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Vegan Food Guide: Meine kulinarischen Tipps für München

Vegan Food Guide: Meine kulinarischen Tipps für München

München ist von Zürich aus innert weniger als vier Stunden mit dem Bus oder der Bahn zu erreichen, sogar auf direktem Weg. Perfekt also für einen Mädels-Städtetrip über das Wochenende. Zusammen mit einer Freundin habe  ich also drei Tage lang die bayrische Landeshauptstadt erkundet und […]

Barista-Kurs: So gelingt der perfekte pflanzliche Milchschaum

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Ich bin leidenschaftliche Kaffeetrinkerin. Zwei bis drei Tassen am Tag müssen es bei mir schon sein. Und mindestens eine davon trinke gerne mit einer hübschen Milchhaube. Da sich pflanzliche Milch aber oft schwieriger aufschäumen lässt, habe ich den Cappuccino bislang vorwiegend auswärts getrunken. Wenn euch […]

Vegan leben ist teuer? Das sind meine 6 Spartipps

Vegan leben ist teuer? Das sind meine 6 Spartipps

Wenn ich sage, dass ich Veganerin bin, erlebe ich immer dieselbe Reaktion. Zuerst heisst es: „Vegan? Könnte ich ja gar nicht!“. Die zweite Möglichkeit: „Vegan? Das wäre mir aber zu teuer!“.  Dass ich mich durch meine Ernährungsweise ja so gar nicht eingeschränkt fühle und noch nie so vielseitig gegessen habe, das habe ich ja bereits in diversen Blogposts erwähnt. Darum soll es heute für einmal nicht gehen. Ich möchte mich nämlich der zweiten Reaktion widmen und euch zeigen, dass vegan zu leben nicht unbedingt teuer sein muss.

Darum habe ich für die Sparfüchse unter euch heute 6 Tipps, wie ihr nachhaltiger und ökologischer durchs Leben gehen könnt, ohne dafür tief in die Tasche greifen zu müssen! 😉 Zudem stelle ich euch  in diesem Blogpost auch die App „Zak“* vor, mit der ihr euer Budget ganz einfach auf dem Smartphone planen und steuern könnt. (*bezahlte Zusammenarbeit)

 

1) Die Basics gibt’s im Supermarkt!

Bio-Lebensmittel gibt es inzwischen nicht nur im Bioladen sondern eben auch im Supermarkt. Vor allem Lebensmittel, die ihr in grösseren Mengen immer zuhause habt, könnt ihr gut und viel günstiger dort kaufen. Ich meine hier vor allem Dinge wie Reis, Linsen oder Pasta.

Übrigens: Habt ihr gewusst, dass  Tiefkühlgemüse meistens günstiger ist als die frische Variante? Plus hat tiefgekühltes Gemüse sogar mehr Nährstoffe, da es direkt nach der Ernte schockgefroren wird. Ausserdem könnt ihr so mit gutem Gewissen auch einmal etwas kaufen, was gerade frisch keine Saison hat. Und noch ein Tipp: Friert euch auch gut und gerne selbst Dinge ein. Ich mache das zum Beispiel in der Beerensaison total gerne. So habe ich auch in den Wintermonaten Erdbeeren bereit für meine Smoothies.

 

2) Der gute alte Einkaufszettel

Ich weiss, in der heutigen Zeit ist niemand mehr gross ein Fan des Planens. Aber glaubt mir: Gerade beim Einkaufen lohnt sich das. Wer spontan losmarschiert und – am besten noch hungrig – in den Supermarkt steuert, der kauft mehr als eigentlich nötig. Wenn ihr den Geldbeutel schonen wollt, dann macht euch lieber einen Einkaufszettel und setzt euch wenn möglich sogar ein Budget. Und hey: Ihr müsst dafür nicht einmal von Hand schreiben, tippt das Ganze doch einfach in euer Handy ein.

 

3) Regional und saisonal einkaufen

Spargeln aus Costa Rica und Beeren im Winter? Nein, danke. Das macht nicht nur ökologisch keinen Sinn. Denn ganz oft sind Produkte, die nicht saisonal sind, ziemlich teuer. Greift lieber auf regionale Produkte zurück. Und besucht auch einmal wieder einen Bauern in eurer Umgebung. Da gibt es oft mehr fürs Geld.

 

4) Frische Lebensmittel statt Fertigprodukte

Vegan essen bedeutet eben nicht, sich einfach Fertigprodukte aus dem Regal zu fischen und zu denken, dass man seine Bratwurst jetzt durch ein veganes Schnitzel ersetzt. Nein. Denn das ist natürlich nicht ausgewogen und eurem Budget bringt es auch nichts. Fertigprodukte sind oft überteuert und machen nicht besonders lange satt.

 

5) Vorkochen für die Woche

Kocht grössere Mengen auf einmal und  nur gerade das, was ihr an diesem Tag essen könnt. Nehmt euch zum Beispiel an einem verregneten Sonntag die Zeit und plant eure nächste Woche. Wie wärs mit einem leckeren Eintopf mit Linsen und/oder Kichererbsen und saisonalem Gemüse? Oder einem Curry? Das könnt ihr alles wunderbar einfrieren und habt so mit ganz wenig Geld ganz viel Leckeres schon griffbereit.

Long story short: Wer vegan leben will, kann das mit wenigen Tipps und Tricks ziemlich kostengünstig tun. Sich ausgewogen und gesund zu ernähren muss nicht bedeuten zwingend mehr dafür zahlen zu müssen. Und ganz ehrlich: Bevor ich beim Essen und guten Lebensmitteln spare, schaue ich sowieso lieber, dass ich meine übrigen Kosten gering halte. Denn der Spruch „Du bist was du isst“ kommt nicht von ungefähr. Was wir in unseren Körper hineingeben ist das, was wir wieder an Energie für den Tag und somit unsere Aufgaben im Leben zur Verfügung haben.

 

 

6) Bugdetplanung auf dem Smartphone

Da ich selbst nie ein Mathegenie war und mit Zahlen so leicht durcheinander komme, habe ich für euch eine App getestet, die mir die ganze Budgetplanung etwas einfacher macht. „Zak“* ist die erste Schweizer Smartphone Bank. Sprich: Ihr braucht nichts ausser euer Smartphone. Selbst die Anmeldung erfolgt komplett online über das Handy. Nach Erfassung der persönlichen Daten folgt eine rund 5-10 Minuten dauernde Videoidentifikation.

Zudem lässt sich mit „Zak“ ganz einfach eine Budgetplanung vornehmen. Das Budget kann verschiedenen Töpfen zugeteilt werden (da gibt es bei mir zum Beispiel den Topf „Wohnen“ und „Leben und Freizeit“). Möchte ich dann also einkaufen gehen, sehe ich automatisch, wie viel Geld in meinem Topf xy noch drin ist. Zudem – und das finde ich besonders toll – können Sparziele mit automatischen Überweisungen angelegt werden.

Ich spare so aktuell gerade für meinen neuen Vitamix, den ich mir endlich holen möchte. Mein alter Food-Processor ist ja leider kaputt gegangen, nachdem mein Bruder ihn für eine Pilzfüllung ausgeliehen hat (vielleicht hätte ich ihm sagen sollen, dass das ohne jegliche Flüssigkeit nicht so hinhaut?).

Die App ist übrigens total kostenlos. Das einzige, was extra Gebühren anfallen lässt sind Bargeldbezüge an Automaten anderer Banken. Falls ihr euch für die App interessiert findet ihr alle weiteren Infos hier.

So, nun bin ich gespannt auf eure Spartipps und Tricks. Und habt auch ihr gerade ein Sparziel? Lasst es mich gerne wissen. Ansonsten sehen wir uns bald wieder hier auf dem Blog und vorher sicher sowieso auf Instagram.

Alles Liebe,
Anina

* Dieser Blogpost ist in bezahlter Zusammenarbeit mit Bank Cler entstanden. Alle Meinung sind meine eigenen. 

 

 

Allergien: Was hilft wirklich? Meine Wohlfühltipps für Zuhause

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Allergien gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. Die Zahl der Betroffenen nimmt zu. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt gar, dass über 20 Prozent der Weltbevölkerung an allergischen Erkrankungen leidet. Ich selbst habe eine Hausstauballergie und niese, wenn ich nur in die Nähe einer Katze komme. Doch woher […]

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Das Frühstück auslassen war unter Ernährungswissenschaftlern lange verpönt. Das hat sich geändert. Intermittent Fasting ist in der Sportwelt bekannter geworden, inzwischen ist darum ein regelrechter Trend entstanden. Doch was hat es mit dieser Fastenmethode auf sich? Warum ist das gesund? Wie funktioniert IF eigentlich? In diesem […]

2 Smoothie Bowls ohne Banane (weniger Fructose + Histamin)

2 Smoothie Bowls ohne Banane (weniger Fructose + Histamin)

Ihr liebt cremige Smoothies, wollt oder könnt aber keine Bananen verwenden? Ganz oft bekomme ich die Frage, was man da alternativ verwenden kann. Deshalb habe ich für euch rumexperimentiert und zwei tolle und leckere Smoothie Bowl Rezepte kreiert, die ganz ohne Bananen auskommen. Und wisst ihr was? Beide Kreationen enthalten dafür sogar Hidden Veggies. Sprich: Gemüse, was man aber nicht schmeckt. So habt ihr also mit beiden Smoothies eine tolle leichte Mahlzeit mit weniger Fructose, Histamin und umso mehr Vitaminen und Nährstoffen.

Bevor wir mit den Rezepten starten möchte ich hier gerne noch auf zwei Intoleranzen eingehen. Das ist einmal Fructose und Histamin. Ich selbst habe damit zwar keine Probleme, weiss aber von einigen Menschen in meinem direkten Umfeld, dass sie Lebensmittel mit diesen Inhaltsstoffen nicht – oder nur sehr beschränkt – konsumieren können.

Fructoseintoleranz: Fructose ist ein Einfachzucker der – oft gemeinsam mit Glucose – in vielen Lebensmitteln in unterschiedlicher Menge und Verteilung vorhanden ist. Besonders fruktosereich sind Früchte und sämtliche Produkte, in denen Früchte verarbeitet wurden. Leider gibt es auch einige Süssungsmittel wie z.B. Maissirup oder auch Agavendicksaft, die ausserordentlich fructosereich sind, ohne dass dies irgendwo auf dem betreffenden Produkt vermerkt wäre. Die typischen Symptome der Fructose-Intoleranz sind Bauchschmerzen, Übelkeit, Krämpfe, Blähbauch und Durchfall. Das Problem der Fructoseintoleranz ist, dass sie nicht so einfach festgestellt werden kann. Oft leiden Patienten also lange darunter, ohne dass der Arzt das feststellt.

Histamin-Intoleranz: Histaminintoleranz kann neben anderen Symptomen wie Kopfschmerzen, Juckreiz, Herzklopfen und Atemnot ebenfalls zu weichem Stuhl und Blähungen führen. Besonders schlecht vertragen Menschen mit dieser Intoleranz gegärte oder gereifte Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Wein, Bier, Käse, Wurst, Sauerkraut, Rohwurst, Bananen, andere reife Früchte und jegliche Produkte mit Tomaten.  Auch Erdbeeren, Zitrusfrüchte und Kiwi gehören zu den so genannten Histamin-Liberatoren. Das bedeutet, sie enthalten selbst kein Histamin, können im Körper jedoch die Freisetzung von Histamin aus körpereigenen Zellen anregen. Die Histamin-Intoleranz kann über einen Bluttest „gefunden“ bzw. ausgeschlossen werden.

 

Süsskartoffel + Mango Smoothie Bowl

Für diesen Smoothie (2 grosse Portionen) braucht ihr:

  • 1 grosse Süsskartoffel
  • 1 Mango
  • 3/4 Zucchini
  • 150 gr Seidentofu (bei Histamin-Intoleranz weglassen + 1/2 Süsskartoffel mehr nehmen)
  • Abrieb einer Zitrone + den Saft (unbedingt bio)
  • 1 Schuss Kokosmilch
  • 1 Prise Vanille

Die Süsskartoffel muss zuerst im Ofen gebacken werden. Ihr müsst sie dafür weder schälen noch sonst irgendwie vorbereiten. Macht sie einfach auf ein Backblech und schiebt sie für 30 Minuten bei 200 Grad Umluft in den vorgeheizten Ofen. Tipp: Macht gleich mehrere Kartoffeln, dann könnt ihr die einfrieren und habt sie immer gleich griffbereit.

Die gebackene Süsskartoffel wird anschliessend geschält, in Stücke geschnitten und eingefroren. Wenn ihr den Smoothie nicht eiskalt geniessen wollt, könnt ihr natürlich auch gleich die warme Variante verwenden. Aber das Einfrieren macht den Smoothie eben super cremig, deswegen mag ich das viel lieber.

Macht also die gefrorenen Süsskartoffelstücke zusammen mit den weiteren Zutaten in euren Blender und vermengt den Smoothie, bis er schön cremig ist. Bei den Toppings seid ihr wie immer völlig frei. Ich habe hier Zitrusfrüchte und Buchweizen verwendet, das eignet sich bei einer Histamin-Intoleranz natürlich nicht. Da würde es sich anbieten, ein selbst gemachtes Granola als Topping zu nehmen.

Und: Wem die Mango in diesem Rezept noch zu viel Fructose ist, der kann darauf auch ganz verzichten und stattdessen ein wenig Stevia in den Smoothie geben.

Rote Beete + Süsskartoffel Smoothie Bowl

Für das zweite Rezept benötigt ihr folgende Zutaten (ergibt wieder 2 grosse Portionen):

  • 1 grosse Süsskartoffel
  • 1 Knollen Rote Beete (roh, geschält)
  • 1/2 Honigmelone
  • 1 Schälchen Trauben
  • Handvoll gefrorene Himbeeren
  • 200 gr Seidentofu (bei Histaminintoleranz mehr Süsskartoffel nehmen)
  • Prise Vanille und Zimt

Wie ihr die Süsskartoffel verarbeitet habe ich ja bereits im obigen Rezepte genauer beschrieben. Hier gilt dasselbe Vorgehen. Alle Zutaten werden in den Blender gegeben und gemixt, bis ein cremiger Smoothie entsteht.

Ich habe mich hier für Melone, Trauben und Himbeeren entschieden, weil all diese Früchte sowohl weniger Histamin als auch geringere Menge an Fructose enthalten.

Lasst mich gerne wissen, wie euch die beiden Rezepte schmecken. Ich muss sagen, dass beide mittlerweile echt zu meinen Lieblingen gehören (natürlich direkt nach meinen grünen Bowls). Wenn ihr an einem grünen Smoothie interessiert seid, der ohne Bananen auskommt, dann lasst mich das doch gerne wissen.

Ich freue mich von euch zu lesen und schicke euch ganz liebe Grüsse aus Zürich,
Anina

Biorhythmus: So wirst du in 7 Schritten ein Morgenmensch!

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Wer morgens oft schon früh unterwegs ist – sei es im vollen Zug oder stehend in der Autokolonne – könnte gut den Eindruck haben, dass das ganze Land schon um 6 Uhr auf den Beinen ist. Nun, wie viele davon dies freiwillig tun sei einmal […]

Fair + Eco Fashion Guide – das sind meine Lieblingslabel

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Hier ist eine Liste meiner liebsten nachhaltigen Labels. Dieser Fair Fashion Guide soll euch gerne inspirieren, wenn ihr auf der Suche nach ökologischer Mode seid, die fair produziert wird. Ausserdem stelle ich euch auch ein paar Marken für Schuhe, Taschen, Bademode, Unterwäsche und Accessoires vor. […]

#nofilter: Die perfekte Instagram-Welt

#nofilter: Die perfekte Instagram-Welt

Welchen Menschen folgst du auf Instagram? Wer inspiriert dich und weshalb? Ich richte diese Fragen heute an euch und stelle sie mir gleichermassen selbst. Denn nicht alles, was euch in den sozialen Netzwerken begegnet, ist echt. Und Social Media ist eben oft alles andere als sozial. Vor allem Instagram ist wohl ziemlich realitätsfremd. Zu sagen, dass das alles schlecht ist, wäre aber zu einfach. Denn wer bin ich, dass ich darüber urteile in dieser perfekten Instagram-Welt. Machen wir da nicht auch mit? Sind wir nicht alle selbst Figuren darin?

Stets perfekt ausgeleuchtete Bilder, geschossen an der schönsten Location und versehen mit den hippsten Filtern – das ist gerade angesagt in den sozialen Medien. Für spontane Schnappschüsse bleibt da wenig Platz. Wer heute kein Lightroom benutzt, ist sowieso irgendwie von gestern. Und Photoshop zu beherrschen, um dem eigenen Näschen ein Fine-Tuning zu geben: Ganz normal. Doch wie „normal“ ist das wirklich?

Ich kenne sogar Fotografen, die diese Ästhetik auf Instagram mittlerweile nur noch grässlich finden. Obwohl ich das etwas differenzierter sehe – dazu später mehr – beobachte auch ich, dass die Profile auf Instagram immer professioneller werden. Die Fotos glänzender, die Farben kräftiger, die Texte überlegter und die Werbeanzeigen häufiger. Und jedes Mal, wenn der Algorithmus wieder neu bestimmt, wer Likes bekommt und wer auf der Strecke bleibt, hinterfragen sich alle Blogger aufs Neue. Einige – und es sind mehr als man denkt – kaufen sich womöglich einfach welche dazu, Follower gleich inkludiert. Denn teuer ist das nicht. Und schwierig schon gar nicht.

 

Verlorene Authentizität

Ich erinnere mich an dieser Stelle gerne zurück an meine Anfänge als Bloggerin. Damals, als ich mit meinem Handy begonnen habe, Fotos von einem Essen zu knipsen, war das noch völlig ausreichend. Nachbearbeitet habe ich die Bilder übrigens so gut wie gar nicht. Das haben viele andere auch nicht gemacht, zumindest kenne ich eine ganze Menge, die es nicht getan haben. Vielleicht höchstens auf dem Handy selbst. Ich habe nicht zuletzt deswegen einfach nach Lust und Laune veröffentlicht, ohne mir riesige Gedanken zu machen, was gerade „in“ ist und was wohl am besten ankommt. Heute überlege ich mir, ob ich damals wohl authentischer war, als ich es heute bin. Weil es irgendwie unkomplizierter war. Intuitiver und spontaner.

Doch ich glaube nicht, dass sich das so einfach mit ja oder nein beantworten lässt. Vielleicht war Instagram damals noch spontaner, klar. Man hat eher einmal etwas nach Lust und Laune hochgeladen. Aber dennoch: Auch damals steckte hinter jedem Bild Arbeit. Und auch damals habe ich Bilder nicht gepostet, weil sie mir nicht gefallen haben. Ich schiebe hier eine kurze Geschichte ein: Ich weiss, wie ich während der Vorlesung an der Uni jeweils in der letzten Stunde vor dem Mittag ausgerechnet habe, wie viel Zeit ich zuhause zur Verfügung habe, um mein Essen zu fotografieren. Um auf Social Media präsent zu sein habe ich also gut und gerne einmal meine realen Kontakte auf die lange Bank geschoben. Heute würde ich das nicht mehr tun. Ich habe gelernt, eine gesunde Balance zu finden. Oder sagen wir, ich lerne es immer mehr. Und ich habe mich bewusst dafür entschieden, mehr aus der Situation heraus zu posten. Deshalb nehme ich die Kamera auch gerne mit auf Reisen und knipse dort, was mir gerade vor die Linse kommt. Okay, das klingt jetzt geradezu stressfrei und unkompliziert. Wir wollen es nicht beschönigen: Natürlich ist auch da alles, was nach einem Schnappschuss aussieht, gewissermassen inszeniert.

Und so wie bei diesem Beispiel der Schein trügt, tut er es eben oft. Wie oft esse auch ich eine „Ugly Smoothie Bowl“ statt einer solchen, die mit Sternen drapiert wurde, die ich aus einer Banane fein säuberlich ausgestochen habe (übrigens nur um zu bemerken, dass die Banane zu schmal ist und ich eine zweite, eben grössere und dickere anschneiden muss, weil da die Ausstechform reinpasst. Danach hast du zwei angebrochene Bananen die du glücklicherweise immerhin einfrieren kannst). Und dennoch bin ich froh, kann ich wenigstens ab und an mein Essen ablichten statt selbst posieren zu müssen. Denn aktuell renne ich wohl mehr in Leggings und Sportsachen rum, als dass ich irgendwelche ansehnlichen Outfits trage, wo jedes Teil zum anderen passt. Das merke ich übrigens daran, dass ich aktuell nur meine ältesten Leggings wasche und das auch nur dann, wenn alle meine Sport Shirts ausgegangen sind!

 

Blogger tragen Verantwortung

Wenn wir übrigens gerade beim Sport sind: Ja. Ich mache derzeit wirklich ganz schön fleissig etwas. Und ich teile das auch gerne in meinen Instagram-Stories. Ich hoffe, dass ich dadurch andere Menschen dazu inspirieren kann, sich auch mehr zu bewegen. Weil es guttut, dem Körper und der Seele. Und weil ich mit meinem Blog und meinen Social Media Kanälen Menschen dazu animieren will, gesünder zu leben. Dass ich damit vielleicht aber auch junge Frauen unter Druck setze, habe ich mir erst beim Schreiben dieses Textes überlegt. Was, wenn sich Mädchen so sehr mit einem Blogger, einer Bloggerin (ich verwende aus Prinzip nicht den Begriff Influencer/in) identifiziert, dass sie sich schlecht fühlt, wenn sie vielleicht gerade Schokolade gegessen hat, während dem ich 10 Kilometer laufen gegangen bin? Habe ich da eine Verantwortung? Müsste ich deshalb auch jedes Mal zeigen, wie ich meinen Schokoriegel vertilge? Oder wäre das widersprüchlich, weil ich ja keinen Zucker mehr esse?

Es ist schwierig. Schwierig eine Balance zu finden. Zu entscheiden, was richtig ist und was falsch. Und es allen recht zu machen. Ganz ehrlich: Das geht nicht und ich finde es auch nicht erstrebenswert. Und ich erwarte nicht, dass ihr mir eine abschliessende Antwort darauf geben könnt. Klar ist: Der Grat ist schmal. Derjenige, zwischen „Schaut, was ich in meinem Leben alles mache, vielleicht ist das auch etwas für euch“ und „Hey, dein Leben ist nicht so toll wie meins“.

Falls ihr euch übrigens an dieser Stelle noch immer fragt, was ich gegen den Begriff „Influencer/in“ habe: Das liegt auf der Hand. Beeinflusser/in. Was soll denn das sein? Ich will euch nicht beeinflussen. Inspirieren, vielleicht. Aber hat denn nicht jeder von uns auch eine eigene Meinung, eine eigene Haltung?

 

Von Kleidergrösse 40 zu Size Zero

Um ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern: Die Bloggerwelt ist ziemlich klein. Man kennt sich. Es ist schon immer wieder verblüffend, wie anders Menschen dann im realen Leben sind. Das kann sowohl positiv als auch negativ sein. Einige, die ich kennengelernt habe, überraschen mich zum Guten. Sie sind total natürlich, zugänglich und bodenständig. Dann aber gibt es solche, die aufgrund ihres Erfolgs abgehoben sind. Und – ich kann es nicht anders sagen – nicht die Person sind, die sie auf Instagram präsentieren. Da schrumpft man sich seinen Bauch doch tatsächlich einmal von Kleidergrösse 40 zur Westentaille und passt, oh Wunder oh Wunder, plötzlich in die kleinste Skinny Jeans. Ganz ehrlich: Was soll das?

Was ich damit sagen will ist, dass es nicht so einfach ist, wie es scheint. Oft wird gesagt, Instagram sei so oder so. Es wird nicht differenziert. Und es gibt irgendwie ja auch kein richtig oder und falsch, kein schwarz oder weiss. Auch wenn wir Menschen das auch so gerne mögen. Wir wollen urteilen. Am besten verurteilen. Auf jemanden zeigen. Stinkfrech, mit dem Zeigefinger. Das habe ich jetzt auch gerade getan. Und doch irgendwie versteckt, anonym. Im Internet. Da ist es ja auch viel einfacher. Deshalb sage ich euch ehrlich: Ich finde es auch nicht immer einfach. Ich erwische mich selbst oft dabei, dass ich Fotos in den sozialen Medien sehe und mir denke: Warum kann die, was ich nicht kann. Bis ich mich dann eines Besseren besinne. Bin ich nicht einfach gut so, wie ich bin? Ist es nicht toll, dass ich eben genau anders bin? Und ist es nicht schön, dass ich mich auch ohne Photoshop ganz gut leiden kann?

Aber klar: Auch ich fühle mich manchmal schlecht, wenn ich durch meinen Feed scrolle und all die scheinbar perfekten Menschen sehe, die sich an noch perfekteren Orten ablichten lassen. Und ich tue das obwohl ich weiss, dass ein bisschen Photoshop nun wirklich keine Kunst ist. Mir ist bewusst, dass sich viele im Bikini posierende Mädels gerne dünner mogeln, ihren Gesichtszügen ein Tuning geben und die Haare verlängern. Und doch: Meine Augen glauben immer zuerst was sie sehen, bevor sich mein Verstand einschaltet und mir sagt: „Hey, das glaubst du doch jetzt nicht wirklich, Anina“.

 

Flüchten wir vor uns selbst?

All das bringt mich zu dem Punkt zu sagen, dass Social Media eben oft alles andere ist als sozial. Vor allem Instagram ist so oft völlig realitätsfremd. Aber hey: Wer bin ich, dass ich darüber urteile? Ich mache da auch mit. Verdiene sogar meine Brötchen damit. Selbst wenn ich es nicht wahrhaben bin: Gewissermassen bin auch ich eine der Figuren dieser inszenierten Scheinwelt. Der grosse Unterschied ist aber, dass ich mich dessen bewusst bin. Nicht erst seit heute. Mir hilft es deswegen, ganz bewusst auch abzuschalten. Am besten gelingt mir das, wenn ich mich mit Menschen umgebe, die mit Social Media nichts am Hut haben und davon auch gar nichts wissen wollen. Glücklicherweise habe ich in meinem Freundeskreis einige dieser immer raren werden Spezies! 😉

Versteht mich nicht falsch. Ich will nichts verteufeln. Instagram hat genau so seine schönen Seiten. Durch die Plattform habe ich ganz viele tolle Leute kennengelernt, die mittlerweile gute Freundinnen geworden sind. Und eben nicht nur Online – im ganz normalen und realen Leben. Und noch immer ist Instagram gleichzeitig auch eine riesige Inspirationsquelle für mich. Ausserdem findet ihr über die Plattform hier zu mir auf den Blog. Es ist nicht alles schlecht. Aber ich habe mich eben dafür entschieden, dass heute einmal die Schattenseiten beleuchtet werden sollen. Denn dass Instagram auch toll ist, das liegt auf der Hand. Sonst würden wir ja nicht Stunden damit verbringen, uns durch unseren Feed zu scrollen, oder?

Die Frage, die sich für mich aber vor allem aber auch stellt ist jene, ob wir uns nicht eben genau in dieser Scheinwelt oftmals wohl fühlen. Klar, einerseits nerven wir uns und regen uns auf, wenn alles mehr Schein als Sein ist. Andererseits gelingt uns dadurch die Flucht vor unseren eigenen Problemen, dem manchmal eben nicht ganz so perfekten Leben. Ausserdem ist es wissenschaftlich erwiesen, dass unser Auge gerne Ästhetik hat. Welche Bilder ankommen und welche nicht ist kein Zufall oder Hexerei. Da gibt es bestimmte Bildausschnitte, Farbe und Kompositionen, die uns gefallen. Das ist berechenbar.

 

Den richtigen Menschen folgen

Ihr ahnt schon, dieser Text ist weder schwarz noch weiss. Es gibt kein richtig oder falsch. Keine Do and Don’ts. Es geht – wie so oft im Leben – um die richtige Balance. Und die muss jeder für sich ganz alleine finden. Mein Tipp an euch: Nicht alles, was glänzt, ist tatsächlich so schön wie es scheint. Glaubt nicht alles, was ihr seht. Und fühlt euch vor allem nicht schlecht dabei. Schaut Instagram als Inspirationsquelle an und freut euch darüber. Und entscheidet euch bewusst auch einmal dazu, Social Media eben nicht zu konsultieren. Und wenn, dann folgt Menschen, die euch inspirieren. Die ehrlich sind mit euch und sich auch selbst einmal den Spiegel vors Gesicht halten. Und vergesst bei all dem nie, wer ihr seid. Denn selbst wenn eure eigenen Bilder nie so perfekt werden und euer Leben alles andere als perfekt scheint: Vielleicht ist es genau das, was euch ausmacht.

9 gesunde Routinen, die mein Leben verändert haben

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Sich ausgewogen zu ernähren und viel Bewegung in den Alltag zu integrieren ist für mich heute selbstverständlich. Das war aber nicht immer so. Heute verrate ich euch deshalb meine 9 Tipps, die mir geholfen haben, konsistent fit und gesund zu werden – und es zu […]

Healthy vegan food guide: Amsterdam

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Ich liebe Amsterdam. Kaum andere andere Stadt versprüht so viel Charme wie die Hauptstadt der Niederlande. Doch nicht nur die malerischen Gässchen und hübschen Häuser haben es mir angetan. Auch die Auswahl an veganen Optionen kann sich sehen lassen. Deshalb habe ich mir gedacht, dass […]

„It’s a Match!“ – eine Liebeserklärung an Tinder

„It’s a Match!“ – eine Liebeserklärung an Tinder

Tinder gilt als die oberflächlichste Dating-App der Welt. Mein Freund Chris ist trotzdem – oder gerade deshalb – eine solche Internetbekanntschaft. Ein ehrlicher Blogpost über unsere nicht sehr romantische Kennenlernstory. Anlass dazu ist unser 3-jähriges Jubiläum.

Im Zug auf dem Weg zur Arbeit, in der Schlange, an der Supermarktkasse oder abends, wenn ich nicht einschlafen konnte: Tinder benutzte ich fast überall. Die Nummer Eins unter den Dating-Apps aus den USA machte Wartezeiten kurzweiliger und unterhielt mich dabei bestens. Das Prinzip ist simpel: Die Applikation zeigt einem hunderte von Fotos von Flirtwilligen an. Gefällt einem das angezeigte Profil, wischt man mit dem Daumen nach rechts. Gefällt es einem nicht, wischt man nach links. „Liken“ sich zwei gegenseitig, entsteht ein „Match“. Erst dann öffnet sich eine Chat-Box und man kann direkt Kontakt aufnehmen.

 

Digitale Aufmerksamkeit

Gedacht habe ich mir bei der Installation der Applikation nicht viel. Ich war weder auf der Suche nach der grossen Liebe, noch wollte ich mit dem Nächstbesten mein Bett für ein kurzes Abenteuer teilen. Viel mehr war es die Neugierde herauszufinden, was tatsächlich hinter dieser allseits gehypten Plattform steckt. Dass das Konzept der Dating-App zu funktionieren scheint, beweisen schliesslich alleine die Zahlen: Jeden Tag melden sich 20.000 neue Nutzer an. 800 Millionen Mal täglich bewerten User sich gegenseitig. 10 Millionen Matches ergeben sich daraus. Unglaublich! Und wenn ich ganz ehrlich bin: In einer Zeit, in der analoge Flirtmethoden selten geworden sind, seit wir beim Gehen, Zugfahren oder wartend an der Ampel in unser Smartphone starren, geniessen wir  – und damit auch ich – diese Art der Aufmerksamkeit nun eben digital. Denn irgendwie ruft doch jeder Match: Da findet dich einer heiß!

Aus wie vielen Matches sich tatsächlich eine Konversation ergibt oder wie oft es irgendwann zu einem realen Treffen kommt, ist aus den von Tinder veröffentlichten Zahlen leider nicht ersichtlich. Geschweige denn, wie viele Menschen sich tatsächlich über Tinder finden und eine ernsthafte Beziehung eingehen. Klar ist nur: Die Medien vermitteln uns vor allem das Bild einer Dating-Plattform, auf der der romantische Aspekt eher zweitrangig ist. Den Partner fürs Leben suchen hier die wenigsten, Spass für eine Nacht hingegen viele, so zumindest der allgemeine Tenor. Diese Meinung adaptierte auch ich. Schliesslich sieht man auf Tinder in 20 Minuten mehr Männer oder Frauen auf seinem Smartphone, als bei einer nächtlichen Bar-Tour durch die Stadt. Die Konkurrenz ist daher gross und die Ablenkung ebenfalls. Dieses Knistern, das die App verspricht – Tinder heisst übersetzt Zünder – kann online nicht lange aufrechterhalten werden. Schnell öffnen sich neue Chatfenster, man schreibt mit mehreren Personen parallel und mit einigen ziemlich rasch gar nicht mehr.

 

Von Spieler-Posern und Prolls mit Babykätzchen

Es war Anfang März 2015, als ich mit diesen Gedanken zum Dating-App im Zug auf dem Weg zur Arbeit sass. Zu diesem Zeitpunkt existierte die Tinder seit knapp zwei Wochen auf dem Handy. Auch an diesem Morgen schob ich die Bilder von fremden Männern zwischen 25 und 30 Jahren von rechts nach links. Die Konsultation der App hatte sich bereits kurz nach der Installation in meinen Tagesablauf integriert. Eine scheinbare Ewigkeit gefiel mir kein einziges der angezeigten Profile. Bin ich wirklich so wählerisch oder melden sich bei Tinder echt nur Männer an, die im realen Leben keine abkriegen?, fragte ich mich selbst und wischte im immer selben Rhythmus die mir angezeigten Männer weg. Unter den Abgelehnten befanden sich Männer mit nacktem Oberkörper, die vor dem Spiegel oder vor protzigen Autos posierten. Oder Typen mit Babies und niedlichen Kätzchen auf dem Arm – ebenfalls ziemlich peinlich. Am schlimmsten fand ich aber eindeutig jene, die mit einer Pulle Bier und roten Augen besoffen in die Linse grinsten und bestenfalls noch eine fremde hübsche, aber ebenso angeheiterte junge Frau umarmten. Geht’s noch unattraktiver?

Als ich mir die Bilder aus lauter Wegwisch-Routine schon fast nicht mehr genauer angesehen hatte, stoppte mein Daumen abrupt. Chris, 26, trug auf seinem Profilbild ein mintgrünes T-Shirt, das seine muskulöse Brust betonte. Gross, blond und sportlich – so hätte man den jungen Mann in drei Worten beschreiben können. Genau so also, wie ich mir meinen Traummann vorstellte, zumindest äusserlich. Trotzdem blieb ich kritisch. „Nichts für schwache Nerven“ hatte er in seine Profilbeschreibung geschrieben. Irgendwie auch blöd, oder?, sagte ich zu mir selbst während ich mich durch seine weiteren Bilder klickte. Ausserdem schaut er arrogant, so mein weiterer Gedanke. Der weiss wohl, dass er gut aussieht, ist also total eingebildet.

 

„It’s a match!“

Dennoch klickte ich weiter, bis ich alle Bilder wirklich von A bis Z kannte. Meine Begeisterung hatte noch immer keinen wirklichen Dämpfer erlitten, obwohl ich der Überzeugung war, gerade das Profil eines arroganten Schönlings zu durchforsten. Kurzerhand sendete ich also einen Screenshot von einem seiner Fotos an meine Mitbewohnerin. Sie hatte ebenfalls Tinder, schon viel länger als ich. Innerhalb von wenigen Sekunden antwortete sie mir: „Was überlegst du noch? Der ist heiss. Zwar nicht mein Typ, aber durchaus heiss.“ Ich gab mir also selbst einen Ruck und wischte schliesslich nach rechts. „It’s a Match!“ blinkte es schon wenig später auf meinem Display. Ich grinste und steckte mein Handy für den Rest der Zugfahrt in die Tasche.

Meinen ersten Freund lernte ich ganz klassisch in der Schule kennen, wir blieben fast fünf Jahre zusammen. Dass ich einen Mann über das Internet kennenlernen und mit ihm genau so glücklich werden würde, schien für mich alleine deshalb schon fremd. Auch in meinem Freundeskreis lernte keiner meiner vergebenen Freundinnen ihren Partner über das Internet kennen. Zumindest würde es keine von ihnen jemals zugeben. Und natürlich habe auch ich ihnen verschwiegen, ein Tinder-Profil zu haben, um den lästigen Fragen aus dem Weg zu gehen. Wirklich viel erhoffte ich mir von der App sowieso nicht. Gefallen haben mir nur die allerwenigsten Männer. Hatte ich dann doch einmal begonnen mit einem von ihnen zu schreiben, so erlosch mein Interesse meistens bereits nach einer kurzen Konversation. Zu plump waren die Anmachen, zu direkt kam der Vorschlag, sich doch einmal zu treffen, und das meist nicht nur auf einen Kaffee. Mit „Hey Baby“ oder „Na du Süsse, was geht bei dir so?“, kriegte mich nun auch der heisseste Typ nicht rum.

Bereits am selben Abend unseres „Matches“ schickte mir Chris eine erste Nachricht. Ich kann mich nicht mehr an den genauen Wortlaut erinnern. Auf jeden Fall muss seine Anmache nicht ganz so schlecht gewesen sein, wie jene von anderen Männern. Ich habe nämlich ziemlich bald darauf geantwortet. Schnell entstand zwischen Chris und mir eine immer länger werdende Konversation. Wir tauschten die Nummern aus. Meine morgendliche Routine, im Zug gelangweilt Profil für Profil wegzuwischen, wich schlagartig dem aufgeregten Tippen von Nachrichten an den unbekannten jungen Mann aus Zürich.

In Sekundenschnelle hatte ich das Smartphone auch bei der Arbeit zur Hand, wenn es vibrierte. Das entging meinen Kollegen bei der Arbeit nicht. „Schreibst du deine Artikel neuerdings gleich auf dem Handy?“ fragten sie mich bald.  Damals arbeitete ich bei einer Tageszeitung. Anstatt mich über die Tagesaktualitäten zu informieren und mir zu überlegen, welches Thema ich für die morgendliche Ausgabe an der Sitzung vorschlagen könnte, drehten sich meine Gedanken um die Worte, die ich Chris antworten würde. Immer wieder ertappte ich mich auch dabei, wie ich blöd grinste, sobald ich eine Nachricht von ihm bekam. Reiss dich zusammen, versuchte ich mir selbst immer wieder einzubläuen. Aber das ziemlich erfolglos.

 

Unser erstes Treffen im realen Leben

Wie naiv muss man sein, sich so viele Gedanken über einen Internetflirt zu machen? Das fragte ich mich jedes Mal, wenn meine Mitbewohnerin mir von einem ihrer Bekanntschaften vorschwärmte und nicht wusste, was und ob sie einem Typen antworten sollte. Ich belächelte das, fand es unsinnig und reine Zeitverschwendung. Klar, ich hatte auch Tinder, aber doch eben nur aus Neugierde und der Zeitvertreibung wegen. Oder?

Bereits nach einer Woche des täglichen Schreibens wollte sich Chris mit mir Treffen. Auf einen Kaffee am Zürichsee. Es war bereits Samstagnachmittag, als er fragte, ob ich am nächsten Tag Zeit hätte. Mein erster Gedanke war: Hilfe! Mein zweiter Gedanke: Juhu! Und mein dritter schliesslich: Was soll ich nur anziehen?! Als ich am nächsten Tag tatsächlich im Zug nach Zürich sass, hatte ich schwitzige Hände. Ich hoffte, die Zugfahrt würde ewig gehen. Ich fühlte mich nicht bereit dazu, auf meine Internetbekanntschaft zu treffen. Aus einer digitalen Beziehung wurde plötzlich Realität. Und eigentlich wollte ich das gar nie. Ich meldete mich nicht auf Tinder an, um Männer kennenzulernen. Wie ironisch das irgendwie klingt, wenn es sich um eine Dating-Plattform handelt.

Die 20 Minuten im Zug verflogen noch schneller, als sie es sonst jeweils taten. Am liebsten hätte ich den Ausruf „Zürich Hauptbahnhof“, der aus den Lautsprechern erklang, überhört und wäre weitergefahren. Doch ich holte tief Luft und versuchte, die Lage zu relativieren. Was konnte ich schon verlieren. Im schlimmsten Fall würde das Date ein Desaster werden und es bei diesem einzigen Treffen bleiben. Vielleicht würden wir uns beide doof finden, dann wäre das auch okay. Während mir all das durch den Kopf ging, hatten mich meine Beine bereits bis zum Treffpunkt in der Bahnhofshalle getragen. Die grosse Uhr über mir zeigte zwei Minuten nach zwei Uhr an. Sollte nicht der Mann auf die Frau warten?, fragte ich mich und zückte mein Smartphone. Im selben Moment vibrierte es. „Sorry, bin etwas zu spät. Bin gleich da!“, schrieb mir Chris. Ich genervt. Sollte ich gleich direkt wieder umkehren? Wer beim ersten Treffen schon zu spät kommt, hält sich doch für besonders wichtig.

Ich schaute mich in der Menschenmasse um, blickte in verschiedene Gesichter und fragte mich, wer von ihnen wohl ebenfalls zu einem ersten Date verabredet war. Zu einem Treffen mit einem Menschen, den man bisher nur vom Schreiben und von Bildern her kannte. Ein Gesicht sagt meist viel mehr über jemanden aus als ein penibel ausgefüllter Fragebogen. Schließlich lesen wir auch sonst Gefühle, Bedürfnisse und Erwartungen unseres Gegenübers an dessen Gesicht ab. Bei Tinder tun wir das auf digitalem Weg: in schnellerer Geschwindigkeit und über Sozial- sowie Geschmacksgrenzen hinweg. Trotzdem können wir uns nicht sicher sein, dass diese Person im realen Leben auch tatsächlich so aussieht wie auf den Bildern. Umso gespannter war ich also, ob mir Chris wirklich so gefallen würde wie auf den Fotos. Und umgekehrt hatte ich natürlich dieselben Fragen: Werde ich ihm überhaupt gefallen? Sehe ich auf meinen Fotos so aus, wie ich aussehe? Denn natürlich präsentiert man sich auf einer Dating-Plattform nur von seiner besten Seite.

Zehn Minuten später tauchte zwischen all den fremden Gesichtern endlich ein mir bekanntes auf. Ein gut aussehender junger Mann eilte mir in grossen Schritten entgegen. Sofort erkannte ich ihn wieder. Chris grinste schon von Weitem. Okay, er sah gut aus, das musste ich mir sofort eingestehen. Und irgendwie so gar nicht arrogant und eingebildet. Meine Enttäuschung über seine Verspätung war bereits da schon wieder verflogen.

Der Nachmittag unseres ersten Treffens verging dann wie im Flug. Es blieb nicht beim ersten Kaffee, es wurden deren drei und erst als es bereits gegen den Abend zuging, verabschiedeten wir uns. Die langen Nachrichten, die wir uns jeweils zugesendet hatten, spiegelten sich in unserer Konversation wieder. Nie entstand diese peinliche Stille, in der man nicht mehr wusste, was man sagen oder fragen sollte. Mir war schon bald klar: Den muss ich unbedingt wiedersehen. Und ich entschied für mich: Tinder werde ich löschen. Nur: Schlecht über die App reden oder es gar als plumpe Single-Plattform zu verschreien werde ich von nun an nicht mehr.

 

Keiner will dazu stehen

Heute – drei Jahre später – ist Chris noch immer mein Freund. Dass wir uns auf Tinder kennengelernt haben, erzählen wir inzwischen ohne das Gefühl zu haben, uns rechtfertigen zu müssen. Und doch haben wir das Gefühl, dass wir eines der wenigen Paare sind, die dazu stehen. Denn noch immer hört man von Tinder und anderen Dating-Plattformen mehr Negatives als anderes. Klar, zu Beginn haben auch wir unseren Eltern eine Notlüge aufgetischt. Einem Wesen der Generation „Digital Immigrants“ zu erklären, dass man seinen Partner über eine Dating-App gefunden hat, ist nicht so einfach. Früher habe ein Mann noch um eine Frau kämpfen, ihr Rosen zuschicken und sie erobern müssen, heisst es dann. Oder: Wieso hast du dich auf so einer Plattform überhaupt angemeldet? Diese Frage ist ja auch durchaus berechtigt, schliesslich habe ich mich das auch immer gefragt, bis ich es selbst getan habe.

Aber auch bei Freunden in unserem Alter fiel es uns nicht immer leicht, bei der vollen Wahrheit zu bleiben. Zu gross sind die Vorurteile, die auch sie gegenüber Dating-Plattformen hegen. Zumindest gegen aussen. Nur: Sich auf eine plausible andere Kennenlernstory zu einigen, ist ebenfalls heikel. Nicht zu rosig aber auch nicht so plump darf sie sein. Und die Details wollen gut abgesprochen werden. Sich dann zu verplappern ist mindestens so peinlich, wie zuzugeben, sich über Tinder kennengelernt zu haben.

Wir haben deshalb entschieden, einfach offen und ehrlich zu sagen, dass wir Internet-Bekanntschaften sind. Denn was ist daran eigentlich verwerflich? Bereits über ein Drittel der Ehepaare finden sich mittlerweile über das Internet. Laut einer aktuellen Studie aus den USA sollen diese Paare sogar glücklicher sein als andere. Schliesslich lernt man sich irgendwann ebenfalls im richtigen Leben kennen. Mit dem Unterschied dass man schon einige Zeit mit seinem potenziellen Partner geschrieben ha und damit bereits einiges an Vorwissen über die andere Person mitbringt. Das ist doch gar nicht so schlecht. So kann es beim ersten Aufeinandertreffen fast unmöglich passieren, dass man sich nichts zu sagen hat. Man kennt bereits Eigenschaften, Hobbys oder lustige Anekdoten des anderen und kann daran anknüpfen.

Ausserdem sind Treue und Ehrlichkeit bis heute die wichtigsten Aspekte einer guten Beziehung. Daran hat auch das Internet nichts geändert. Dass Beziehungen heute kurzlebiger sind, hängt eher mit den veränderten ökonomischen Bedingungen und der gesellschaftlichen Akzeptanz von Trennungen zusammen. Es wird den Menschen heutzutage leichter gemacht, sich zu trennen, wenn sie mit einer Beziehung nicht zufrieden sind. Die finanzielle Absicherung ist gesetzlich besser geregelt und auch die soziale Akzeptanz von Scheidungen in der Gesellschaft erleichtert es, eine unbefriedigende Ehe zu beenden.

 

Algorithmus statt Intuition – ist das falsch?

Fast 80 Prozent der Deutschen sind überzeugt, dass der Traumpartner vorrangig online gesucht wird. Dass man bei der Partnersuche im Internet bereits Vorauswahlen treffen kann, scheint trotzdem so manchem fremd. Ist es aber nicht so, dass wir genau das auch unbewusst im Alltagsleben tun? Wir versuchen doch meist, jemanden zu finden, der zu uns passt. Da spielen Faktoren wie das Alter, die Ausbildung, die Interessen oder auch das Aussehen eine grosse Rolle. Und bei dieser Suche nach dem Passenden hilft uns bei der Suche nach einem Partner im Internet einfach der Algorithmus statt unsere Intuition. Muss das denn zwangsläufig falsch sein?

Ich auf jeden Fall bin froh, Tinder installiert und damit Chris gefunden zu haben. Habe ich vielleicht damals wirklich nicht daran geglaubt, so tatsächlich die grosse Liebe zu finden, so wurde ich eines besseren belehrt. Es ist mir bewusst: Diese Geschichte ist meine eigene und somit nicht für jeden Tinder-Nutzer übertragbar. Aber da draussen gibt es bestimmt noch ganz viele Paare, die sich so oder ähnlich gefunden haben. Nur scheuen sie sich bisher, ihre wirkliche Kennenlernstory zu veröffentlichen. Das ist schade. Es ist an der Zeit, den Negativschlagzeilen Gegensteuer zu bieten, die Tinder und co. als oberflächliche Dating-Plattformen für niveaulose Singles darstellen. Denn der Computer ist plump gesagt so manchmal sogar „schlauer“ als wir selbst. Er berücksichtigt den Beziehungserfolg von Tausenden von Menschen und ich kann sagen: Für mich ist dieser Algorithmus aufgegangen.

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Kann zu viel Gesundes krank machen?

Kann zu viel Gesundes krank machen?

Wenn der „Healthy Lifestyle“ plötzlich zur Sucht wird, kann das krank machen. Psychisch krank. Die Fixierung auf den Verzehr von nur gesunden Lebensmitteln hat sogar einen Namen. Nur kennt ihn bislang noch kaum jemand. Warum? Das Thema „Orthorexie“ wird totgeschwiegen und die Krankheit ist (noch) nicht anerkannt. Lasst uns das heute ändern, sprechen wir darüber. Und ich verrate euch auch, wie ich es schaffe, eine gute Balance zu finden. Denn klar ist: Der Grat zwischen gesund und zu gesund is schmal, sehr schmal.

Ich schwöre auf meine grünen Smoothie Bowls, manche ernähren sich strikt roh und wiederum andere sind Verfechter der Paleo-Diät. Klar ist: Kaum ein anderes Thema ist in den Medien so präsent und bewegt uns so sehr wie das Essen. Jeder hat dabei aber eine ganz eigene Vorstellung davon, was denn nun tatsächlich gesund ist. Ich für mich habe beispielsweise entschieden, auf raffinierten Zucker zu verzichten. Zudem esse ich keine Fertigprodukte, kein Gluten und achte darauf, dass ich jeden Tag genügend Grünzeugs zu mir nehme. Vegane Vollwertkost, so lautet meine Devise.

Das Gefühl, dass mich dieser Lebensstil und/oder meine Ernährungsweise einschränkt, habe ich selten bis nie. Im Gegenteil. So vielseitig wie heute habe ich noch nie gegessen, da bin ich mir sicher. Und schmecken tut es mir auch. Sogar sehr! Trotzdem werde ich ganz oft gefragt, ob mich dieser „Healthy Vegan Lifestyle“ nicht einengt. Dass ich darauf mit nein antworten kann, liegt vermutlich daran, dass ich jeden Tag frisch koche und ich somit immer wieder neue Zutaten kombiniere. Und zugegeben: Ich bin eine ziemlich talentierte Köchin. Mir fällt es deshalb nicht schwer, Gerichte immer wieder neu zu erfinden. Dass sich aber nicht alle Menschen so intensiv mit ihrer Ernährung auseinandersetzen, musste ich zuerst lernen.

 

WER WEISS DENN NOCH, WAS WIRKLICH GESUND IST?

Wenn ich auswärts mit Freunden esse gehe wird mir ganz oft vor Augen geführt. Beziehungsweise sind das dann ganz oft alles Menschen, die sich eben nicht in dieser „Healthy-Food-Blase“ bewegen (zum Gkück). Was für mich selbstverständlich ist, können sie ganz oft gar nicht verstehen oder schütteln nur den Kopf, wenn ich mir die Pizza ohne Käse und mit extra viel Gemüse bestelle. Oder mir eben manchmal auch gar keine Pizza bestelle und lieber was anderes auf der Karte nehme (es gibt eben doch oft schmackhaftere Dinge auf der Karte als Pizza ohne Käse).

Und auch wenn ich mit euch über Instagram Kontakt habe, merke ich immer wieder, dass vieles, was für mich „normal“ geworden ist, für andere eben nicht auf der Hand liegt. Wie man Zucker in Gerichten ersetzen oder weglassen kann, wo es glutenfreie Pasta zu kaufen gibt und wie innert wenigen Minuten ein gesundes Dressing angerührt ist: Für mich alles sonnenklar. Immer wieder muss ich mir dann bewusst werden, dass ich da noch immer die Ausnahme bin. Dass die 500 Foodblogs, denen ich folge, auch nicht die Norm sind. Dass nicht jeder Mensch die Zeit hat, sich intensiv mit seiner Nahrungsaufnahme zu beschäftigen. Und dass das okay ist.

Gleichzeitig merke ich aber eben auch, dass genau jene, die sich bislang eben nicht gross mit ihrer Ernährung auseinandergesetzt haben, gesünder leben wollen. Dieses Wort – G E S U N D – ist in unserem Kopf verankert. Kein Wunder. Tagtäglich berieseln uns die Medien mit Informationen darüber, was denn nun alles gesund sein soll. Es ist wenig erstaunlich, dass wir da am Ende des Tages gar nicht mehr wissen, was wir denn nun essen sollen. Was normal ist, was zu viel. Wenn es mir schon so geht, muss es für andere noch viel schlimmer sein. Denn ich bewege mich in diesen Kreisen, interessiere mich für Ernährung und Gesundheit. Schreibe darüber, teile meine Erfahrungen und Rezepte mit euch. Wenn ich mir also nur vorstelle, wie verwirrend das alles sein muss für all jene, die damit nichts am Hut haben, dann bin auch ich überfordert.

Es könnte jetzt das Bild entstehen, dass ich gesunde Ernährung verteufeln will. Das ist natürlich nicht meine Intention. Das wäre ja irgendwie auch ein grosser Widerspruch. Denn nicht umsonst trägt dieser Blog dem Claim „Healthy Food And Vegan Lifestyle“. Es ist das, was ich tagtäglich predige und das, was ich lebe. Und dazu stehe ich. Für mich gibt es nichts Schöneres, als euch daran teilhaben zu lassen und zu wissen, dass Menschen da draussen dadurch dazu inspiriert werden, auch ein gesünderes Leben zu führen. Und genau weil mir das eben so am Herzen liegt, schreibe ich heute diesen Blogpost. Denn: Was erst einmal total toll klingt und auch super gesund ist für den Körper, kann tatsächlich auch krank machen. Nämlich dann, wenn dieser „Healthy Lifestyle“ plötzlich zur Sucht wird. Wenn es zum Drang wird, sich gesund zu ernähren und Sport zu treiben.

 

ORTHOREXIE – EINE PSYCHISCHE KRANKHEIT

Fachleute sprechen dann von Orthorexie. Noch nie gehört? Nicht verwunderlich, bislang ist Orthorexie auch kein anerkanntes Krankheitsbild. Und eine Defintion dafür zu finden ist ebenfalls schwierig. Orthorexie könnte zusammengefasst werden als die „Fixierung auf den Verzehr von nur gesunden Lebensmitteln“. Und gleichzeitig ist das zu einfach. Denn: Wo sind die da Grenzen? Was ist tatsächlich noch gesund und wo beginnt das Zwanghafte? Kann uns der Drang nach dem gesunden Lebensstil so einschränken, dass die Psyche darunter leidet? Ist Orthorexie dann also eine psychische Krankheit oder woran lässt sie sich erkennen?

Ich bin weder Ärztin, noch will ich mich als Gesundheitsexpertin betiteln. Ich bin eine junge Frau, die sich mit Veganismus und vollwertiger pflanzlicher Ernährung auseinandersetzt. Jeden Tag lerne ich dazu, ich lese viel und sauge darüber auf, was mir nur so zwischen die Finger kommt. Das alles befähigt mich aber natürlich nicht dazu, jemandem zu sagen, was wirklich gesund ist. Oder jemanden zu sagen, dass er/sie unter Orthorexie leidet. Nein, ich teile lediglich mit euch, was meines Erachtens gut ist. Für meinen Körper. Klar: Wir müssen uns nicht darüber streiten, ob Gemüse gesund ist. Aber alles, was weiter ins Detail geht, ist bereits total umstritten. Zu jeder Studie gibt es eine Gegenstudie. Wenn ich also beispielsweise sagen würde, dass Früchte super gut sind, kann ich darauf wetten, dass mir jemand das Gegenteil beweisen will. Auch wenn ich für mich sagen kann, dass vegane Vollwertkost meiner Meinung nach die gesündeste Ernährungsweise ist, dann muss das für eine andere Person nicht auch so sein. Was wir essen, ist eine sehr persönliche Entscheidung. Und wahrscheinlich macht es genau das so schwierig.

 

WIR HABEN UNS VERIRRT!

Ich glaube ja manchmal, wir haben uns verirrt. In einem Dschungel aus unzähligen Superfoods, Healthy Food Guides und Fett-Killer-Rezepten. Wir sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Und doch klammern wir uns an jedem noch so dünnen Ast fest, den wir verlangen können. Schnappen auf, was uns vermeintlich gut tun soll und verlassen uns darauf. Nur an die Wurzel, da wagt sich niemand heran. Denn solange die Blätter satt grün leuchten, scheint sich niemand darum zu scheren, was sich dahinter verbirgt. Was ich damit sagen will: Ein „auf den Körper hören“ ist heuer kaum mehr möglich.

Es ist schwierig. Es ist schwierig, diesen Text zu schreiben und noch schwieriger, dazu Position zu beziehen. Denn wie kann ich mich an ein Thema heranwagen, dass noch ein solch grosses Tabu ist? Ich wage es mit diesem Blogpost trotzdem. Wenn ich versuche, aus meiner Sicht auf die Thematik zu schauen, dann kann das gar nicht falsch sein. Was ich weiss ist nämlich, dass auch ich mich schon dabei erwischt habe, dass gesundes Essen zum Drang wird. Damit will ich nicht sagen, dass ich mir nichts gönne. Zum Glück nicht. Aber ich habe mich auch schon dabei ertappt wie ich mir bei jedem Stück Schokolade mehr überlege, ob das noch gesund ist. Klar: Wer vegan lebt, muss auch gut darauf achten, genügend Nährstoffe zu bekommen. Doch manchmal wäre ein bisschen mehr Gelassenheit sicherlich angebracht. Ich bin selbst immer sehr darauf bedacht, meinem Körper etwas Gutes zu tun. Und vielleicht vergesse ich dabei, dass eben genau etwas Ungesundes mir auch gut tun würde. Vielleicht nicht meinen Zellen, nein. Aber zumindest dem Gemüt. Und gerade weil ich diese Beobachtung schon bei mir selbst mache, bin ich besorgt. Besorgt um die vielen jungen Frauen da draussen, die sich von dem ganzen Wahn um den „Healthy Lifestyle“ noch viel mehr beeinflussen lassen als ich es tue.

Ich kann aus meinem persönlichen Umfeld von vielen Mädels berichten, die von der Magersucht direkt in die nächste Krankheit gestürzt sind. Nämlich in die des „Clean Eatings“. Sie seien jetzt gesund, würden endlich wieder mehr essen, sagen sie. Dass aber dass, was auf ihrem Teller liegt, oftmals nicht mehr ist, als eine weichgekochte Kartoffel und siebentausend Salatblätter, scheint niemand zu bemerken. Das soll kein Angriff sein. Und ich möchte damit niemanden verletzen. Aber dennoch soll hier auch gesagt sein, dass wir da hinschauen müssen. Magersucht – und/oder andere Essstörungen – sind keine Krankheiten, die von heute auf morgen geheilt werden. Schon gar nicht durch ein Übermass an Gesundem.

 

ESSEN SOLL NICHT NUR SATT – SONDERN AUCH SPASS MACHEN

Auch ich lerne also gerade für mich, die richtige Balance zu finden. Weil ich mir genau dessen bewusst bin und weiss, wie schmal der Grat zwischen gesund und zu gesund ist. Ich habe auch eine gewisse Vorbildfunktion und bin ich dessen bewusst. Ja, B A L A N C E – dieses Wort ist nahezu so ausgelutscht wie das Wort G E S U N D. Und doch ist sie eben wichtig. Wie ich das angehe, wollt ihr bestimmt wissen. Nun: Für mich heisst Balance, dass ich kein schlechtes Gewissen habe, wenn ich mir einen veganen Cupcake gönne oder einen Riegel Schokolade (oder eben die ganze Tafel) verdrücke. Und dass ich es auch einmal ruhig angehe und meinem Körper auch vom Sport einmal eine Pause gönne.

Die Dosis macht das Gift und beim Essen ist das nicht anders. In den Smoothie sieben Bananen zu schmeissen ist wohl genauso einseitig wie sich sieben Schokoriegel zu gönnen. Beides ist total okay, zwischendurch. Aber auf lange Sicht ist keine der beiden Optionen wirklich gesund. Es ist am Ende des Tages eben doch die Balance. Und diese legt jeder für sich selbst fest. Klar ist: Wir müssen nicht jeden Ernährungstrend mitmachen. Im Grunde genommen wissen wir doch eigentlich ziemlich genau, was uns guttut. Und wir sollten uns auch nicht schlecht fühlen, wenn wir uns einmal nicht an die – uns sowieso selbst auferlegten – Regeln halten. Essen soll nämlich nicht nur satt und gesund machen, sondern eben auch Spass.

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Oft werde ich gefragt, ob ich überhaupt nasche. Wie viele von euch wissen, verzichte ich ja komplett auf raffinierten Zucker. Hinzu kommt, dass ich mich vegan und glutenfrei ernähre. Damit fallen – wie ihr euch denken könnt – so ziemlich alle abgepackten Snacks raus. Und wahrscheinlich würde ich auch in so mancher Konditorei leer ausgehen. Das heisst aber natürlich noch lange nicht, dass ich nicht auch auf Süsskram stehe. Im Gegenteil: Bei uns zuhause gibt es nämlich immer etwas für den kleinen Hunger zwischendurch und auch zum Kaffee oder nach dem Abendessen gönne ich mir gerne eine kleine Nascherei.

Bliss Balls sind für mich die ideale Lösung. Sie sind schnell gemacht, die Zutaten habe ich immer griffbereit und am allerwichtigsten: Sie schmecken einfach allen. Zudem kann die Basis der Energiekugeln im Handumdrehen erweitert werden. So könnt ihr die Bliss Balls genau auf euren Geschmack abstimmen. Manche mögen es ja eher schokoladig, andere stehen mehr auf fruchtige und erfrischende Desserts. Das ist alles kein Problem.

Heute zeige ich euch also, was ihr für die Grundbasis braucht und wie ihr mit nur jeweils zwei weiteren Zutaten einen super leckeren Snack zaubern könnt. Übrigens: Ihr braucht für diese Rezepte nicht einmal einen Mixer oder einen Food Processor. Besser geht’s nicht. Oder doch? Die Rezepte sind nämlich obendrein auch noch alle vegan, glutenfrei und frei von raffiniertem Zucker!

Nun aber zu den Rezepten…

 

 

Für die Basis jeder Geschmacksrichtung braucht ihr:

  • 120 Gramm Dattelpaste (kann man entweder so kaufen oder selbst machen)
  • 50 Gramm Hirseflocken
  • 10 Gramm Kokosöl
  • 1 Prise Salz

 

Zitrone-Goji:

  • Abrieb einer 1/4 Biozitrone
  • Hand voll Goji-Beeren (halbiert)

 

Vanille-Kokosnuss:

  • 1/2 Bourbon-Vanille Schotte, ausgekratzt
  • Hand voll Kokosflocken (zwischen den Fingern zerkleinern)

 

Erdnussbutter-Schoko:

 

Vorgehensweise:

Diese Bliss Balls sind so einfach zu machen, dass sie gar keine grosse Instruktion brauchen. Ihr könnt einfach alle Zutaten zusammen in eine Schüssel geben – ich empfehle euch, hierbei zuerst den Grundteig zu machen. Danach könnt ihr euch für eine Geschmacksrichtung entscheiden. Wollt ihr direkt alle drei Sorten ausprobieren, dann macht einmal die dreifache Menge des Basisrezepts.

Sobald ihr dann also alle Zutaten beisammen habt, vermengt ihr das Ganze gut mit einem Löffel und knetet den Teig mit kalten aber trockenen Händen durch. Nun müsst ihr die Bliss Balls nur noch schön formen.

Wer will, kann sie natürlich gerne noch verzieren. Ihr könnt sie in Fruchtpulver, gehackten Nüssen oder Kakaopulver wenden. Das bleibt ganz euch überlassen.

Ich freue mich, wenn ihr dieses simple Rezept auch einmal ausprobiert. Verlinkt mich dann doch am besten einfach auf Instagram mit @aniahimsa und markiert mich in eurem Bild. Dann komme ich gerne vorbei und hinterlasse euch einen lieben Kommentar. Natürlich dürft ihr mir auch gerne direkt hier euer Feedback hinterlassen.

Alles Liebe und bis bald,
Anina

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28 Tage vegan – Die Challenge im Februar!

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Oft werde ich gefragt, wie ich es geschafft habe, gänzlich auf tierische Lebensmittel zu verzichten. Und ich antworte eigentlich immer, dass das ein Prozess war. Ehrlich gesagt, war es sogar ein ziemlich langer Weg und die definitive Entscheidung zog sich über zwei Jahre hin. Es gibt durchaus Menschen, die diesen Entschluss aber über Nacht fällen und dann dabei bleiben. Das bewundere ich sehr. Ich habe das übrigens gerade kürzlich bei einer Freundin miterleben dürfen. Sie hatte einen Traum, der sie so wachgerüttelt hat, dass sie danach bis heute nie wieder auch nur ein Stück Käse angerührt hat.

Was ich damit sagen will: Es gibt nicht den einen Weg, wie man vegan wird. Das muss jeder für sich entscheiden und herausfinden, was am Ende des Tages nachhaltiger ist und langfristig Bestand hat. Die einen werden zuerst Vegetarier und lassen die Milchprodukte nach und nach weg. Wiederum manche leben grösstenteils vegan und machen ab und an Ausnahmen. Andere gehen direkt von null auf hundert. Ich sehe mich da irgendwo dazwischen. Wie viele von euch wissen, war ich fast mein ganzes Leben lang Vegetarierin. Vegan zu leben war wurde für mich mit dem Auszug aus dem Elternhaus ein Thema (dazu gibt es hier aber einen ganzen Blogpost). Doch erst etwa ein Jahr später habe ich den richtigen ersten Versuch gewagt, mich rein pflanzlich zu ernähren. Damals mit einer „30-Tage Vegan Challenge“ zu Beginn des neuen Jahres.

Warum erzähle ich euch das? Nun, der Februar eignet sich als kürzester Monat im Jahr bestens dazu, die Idee dieser Challenge wieder aufzugreifen. Darauf gekommen bin ich, als ich die aktuelle Plakatkampagne von „Tier im Fokus“ gesehen habe. Die Organisation ruft dazu auf, sich 28 Tage rein pflanzlich zu ernähren. Da ich selbst schon einmal eine solche Herausforderung bestritten habe und mich jetzt schon länger vegan ernähre, möchte ich euch gerne dazu einladen, diesen Monat einmal auszuprobieren, wie sich das anfühlt.

 

In den 28 Tagen im Februar verrate ich euch also, wie euch die Umstellung am besten gelingt, was ihr für diese Zeit der Umstellung wissen müsst und wie ihr damit gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt und euch selbst tut. Ausserdem ist diese Zeit auch bestens für alle von euch geeignet, die ganz nebenbei ein paar überschüssige Pfunde verlieren möchten.

 

Im kommenden Monat erwarten euch hier auf meinen Blog folgende Themen:

  • Vegane Dips und Saucen
  • Milchersatzprodukte: Was gibt es plus Rezepte
  • Die besten Fleischalternativen und die Proteinfrage
  • B12 – warum ist supplementieren wichtig?
  • 20 Gründe, vegan zu leben
  • Auswärts vegan essen
  • Wie erzähle ich es meinem Umfeld, ohne mich auszugrenzen?

 

Wenn ihr noch mehr Vorschläge habt oder Fragen, die ihr gerne beantwortet hätten, dann lasst mich das unbedingt wissen. Die obigen Vorschläge sind noch nicht in Stein gemeisselt und ich bin da total offen und auch ein wenig auf eure Unterstützung angewiesen!

 

 

Die nackten Zahlen und Fakten

 

Beginnen wir für heute aber vorerst einmal noch mit ein paar nackten Zahlen. Laut Proviande, der Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft, essen die Schweizer im Jahr pro Kopf 50,98 Kilogramm Fleisch. Hinzu kommen 176,6 Eier, 114,7 Kilogramm Milch und Milchprodukte. Im Monat Februar würden in der Schweiz also insgesamt etwa 35’000 Tonnen Fleisch, rund 80’000 Tonnen Milch und Milchprodukte sowie knapp 124 Millionen Eier nicht gegessen werden, wenn alle hierzulande für 28 Tage vegan leben würden. Natürlich ist es unrealistisch, dass die ganze Schweiz auf alle auf tierische Produkte verzichtet. Und sinnvoll wäre das auch nicht: Die Bauern würden auf ihren Produkten sitzen bleiben und die Verteiler müssten diese im März zu Dumpingpreisen wieder loswerden. Somit würde wahrscheinlich mehr Fleisch gegessen werden als zuvor. Aber das ist auch gar nicht der Sinn hinter dieser Challenge: Viel mehr geht es darum, durch diese 28 Tage zu erfahren, wie vielfältig die pflanzenbasierte Ernährung doch ist und wie sich das positiv auf unseren Körper auswirken kann.

 

Das Problem mit den Labels

 

Ich weiss, viele Menschen halten nichts von solchen Labels. Ob jetzt Vegetarier, Flexitarier, Veganer, Paleo. Diese Haltung kann ich gut verstehen. Schliesslich soll der nachhaltige Konsum im Vordergrund stehen. Ins Gewicht fällt, was wir täglich zuhause zu uns nehmen, was wir einkaufen, wo wir das tun und wie oft. Dennoch glaube ich fest daran, dass wenn wir uns einmal wirklich rein pflanzlich ernähren, wir uns besser darauf konzentrieren können, was überhaupt alles möglich ist.

Denn ganz oft essen wir unbewusst sowieso oft vegan. Viele Menschen Veganismus leider noch immer mit Verzicht. Das ist hier aber tatsächlich das falsche Wort. Ich kann heute klar sagen, dass ich so vielseitig noch nie zuvor gegessen habe. Ich experimentiere viel mehr mit frischen Lebensmitteln. Ich koche noch mehr als früher, noch frischer. Und so fühle ich mich auch. Noch nie habe ich mich in meinem Körper so wohl gefühlt, wie ich es tue, seitdem ich vegan lebe.

 

Überschüssige Pfunde loswerden

 

Natürlich kann man auch vegan ziemlich ungesund essen. Da ich selbst aber eine sehr ausgewogene Ernährung habe – sprich nur vollwertige Lebensmittel esse – kann ich grössere Portionen verputzen, als ich das zuvor gekonnt hätte. Das ist ja auch kein Wunder. Wer viel Gemüse und Früchte mit komplexen Kohlenhydraten, pflanzlichen Eiweissen und gesunden Fetten kombiniert, kann nicht viel falsch machen. Die Challenge eignet sich damit auch wunderbar für all jene, die gerne ein paar überschüssige Pfunde loswerden möchten.

 

Der Umwelt zuliebe

 

Ein weiterer und nicht weniger wichtiger Aspekt ist für mich der Umweltgedanke. Ich bin nicht nur vegan geworden aufgrund des Tierleids oder der Gesundheit. Wer pflanzenbasiert isst, schadet unserem Planeten weniger. Fleisch ist schlichtweg ein Umweltkiller. Die Tierwirtschaft, und damit der Konsum tierischer Produkte, ist in hohem Masse für den Klimawandel verantwortlich. Je nach Studie werden ihr bis zu 51 Prozent der gesamten vom Menschen verursachten Treibhausgase zugeschrieben. Und wer jetzt denkt, Soja sei nicht besser: Zu 95% wird Soja als Futtermittel für Nutztiere verwendet verwendet. Nur ca. 2,5% werden tatsächlich als Lebensmittel genutzt.

 

Käse, Milch, Eier und Fleisch: Das sind die Alternativen

 

Wer jetzt Angst hat, nicht ohne Käse, Milch und Fleisch auszukommen, dem sei gesagt: Mittlerweile gibt es für fast alles das passende Alternativprodukt. In jedem Supermarkt findet ihr eine immer grösser werdende Auswahl an pflanzlichen Brotaufstrichen, vegetarischen Plätzchen, veganer Wurst und vieles mehr.  Diese Produkte schmecken oft so authentisch, dass auch Fleischesser keinen Unterschied bemerken und sind erst noch viel gesünder für uns.

Sicher ist es möglich, diese Challenge alleine anzutreten. Einfacher ist es aber, wenn man sich austauschen kann. Auf meinem Blog aniahimsa.com und auf Instagram @aniahimsa werde ich deshalb während aller Tage im Februar immer wieder kleine Hilfeleistungen geben und euch mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wenn ihr euch also dafür entscheidet, dabei zu sein, dann werdet ihr garantiert nicht alleine dastehen.

Übrigens gibt es ab sofort einen Hashtag, der uns während diesem Monat begleiten wird:

 

#letsgovegantogether

 

Also: Wenn auch immer ihr etwas postet, sei es in eurer Story oder auf eurem Kanal, dann könnt ihr mich auf Instagram damit verlinken. So kann ich eure Bilder und Videos finden und sie auch bei mir auf dem Kanal teilen.

So: Nun gibt es eigentlich gar keine Ausreden mehr. Ich bin gespannt, wer sich an das Experiment heranwagt und freue mich, wenn wir uns bald irgendwo sehen, hören oder lesen.

Alles Liebe,
Anina

Pinke Frühstücksgläser (für jede Saison)

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Ich bin kein Wintermensch. Ich liebe die Sonne und all die frischen Produkte, die es zu dieser Jahreszeit gibt. Dazu gehören allen voran die Beeren. Wenn sie Saison haben, könnte ich sie kiloweise verdrücken – und manchmal mache ich das auch. Im Winter jedoch finde […]

11 Zuckeralternativen im Vergleich – welcher Ersatz ist am besten?

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Beim Verarbeiten von Zuckerrüben gehen die Mineralien und Vitamine fast vollständig verloren. Übrig bleiben nur sogenannte leere Kalorien. In meinem ersten Blogpost zum Thema Zucker habe ich euch erzählt, warum ich diesen nicht mehr konsumiere, welche Gesundheitsrisiken Zucker mit sich bringt und welche Vorteile es […]

Frei von Zucker: So lebe ich ohne das süsse Gift

Frei von Zucker: So lebe ich ohne das süsse Gift

 

Warum ist raffinierter Zucker so schlecht für uns?

Und was passiert eigentlich, wenn wir ihn vom Speiseplan streichen?

Wie erkenne ich, wo Zucker drin steckt?

Womit süsse ich denn nun?

Auf diese Fragen gibt es heute Antworten.

 

Er ist überall: In Getränken, Saucen, Brot und erst recht in allen Fertigprodukten. Die Rede ist von raffiniertem Zucker. Längst wird er nicht mehr nur für Süssigkeiten verwendet, wo wir ihn sowieso vermuten. Nein, Zucker befindet sich eben auch in Pasta, in Gemüsebrühe, in Cornflakes, im Balsamico. Wer also auf Zucker verzichten will, kommt nicht drum herum, beim Einkauf erst einmal jede Packung zwei Mal zu überprüfen und das Kleingedruckte zu lesen.

Zucker ganz aus dem Leben zu streichen ist nicht einfach. Das hat schliesslich nie jemand behauptet. Aber es ist machbar. Ich kann euch das aus eigener Erfahrung sagen. Denn ich lebe seit über zwei Jahren zuckerfrei.

„Kein Kuchen, keine Kekse, keine Desserts?“ So ähnlich fallen die Reaktionen jeweils aus, wenn ich verkünde, dass keinen raffinierten Zucker esse. Vegan, glutenintolerant und zuckerfrei. Mir ist natürlich schon klar, dass ich der breiten Masse damit erst einmal ziemlich vor den Kopf stosse. Was die meisten aber nicht wissen: Ich kann genau so Kuchen, Kekse und Desserts essen. Klar: Nicht die gekauften. Die sind ja aber in 99% der Fälle sowieso weder vegan noch glutenfrei. „Wie soll das denn gehen?“, ist dann auch direkt die nächste Frage, die mir jeweils gestellt wird.

Nun, damit ich in Zukunft nur noch auf diesen Blogpost verlinken kann, beantworte ich hier in diesem Text einmal ganz umfassend alle Fragen rund um Zucker. Natürlich nicht nur deswegen, das wäre ja Quatsch! 😉 Meine Intention ist es natürlich auch, damit möglichst viele von euch dazu inspirieren zu können, Zucker ebenfalls öfters wegzulassen oder gar ganz zu streichen. Warum, weshalb und wie: Das kommt jetzt!

 

Die wichtigsten Gründe, warum ich auf Zucker verzichte:

 

1. Erhöhtes Risiko für Diabetes

Zucker steckt, wie obig bereits kurz erwähnt, überall drin. Besonders schockierend: In verpackten Lebensmitteln ist er sogar in 80% der Fälle enthalten. Zucker macht eben nicht nur total süchtig, sondern wirkt sich auch negativ auf unsere Gesundheit aus. Jedes Mal, wenn wir Zucker essen, setzt unsere Bauchspeicheldrüse Insulin frei. Das geschieht, um die Organe dazu anzuregen, Glukose aus dem Blut aufzunehmen. Wenn wir nun also regelmässig diesen Stimulus befrieden, dann sorgt dieser zusammen mit dem hohen Insulin- und Glukosespiegel dafür, dass die Bauchspeicheldrüse mit der Zeit immer weniger Insulin produziert. Das führt zu einer einer Insulinresistenz. Und das ist gleichzeitig ein Vorbote von Diabetes.

 

2. Zerstörte Darmflora

Was viele ausserdem nicht wissen: Zucker ruiniert auch unsere Darmflora. Im Magen züchten wir durch unseren Zuckerkonsum gerne Pilze an. Wenn wir also regelmässig davon essen, dann schaffen wir es, innert wenigen Wochen eine völlig intakte Darmflora zu zerstören. Wer zusätzlich noch Alkohol trinkt und raucht, verstärkt diesen Effekt noch.

 

3. Zucker beeinflusst unser Gehirn

Es gibt Studien, die belegen, dass Zucker unser Gehirn schrumpfen lässt. Wissenschafter vom Londoner University College belegen einen Zusammenhang zwischen dem Zuckerkonsum und der Entstehung psychischer Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen. Übrigens: Besonders bei Männern zeigte sich ein Zusammenhang: Jene, die täglich mehr als 67 Gramm Zucker durch Süssgetränke und Snacks zu sich nahmen, hatten fünf Jahre nach der ersten Befragung ein um 23 Prozent höheres Risiko, an einer mentalen Störung zu erkranken als Probanden, die täglich weniger als 40 Gramm Süsses assen.

4. Stetige Gewichtszunahme

Hinzu kommt, dass die Energie, die wir durch den Zucker aufnehmen, oftmals in Fett umgewandelt und gespeichert wird, weil wir zu viel davon aufnehmen. Dass Zucker längerfristig also zu einer Gewichtszunahme führt, ist nicht vewunderlich.

 

Warum wird immer noch so viel Zucker verwendet?

Diese Antwort ist einfach: Zucker ist eine sehr günstige Zutat. Zudem ist er – neben – Fett ein Geschmacksträger. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, nicht mehr als zehn Prozent des Energiebedarfs mit Zucker zu decken Tatsächlich ist aber 20% dessen, was wir täglich zu uns essen, Zucker. Wenn es nach mir geht, finde ich selbst 10% noch bedenklich. Umso schlimmer noch, dass viele der extrem zuckerhaltigen Produkte in der Werbung vor allem für Kinder empfohlen werden. Denken wir nur einmal an den Fruchtjoghurt oder den Kinderschoko-Riegel. Ersterer wirbt dafür, möglichst viele Früchte zu enthalten. Und im Riegel soll ganz viel gute Calcium drin sein. So ein Quatsch.

Wer heute also informiert sein möchte, wie viel Zucker wo drin steckt, der muss wohl oder übel das Kleingedruckte lesen. Leider gibt es (bis jetzt) keine andere Möglichkeit. Schaut am besten, wie viel Gramm Zucker auf 100 Gramm enthalten ist.

Und ansonsten gilt die Faustregel: Je weiter vorne der Zucker in der Zutatenliste steht, umso mehr davon verbirgt sich im Produkt. Und noch etwas: Wer ganz auf Zucker verzichten will ist am besten damit bedient, sich selbst an den Herd zu stellen. Denn nur so können wir wirklich noch wissen, was in unserem Essen drin steckt.

Was viele nicht wissen: Alle Zutaten, die auf Glucose, Laktose oder Maltose oder schlicht auf „-ose“ enden, weisen ebenfalls auf Zuckerarten hin. Es handelt sich dabei etwa um Fachbegriffe von Traubenzucker, Milchzucker und Malzzucker. Auch alle möglichen Arten von „Sirups“ – wie Glukose- oder Fruktosesirup – deuten auf Zucker hin.

 

 

Was passiert, wenn wir keinen Zucker mehr essen?

Zucker vom Speiseplan zu streichen, hat ganz viele tolle Auswirkungen auf uns. Aus eigener Erfahrung kann ich hier gerne ein paar der signifikantesten Punkte aufzählen.

Wichtig ist hier auch noch zu sagen, dass für die Gesundheit es nicht ausreicht, einfach den Haushaltszucker durch alle Zuckeralternativen zu ersetzen. In einer zuckerfreien Ernährung sollte auch auf Agavendicksaft, Reissirup, etc. verzichtet oder zumindest selten konsumiert werden, da diese genauso „leere Kalorien“ enthalten wie Haushaltszucker.

 

Weniger Heisshunger:

Früher hatte ich ganz oft Heisshunger auf Süssigkeiten. Vor allem auf Schokolade. Tatsächlich haben Forscher herausgefunden, dass wir von bestimmten Lebensmitteln genauso abhängig werden können. Genau so, wie uns Drogen süchtig werden lassen (siehe National Institute on Drug Abuse). Denn es werden durch Drogenkonsum die gleichen Hirnregionen stimuliert, wie wenn wir ungesunde Lebensmittel sehen, riechen und schmecken. Und dazu gehören natürlich vor allem auch zuckerhaltige Dinge.

Wenn wir also aufhören, raffinierten Zucker zu essen, ist das erst einmal wie ein Entzug. Zu Beginn ist es nicht leicht und bestimmt gibt es Tage, an denen man einen Rückfall hat. Mir hat es hier geholfen, auf Alternativen aufzuweichen. Wenn auch immer ich Lust auf etwas Süsses hatte, habe ich zu einem Apfel oder ein paar Datteln gegriffen. So konnte ich den Heisshunger nach und nach besiegen.

 

Mehr Konzentration:

Übermässiger Zuckerkonsum macht uns total träge und schläfrig. Das hängt mit dem Insulinspiegel zusammen, der nach oben schnellt und im Körper Insulin und Tryptophan ausschüttet. Wir fühlen uns zwar zuerst total hyperaktiv, mögt ihr nun denken. Das stimmt. Der Grund ist, dass der Zucker die Energie auf Spitzenwerte treibt, der Blutzucker dann aber rasch unter das notwendige Level sinkt. Essen wir hingegen vollwertige und unverarbeitete Lebensmittel, wird unser Körper mit Antioxidantien, Vitaminen und Proteinen versorgt. Dadurch haben wir mehr Energie für den ganzen Tag.

 

Kreativität in der Küche:

Wer frischt kocht, weiss genau, was drin steckt. Wenn wir also Fertigprodukte weglassen und stattdessen mit frischen Zutaten kochen, werden wir automatisch kreativer.

Ich habe für euch deshalb hier noch einen „zuckerfreien Einkaufszettel“ gemacht, damit ihr euch ein wenig inspirieren könnt:

  • Linsen
  • Vollkornreis
  • Gemüse
  • Nüsse
  • Tofu
  • Hirse
  • Kichererbsen
  • Pflanzenöle
  • Früchte
  • Leinsamen
  • Kokosmilch
  • pflanzliches Joghurt
  • Kräuter
  • Quinoapops oder Sojacrispies (ungesüsst)
  • Kerne
  • Kaffee & Tee

Auf folgende Lebensmittel solltet ihr hingegen möglichst verzichten:

  • Fertigprodukte
  • Agavendicksaft
  • Reissirup
  • Marmeladen
  • Ketchup
  • Brühen
  • Traubenzucker
  • Melasse-Sirup
  • Toastbrot
  • Fruchtjoghurt
  • Softdrinks
  • Fruchtsäfte
  • Fertigmüsli

 

Und was ist jetzt mit Kuchen und Keksen?

Ohne Rezepte für zwischendurch und Naschereien, will ich euch natürlich nicht gehen lassen. Auf meinem Blog gibt es verschiedene süsse Leckereien, die ohne raffinierten Zucker auskommen. Zudem enthalten sie auch weder Gluten noch tierische Zutaten.

Am liebsten verwende ich – und das werde ich eigentlich am meisten gefragt – als natürliche Süssungsmittel Datteln und Feigen. Früchte haben viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe, die ein wichtiger Bestandteil unserer Nahrung.

Ab und an kommt bei mir auch Stevia zum Einsatz. Ebenfalls in meinem Schrank findet ihr Kokosblütenzucker und Xylit. Warum das besser ist raffinierter Zucker und weshalb ihr das trotzdem nur in Massen verwenden solltet, verrate ich euch aber in meinem nächsten Blogbeitrag zu Zuckeralternativen. Lasst mir dazu gerne in einem Kommentar hier eure Fragen da, dann werde ich diese berücksichtigen für den nächsten Text.

Wie wäre es zum Beispiel mit gesunden Süsskartoffel-Brownies oder Zimt-Energie-Kugeln? Natürlich sind auch Smoothies eine tolle Möglichkeit, etwas Süsses zu essen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Ich hoffe, euch mit diesem Blogpost einen ersten Überblick geschaffen zu haben und freue mich, wenn ihr euch dann auch beim zweiten Teil für die Zuckeralternativen wieder auf aniahimsa.com klickt. Wer bis dahin gerne noch mehr über die Zuckerlüge erfahren will, dem kann ich diesen Beitrag hier empfehlen.

Alles Liebe,
Anina

 

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Ich selbst liebe ja Bananen. Da ich aber weiss, dass viele von euch da anderer Meinung sind oder die Früchte nicht gut vertragen, habe ich mich für euch in die Küche gestellt und ein neues Rezept kreiert. Wer mir auf Instagram folgt, wird wissen, dass ich sowieso jeden Tag eine Smoothie Bowl zum Mittagessen zubereite. Übrigens: Das mache ich, weil ich sonst in ein ewiges Nachmittagstief verfalle und überhaupt nicht mehr produktiv bin. Ich bin viel mehr der Abendessen-Typ. Aber ich schweife wieder auf, darum soll es (zumindest heute) nicht gehen.

Viel mehr will ich euch eigentlich gar nicht mehr viel länger auf die Folter spannen. Gleich legen wir mit dem Rezept los. Bis dahin nur noch das: Wer wissen möchte, warum grüne Smoothies denn eigentlich so gesund sind, dem sei mein Blogpost dazu empfohlen. Hier geht’s direkt auf die Seite! 🙂

Lasst uns also nun schauen, was ihr überhaupt alles braucht. Ich verspreche euch, dass ihr dieses Rezept lieben werdet. Der Smoothie ist super cremig und schön süss im Geschmack. Eine super Möglichkeit, den Bedarf an Grünzeug schon morgens (oder in meinem Fall mittags) zu befriedigen.

Ihr braucht:

– 1 gefrorene Kaki
– 1 gekochte und geschälte Süsskartoffel (abgekühlt)
– 250 gr Seidentofu
– 1 Handvoll Babyspinat (frisch)
– Abrieb einer Bio-Zitrone
– Saft einer halben Zitrone
– 1/2 Teelöffel Bourbon Vanille

Optional für extra Vitamine:

– 1/2 Teelöffel Weizengraspulver
– 1/2 Teelöffel Maca Pulver

Ich empfehle euch, zu Beginn der Woche ein paar Süsskartoffeln zu backen (oder dann, wenn ihr den Ofen sowieso schon einmal heiss habt für ein anderes Gericht). So habt ihr keinen unnötigen Stromverbrauch. Tipp: Die Süsskartoffeln müsst ihr nicht schälen. Einfach mit einer Gabel ein paar Mal einstechen vor dem Backen und dann ab damit in den Ofen für ca. 25 Minuten bei 200 Grad. Ich mache die Kartoffeln dann jeweils in ein Glasgefäss und lagere sie ganz (mit Schale), bis ich sie brauche.

 

 

Vorgehensweise:

  1. Ihr nehmt also einmal die Süsskartoffel und mixt diese zusammen mit allen anderen Zutaten im Standmixer bis eine cremige Masse entsteht. Wer das Ganze als Dessert servieren möchte, kann gerne noch etwas Kokosmilch reingeben. Dann wird es noch geschmeidiger. Mir schmeckts aber auch so total gut.
  2. Wenn ich übrigens jeweils noch etwas Gemüse übrig hab (wie zum Beispiel Blumenkohl oder Gurke), dann mache ich das auch gerne noch rein. Wenn ihr aber eher Neulinge im Gebiet der grünen Smoothies seid, dann beginnt einfach mal mit Spinat. Und hey: Auch den könnt ihr natürlich ganz weglassen, schmeckt auch toll (und eigentlich kaum gross anders).
  3. Wie ihr sehen könnt: Ich experimentiere da total gerne rum und adaptiere die Rezepte immer wieder ein wenig neu. Wenn die Kaki Saison dann wieder vorüber ist, werde ich wohl auch wieder umschwenken. Sinn dieses Blogposts war es nämlich auch, euch zu zeigen, dass man durchaus auch ohne Banane und Avocado einen leckeren Smoothie zaubern kann. Lasst mich doch mal wissen, ob ihr nächstes Mal gerne etwas mit Birne und/oder Apfel sehen möchtet? Oder vielleicht mit Roter Beete? Da kann ich euch auch aushelfen, ganz bestimmt. Falls ihr übrigens wissen wollt, warum ich keine Avocado mehr esse, dann könnt ihr euch das gerne hier durchlesen.

Ganz liebe Grüsse aus Zürich und vergesst nicht, mich in euren Kreationen auf Instagram zu verlinken und/oder mir hier einen Kommentar dazulassen.

XX, Anina

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Kaum ist das grosse Schlemmen an Weihnachten vorbei, setzen wir uns die die Vorsätze fürs neue Jahr. Nur das mit dem Einhalten, das ist jedes Mal dasselbe. Zwei Drittel von dem, was wir uns in den Kopf setzen, lassen wir nämlich wieder fallen. Vor allem wenn es um die Bekämpfung des Winterspecks geht. Genau darum soll sich dieser Blogpost für einmal nicht damit befassen, wie das überschüssige Bauchfett am schnellsten wieder verschwindet (und wen das trotzdem interessiert, dem empfehle ich diesen Blogpost hier).

Zu oft dreht sich doch bei unseren Neujahrsvorsätzen alles um den eigenen Mikrokosmos. Wie wäre es aber, wenn wir unsere Vorhaben dieses Jahr dem Klima zugute kommen lassen – und damit dann doch wieder dem Menschen?

Was wir essen, beeinflusst nämlich nicht nur unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und die Figur. Nein: Unsere Ernährungsweise hat auch Auswirkungen auf die Umwelt, die Gesellschaft und das Tierwohl. Mit einer bewussteren Ernährungsweise können wir einen grossen Beitrag leisten. Indem wir gesunde, umweltschonende Lebensmittel wählen, die unter fairen Bedingungen produziert wurden, verkleinern wir automatisch unseren ökologischen Fussabdruck. Zudem fühlt es sich auch einfach besser an, genau zu wissen, woher die Lebensmittel stammen, die auf dem Teller landen.

Wusstet ihr, dass 28 Prozent der Umweltbelastungen in der Schweiz alleine durch die Ernährung verursacht werden? Grund genug, ein paar einfache Alltags- und Einkaufstipps zusammenzufassen, die euch helfen, ökologischer ins neue Jahr zu starten. Ausserdem gibt es neben der Ernährung noch ganz viele weitere kleine Dinge, die grosse Auswirkungen haben. Doch dazu jetzt mehr…

 

1. Weniger wegwerfen

In der Schweiz landet fast ein Drittel des Lebensmittel im Abfall. Und daran sind zum grössten Teil nicht die Detailhändler oder Restaurants schuld, sondern wir. Wir als Konsumenten, die oft zu viel einkaufen und dann Essen wegwerfen. Entweder weil es schlecht wird, wir es im Kühlschrank vergessen oder wir zu viel kochen und keine Lust mehr auf unsere Resten haben. Jede Person wirft durchschnittlich 320 Gramm pro Tag weg. Das entspricht fast einer ganzen Mahlzeit.

Es hilft, sich schon vor dem Einkauf zu überlegen, was man alles braucht. Die gute alte Liste tut hier eben noch immer ihren Zweck. Und sind die Lebensmittel erst einmal zuhause, geht es darum, sie sinnvoll zu lagern. Wer die Produkte so in den Kühlschrank räumt, dass er sie alle auf einen Blick sieht, vermeidet eher, etwas davon wegzuwerfen. Auch die richtigen Dosen helfen, dass angebrochene Lebensmittel schneller verbraucht werden. Tipp: Durch das Aufbewahren in durchsichtigen Tupperwaren oder Gläsern hat man einen besseren Überblick über alles, was sich im Kühlschrank befindet.

Übrigens: Selbst wenn ein Lebensmittel laut Verpackung abgelaufen ist, heisst das noch nicht, dass es nicht mehr geniessbar ist. Das Datum garantiert lediglich, dass das Produkt bis zu diesem Zeitpunkt genau gleich schmeckt, wie zum Zeitpunkt zu dem es abgepackt wurde. Hier gilt also: Lieber einmal daran riechen und kosten. Ein Joghurt zum Beispiel ist auch nach einer Woche über dem Haltbarkeitsdatum noch wunderbar zu geniessen.

 

2. Konsum von tierischen Produkten verringern/weglassen

Ein Gericht mit Fleisch trägt drei Mal mehr Treibhausgase in sich als eine pflanzliche Mahlzeit. Durch die Reduzierung des Fleisch- und Fischkonsums kann also viel für die Umwelt getan werden. Problematisch ist, dass die Hälfte des verfütterten Kraftfutters aus dem Ausland stammt . Für die Schweizer Tierfütterung wird im Ausland eine Ackerfläche benötigt, die etwa genauso gross ist wie die in der Schweiz verfügbare Ackerfläche . Für den grossflächigen Anbau von Soja werden Regenwälder abgeholzt und Kleinbauern von ihrem Land vertrieben.

Wer Bedenken hat, durch weniger Fleischkonsum seinen Eiweisshaushalt nicht decken zu können, dem sei an dieser Stelle empfohlen mehr pflanzliche Proteinquellen wie Tofu, Bohnen und Kichererbsen in die Ernährung zu integrieren. Ausserdem kann ich euch nur ans Herz legen, auch Hanfprodukte zu konsumieren. Warum die besonders gut sind verrate ich euch hier.

 

3. Saisonal und lokal einkaufen

Zu Wissen, woher die Lebensmittel stammen, die auf dem Teller landen, fühlt sich einfach besser an und schmeckt auch so. Ausserdem können dadurch lange Transportwege vermieden werden. Gerade Flugzeugtransporte belasten das Klima stark. Lokale Anbieter zu unterstützen macht hier durchaus Sinn. Auch hier gilt es aber zu beachten, dass die Produkte gerade Saison haben. Regionalität alleine ist nämlich kein Garant für Nachhaltigkeit. Wenn Lebensmittel in geheizten Treibhäusern gezüchtet werden, kann sich das auch negativ auf die Ökobilanz des Produkts auswirken.

 

Kauft regional und saisonal ein.

 

4. Mehr zu Fuss gehen

In einer Zeit, in der wir den Alltag vorwiegend sitzend bestreiten, gehen wir nur noch selten zu Fuss. Gerade der Weg zum Einkaufen ist also ideal dafür, wieder mehr Bewegung in die Tagesroutine zu integrieren. Das spart zudem Benzin und damit unnötige Co2-Belastung. Habt ihr gewusst, dass ihr bei vielen Bauern Gemüse und Früchte auch direkt abholen könnt?

 

5. Tschüss sagen zur Billigmode

Shopping gilt für viele als etabliertes Hobby. Vor allem Kleidung wird zu schnell wieder neu gekauft. Längst gibt es nicht mehr nur vier Saisons. Es scheint, als würde jede Woche ein neuer Trend aufflammen, dem wir alle folgen müssen. Frag dich doch im neuen Jahr bei jedem Kauf, ob du das wirklich brauchst. Und falls die Antwort „Ja“ ist, dann schau dich zuerst um, ob du das Teil nicht auch bei einem fairen und nachhaltigen Label bekommst. 10 Gründe, warum es Sinn macht, faire Mode einzukaufen, gibt es hier in meinem Blogpost zu lesen.

 

6. Nein zu Plastik und ja zu Recycling

Nicht jede Frucht braucht einen extra Plastiksack. Sinnvoller ist es, immer ein Stoffbeutel dabei zu haben. So ist man gewappnet für jeden Einkauf. Zudem spart ihr reichlich an Verpackungen, wenn ihr täglich frisch kocht. Das ist sowieso gesünder. Und falls doch einmal Plastikverpackungen anfallen sollten, achtet darauf, von Grundnahrungsmitteln möglichst grosse Packungen zu kaufen. Denn so spart man sich immerhin die vielen kleinen Verpackungseinheiten.

Habt ihr übrigens gewusst, dass der Bio Onlinehofladen Farmy gänzlich plastikfrei ist? Die «Plastik-Säcke» beispielsweise sind aus Maisstärke und können ganz einfach kompostiert werden. Ausserdem kann das gesamte Verpackungsmaterial bei der nächsten Lieferung einfach wieder mitgegeben werden. Das Verpackungsmaterial wird gesammelt und je nach Möglichkeit wiederverwendet oder recycelt.

Für den Plastik der trotzdem anfällt, gibt es in der Schweiz extra dafür vorgesehene Säcke (siehe Bild unten). So kann Plastik sinnvoll recycelt werden. In anderen Ländern der EU ist es schon länger normal, den Müll zu trennen.

 

Versucht, Plastik zu reduzieren und zu recyceln.

 

Seid ihr bereit?

Versuchen wir also alle, uns im neuen Jahr noch besser darauf zu achten, wie und wo wir einkaufen. Jeder von uns entscheidet von Tag zu Tags aufs Neue, welchen Fussabdruck er/sie auf dem Planeten hinterlässt. Natürlich gelingt das nicht alles direkt auf Anhieb. Nachhaltigkeit hat auch immer etwas mit Verzicht zu tun. Über Nacht ist noch keiner Experte geworden. Aber schon kleine Schritte können in der grossen Menge viel bewirken. Beginnt dort, wo es am wenigsten wehtut und lernt nach und nach, wo ihr einen Beitrag leisten könnt.

Ich wünsche euch allen einen guten – und hoffentlich (noch) nachhaltigeren – Start ins neue Jahr. Alles Liebe, Anina