina, liebe Magdalena

        Ich freue mich für euch beide dass alles in Ordnung ist und wünsche euch alles Gute! Falls ihr euch für eine natürliche Verhütungsmethode interessiert, kann ich euch auch die eher neuere Methode „FertilityCare“ empfehlen. Wenn ihr mögt, könnt ihr gerne mal auf unserer homepage nachschauen: http://www.fertilitycare.ch
        Wir befassen uns mit dem natürlichen Zyklus der Frau und definieren, dank dem, individuell die fruchtbaren und unfruchbaren Tage. Auch lernt man den eigenen Zyklus genau kennen und kann viele gesundheitliche Aspekte daraus ziehen 🙂
        Bei Fragen könnt ihr mir gerne schreiben! Alles Liebe
        Julia

  • Liebe Anina, ich freu mich echt von ganzem Herzen für dich, dass soweit alles wieder in Balance ist! Ich bin mir sicher, dass sich das ganz bald auch zeigen wird und dein Zyklus zurück kommt!
    Ich bin gespannt was du alles ausprobierst & darüber berichtest! Ich selbst will auch gerne mal Akupunktur ausprobieren.
    Danke für deine Offenheit und alles liebe, Livia

    • Liebe Livia. Danke für deine lieben Worte und dass du dich so mit mir freust! 🙂 Ich bin gespannt, wie es dir geht mit der Akupunktur. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden. Alles Liebe aus Luzern, Anina

  • Ein ganz toller Blogpost, bei dem ich so viel dazulernen konnte! Es ist schön zu hören, dass dein Körper in der Balance ist und du ihm mit dieser Erkenntnis wieder etwas mehr Zeit einräumen kannst. Danke, dass du so offen und ehrlich über dieses Thema sprichst. <3

    • Hallo Maja. Das stimmt, Untergewicht kann Amenorrhoe auch auslösen. Bei mir liegt es aber – wie obig beschrieben – an der Pille, die ich genommen habe. Ich bin normalgewichtig. Lg, Anina

  • Hi Anina,
    super toller Beitrag. Bekam auch nach Absetzen der Pille meine Periode für einige Zeit lang nicht mehr. Nur war es bei mir, wie du erwähnt hast PCO. Meine Ärztin meinte es ist an sich nicht wirklich heilbar, nur mit Hormonen wieder in den Griff zu bekommen. Ich habe mich geweigert. Habe dann meine Ernährung umgestellt und siehe da, da war sie wieder.
    Auch bei dir wird es sich wieder einpendeln. Manchmal dauert es halt ein wenig. Aber was solls. Gibt etwas Schlimmeres. Wünsche dir alles Gute und Liebe Grüße aus Österreich.

  • Liebe Anina!
    Erstmal vielen Dank für deinen ehrlichen und wichtigen Blogpost!
    Ich bin gerade richtig schockiert als ich gelesen habe das du die Belara genommen hast. Auch ich habe diese Pille ein paar Jahre genommen und mir wurde sie von meiner ehemaligen Ärztin als „leicht dosierte schöne Haut Pille“ verschrieben.
    Im September 2017 habe ich sie abgesetzt. Ein paar Monate hatte ich gar nichts und dann ging es los. Haarausfall,schlechte Laune und noch schlechtere Haut. Der einzige Vorteil war das meine Kopfschmerzen in der Pillenpause weg waren.
    Jetzt habe ich leider immernoch schlechte Haut und auch an Gewicht zugenommen wodurch ich mich ziemlich unwohl fühle.
    Aber trotzdem würde ich diesen (sorry) Mist nie wieder nehmen…
    Liebe Grüße
    Andrea

  • Hallo zusammen!,
    Ich bin gerade einmal 16 Jahre alt und nehme die Pille nun seit anderthalb Jahren. Ich bin schon etwas länger am überlegen sie abzusetzen. Allerdings habe ich auch etwas Angst davor, was eigentlich komisch ist, denn als ich angefangen habe sie zu nehmen hatte ich auch keine Angst davor. Also bei mir ist es so, dass ich sie nehme seit ich mit meinem Freund zusammen bin, das heißt er kennt mich gar nicht ohne…
    Ich habe in diesem Zeitraum 12kg zugenommen und meine Brust ist auch innerhalb von 2 Monaten 2 Körbchen größer geworden. Es kann einfach sein dass die Gewichtszunahme an der Beziehung liegt, haha aber ganz ehrlich ich glaube die Pille ist auch nicht ganz unschuldig daran. Naja aufjedenfall habe ich das gefühl dass ich durch die Pille emotionaler geworden bin. Ich fange ständig an zu weinen und weiß gar nicht warum. Außerdem zicke ich auch immer bei jeder Kleinigkeit. Vorher war das eigentlich nicht so sehr so. Ich hatte auch vor der Pille eine ziemlich unreine Haut und starke Periode + Schmerzen.
    Ich habe irgendwie Ansgt davor sie abzusetzen, Angst vor den Eindrücken, die mich überwältigen werden. Ich habe Angst vor den Pickeln und den Schmerzen… irgendwie unterstützt mich auch niemand so wirklich dabei, da es keiner nachvollziehen kann. Meine Mutter hat Angst dass ich dann schwanger werde, genau wie mein Freund. Wir werden erstmal nur mit dem Kondom verhüten und dann überlege ich es mir nochmal mit der Kupferspirale obwohl das auch keine 100% Alternative ist. Kann mir irgendjemand etwas Mut geben, diesen Schritt zugehen, haha
    Ach man, warum gibt es so viele schlechte Sachen zu bewältigen?

  • Hi liebe Anina,
    Es ist wirklich ein sehr wichtiges Thema und sollte nicht aufgrund falscher Scham totgeschwiegen werden. Meinen Respekt an dich, dass du dich das traust.
    Ich wünsche dir alles Gute und dass hoffentlich alles bald wieder „funktioniert“.
    Ich habe zwar nie die Pille genommen, hatte aber auch als Folge einer Essstörung drei Jahre lang keine Periode, auch nachdem ich schon länger Normalgewicht hatte. Anfangs habe ich auch nichts gesagt und es erst vor knapp 9 Monaten mit Homöopathie versucht, was bei mir allerdings nicht geholfen hat. Dann bin ich über Instagram auf die „Female Protect“ von More Nutrition gestoßen. Nach 11 Tagen hatte ich meine Periode wieder und langsam pendelt sie sich wieder ein, ohne dass ich es weiter einnehme. Keine Werbung! Nur eigene Erfahrung und vielleicht hilft es ja dir.
    Ich wünsche dir alles Gute!
    Liebe Grüße

  • Liebe Anina, mit riesigem Interesse habe ich deinen Blog-Beitrag entdeckt und mich gleich 1:1 wiedererkannt. Seit 12.2017 die Pille abgesetzt, normalgewichtig, aber von der Frauenärztin das PCO diagnostiziert und seither keine Periode. Sie hat mir ebenfalls ein Medikament zum Auslösen der Periode gegeben (Utrogestan), das ich bisher noch nicht genommen habe. Mit Mönchspfeffer und Maca-Pulver versuche ich ebenfalls den Körper zu unterstützen. Und vor drei Wochen habe ich mit Akupunktur begonnen, mal schauen, ob es was bringt. Ich danke dir für deinen tollen Beitrag und bin gerade wieder etwas zuversichtlicher geworden. 🙂 Und nun habe ich ganz viel Lesestoff vor mir, denn deine anderen Blogeinträge tönen wahnsinnig spannend. Merci dass du deine Erfahrungen mit uns teilst. Ganz liebe Grüsse Rahel

  • Hi Anina,
    bin durch deinen letzten Post auf den Artikel aufmerksam geworden und daran hängen geblieben, da ich das Thema gerade in der Uni im Gyn Unterricht hatte. Die Ärztin hat uns berichtet, dass sie ihre Patientinnen (Kinderwunsch oder natürliche Verhütung) erstmal ein Zyklustagebuch führen lässt nach der symptothermalen Methode (also auf Schleim achten und die Temperatur messen). Hast du das mal ausprobiert? Damit lässt sich der Zyklus super nachvollziehen ohne extra Hormone testen zu müssen und gibt dem behandelnden Arzt oft Hinweise, wo das Problem liegen könnte…So könntest du vielleicht herausfinden, ob du überhaupt eine Ovulation hast und sich keine Schleimhaut (Endometrium) aufbaut, oder ob das Problem doch wo anders liegt. Ist auch super nützlich seinen Zyklus zu kennen, falls dann der Kinderwunsch da ist. Falls doch Blut abgenommen werden muss, um Hormone zu testen, hat man auch Anhaltspunkte zu welchem Zeitpunkt im Zyklus das sein sollte – ich weiß nicht ob das bei dir so gemacht wurde, aber eine Hormonuntersuchung zu einem beliebigen Zeitpunkt und nicht zu verschiedenen, um eine Zyklik zu erkennen, scheint mir nicht sehr sinnvoll… Und übrigens, zu dem Schulmediziner Problem: hab keine Angst und such dir die richtige Ärztin/ Arzt, die deinen Wunsch nach natürlichen Methoden versteht, auch die gibt es! 🙂
    ich schicke dir viel Kraft! Gunda

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