Balkonien 1×1 für Anfänger: Dein Guide für die eigene heimische Superfood-Oase!

Balkonien 1×1 für Anfänger: Dein Guide für die eigene heimische Superfood-Oase!

Dein Balkon ist noch nicht ready für die Urban Gardening Saison? Kein Problem: Ich stelle euch in diesem Blogpost verschiedene heimische Kräuter, Gemüse und Früchte vor, die ihr bei euch anpflanzen könnt. Keine Angst, kompliziert ist das nicht. Alles, was ihr braucht, ist ein bisschen Balkon und Motivation. Den Rest erledigt dieser Blogpost, der sogar jenen als Guide dienen soll, die alles andere als einen grünen Daumen haben.

*Dieser Beitrag ist in bezahlter Zusammenarbeit mit JardinSuisse entstanden.

Dass ich als selbsternannte Pflanzenkillerin einmal diesen Blogpost verfassen würde, hätte ich auch nie geglaubt. Ihr müsst wissen: Ich habe es schon geschafft habe, die fast durstfreien Kakteen zum Sterben zu zwingen. Nun, hier sind wir also. Ich als die Pflanzenexpertin und ihr seid hier, so nehme ich an, um die „Ich-habe-keinen-grünen-Daumen“-Aussage zu revidieren. Und was soll ich sagen? Ihr seid goldrichtig. Habt keine Angst –  das bisschen Urban Gardening ist so viel einfacher als gedacht. Das kann wirklich jeder, auch DU!

Um aus eurem Balkon eine kleine Superfood-Oase zu zaubern, braucht ihr also keine grossen Vorkenntnisse. Und es kommt noch besser: Ihr braucht dafür auch keine riesige Terrasse. Mein Balkonien-Projekt ist das beste Beispiel dafür. Ich schätze, dass ich gerade einmal drei auf einen Meter zur Verfügung hatte. Ihr werdet staunen, wenn ich euch jetzt erzähle, was bei mir auf dieser Fläche alles wächst und gedeiht. Doch beginnen wir von vorne…

 

Warum heimische Superfoods?

Superfoods sind Lebensmittel, insbesondere Obst und Gemüse, die aufgrund ihres Nährstoffgehaltes einen höheren gesundheitlichen Nutzen als andere Lebensmittel aufweisen. Was erst einmal verlockend klingt, hat einen grossen Nachteil: Die sogenannten „Superfoods“ legen oft weite Wege zurück, bis sie bei uns auf dem Teller landen. Das ist einerseits schlecht für unsere Umwelt und andererseits auch schlichtweg unnötig, weil es ganz viele heimische Lebensmittel gibt, die genauso nährstoff- und vitaminreich sind.

Genau um diese heimischen Superfoods soll es in diesem Beitrag gehen. Ich stelle euch verschiedene Schweizer Pflanzen vor, die ihr bei euch auf dem Balkon anpflanzen könnt. Dabei erkläre ich euch nicht nur, wie sie am besten gedeihen, sondern eben auch, warum sie für eure Gesundheit so wertvoll sind.

 

Das grosse Balkonien 1×1

 

1) Die Beratung: Gärtner in der Region

Jungpflanzen und Samen gibt es inzwischen fast überall. Bevor ihr jetzt aber ziellos losrennt und euch in einem Baumarkt oder der Pflanzenabteilung des Supermarkts eindeckt, möchte ich euch einen guten Rat geben: Lasst euch professionell beraten! 🙂

Für meine „Superfoods“ habe ich die Gärtnerei Meier AG besucht. Dort wurde ich so gut an die Hand genommen, dass ich wirklich das Gefühl hatte, der Aufgabe der Balkonbepflanzung gewachsen zu sein. Urs Eichenberger hat mir Schritt für Schritt erklärt, welche Pflanze welche Pflege braucht und was zu beachten ist.

Um euch die Suche nach einem Gärtner in eurer Region zu erleichtern, findet ihr hier eine Liste mit allen teilnehmenden Gärtnereien, die heimische Superfoodpflanzen anbieten.

 

2) Die Vorbereitung: Was muss der Gärtner wissen?

Am besten macht ihr mehrere Fotos von eurem Balkon und nehmt diese gleich mit zum Gärtner. So habe ich das gemacht. Auf folgende Fragen solltet ihr euch wenn möglich schon eine Antwort überlegen:

– Habt ihr Morgen- oder Abendsonne?

– Ist der Balkon überdacht oder nicht?

– Dürft ihr von eurem Vermieter aus Pflanzkisten über das Balkongeländer hängen?

– Was möchtet ihr unbedingt anpflanzen und wie viel Platz habt ihr dafür?

 

 

 

3) Der Einkauf: Welche heimischen Superfoods gibt es?

Das Sortiment ist riesig: Gemüse, Kräuter, Obst und Beeren warten darauf, von euch gepflanzt und gepflegt zu werden. Wenn ihr euch nicht sicher seid, was auf eurem Balkon, im Garten oder der Terrasse möglich ist, werdet ihr einer der obig genannten Gärtnereien gut beraten.

Ich selbst habe wirklich gestaunt, wie viel auf einer kleinen Fläche möglich ist. Auf meinem Balkon mit Sonne bis am Mittag konnte ich folgende Superfoods pflanzen:

– Petersilie
– Rosmarin
– Oregano
– Minze
– Himbeeren
– Erdbeeren
– Kohlrabi
– Salat

Hätte ich mehr Platz gehabt, hätten es noch ganz viele mehr sein können. Für einige Kandidaten ist es aber auch noch etwas früh. Im Mai möchte ich unbedingt noch Chili und Snackgurken dazu nehmen.

Eine Übersicht über das ganze Sortiment bekommt ihr hier.

 

4) Wieder Zuhause: Wie pflanze ich?

Nun kommen wir zum tollsten Teil der ganzen Sache. Die Jungpflanzen werden gesetzt! Zugegeben: Noch vor einer Woche hätte mich genau diese Aussage irritiert. Aber glaubt mir: Es tut unheimlich gut, einfach einmal wieder etwas mit den Händen zu machen. Dafür lohnt es sich auch, sich schwarze Ränder unter den Fingernägeln zu holen! 😉

Ganz viele Tipps und Tricks zu jeder einzelnen Pflanze findet ihr auf der Seite von superfood-pflanzen.ch. Dort ist immer genau beschrieben, worauf geachtet werden muss.

Ich erkläre euch aber trotzdem kurz und knapp Step by Step, wie ihr eine Jungpflanze in einen Topf setzt. Ihr braucht dazu…

1) Die Erde: Es gibt in der Gärtnerei spezielle Bio-Kräutererde. Das macht euch das Leben leicht und ihr müsst nicht selbst verschiedene Substraten mischen.

2) Das Gefäss: Hier könnt ihr grundsätzlich aussuchen, was euch gefällt. Mir haben optisch die geflochtenen Körbe sehr gut gefallen. Ihr könnt aber auch solche aus Metall, Terra Cotta, usw. aussuchen. Wichtig ist nur, dass sie genug gross sind. Auch hier: In der Gärtnerei werdet ihr gut beraten.

3) Der richtige Zeitpunkt: Ist der Wunschtermin im Kalender erreicht habt ihr alles bereit, kann es losgehen.

– Im Kübel oder Blumenkasten müsst ihr zuerst eine 2-3 Zentimeter hohe Schicht aus Kies über dem Wasserablauf anlegen. Diese Drainage beugt Staunässe zuverlässig vor. Nun könnt ihr den Topf mit Erde füllen (genügend Platz lassen für die Pflanze!).

– Stellt jetzt die eingetopften Kräuter ins Wasser und zieht sie danach vorsichtig aus dem Plastiktopf raus.

Lockert vorsichtig die Wurzeln und gebt die Pflanze in ein mit den Händen gefertigtes Loch in der Erde.

– Jetzt müsst ihr die Pflanze nur noch mit Erde umgeben, andrücken und giessen. Wenn ihr wollt, könnt ihr nun auch euren Bio-Dünger dazu geben.

 

5) Ärger im Beet: Welche Pflanzen passen zusammen? 

Welche Kräuter und Pflanzen gut miteinander auskommen, lässt sich so nicht pauschal sagen. Aber: Einjährige und mehrjährige Pflanzen vertragen sich nicht optimal. Langlebige Kräuterpflanzen wollen nicht jedes Jahr einen neuen Nachbarn haben (eigentlich kann man das gut verstehen, oder?). Die kurzlebigen Arten und Sorten favorisieren hingegen einen jährlichen Standortwechsel.

Zudem solltet ihr bei der Petersilie darauf achten, dass ihr sie alleine pflanzt. Sie bekommt gerne und schnell Läuse. Es wäre schade, wenn sie dann andere Pflanzen auch ansteckt.

 

6) Gut gemeint: Vom Ertrinken und Sonnenbrand.

80% der Pflanzen, die in die Gärtnerei zurück wandern, wurden vom neuen Besitzer ertränkt. Warum? Weil wir es oft zu gut meinen. Giesst eure Pflanzen deshalb lieber einmal weniger als einmal zu viel. 1x giessen pro Wochen reicht vollkommen aus! Sogar Pflanzen, die in der prallen Sonne stehen, können überwässert werden.

Apropos Sonne: Pflanzen können auch einen Sonnenbrand bekommen. Informiere dich deshalb, welche Pflanzen für sonnige Standorte geeignet sind und welche eher nicht.

 

Viel Spass beim Urban Gardening!

Nun bleibt mir eigentlich nur noch, euch viel Freude und Spass zu wünschen. Natürlich freue ich mich, wenn ihr mir eure Fotos vom Balkon dann schickt. Am besten markiert ihr dafür @aniahimsa und @superfoodpflanzen auf Instagram. Ich bin gespannt!

Alles Liebe aus Luzern,
Anina



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