Gut für Umwelt + Gesundheit: Das sind die 50 Lebensmittel der Zukunft! + Rezept

Gut für Umwelt + Gesundheit: Das sind die 50 Lebensmittel der Zukunft! + Rezept

Wenn wir 2050 mehr als neun Milliarden Menschen ernähren wollen, dann können wir nicht so weitermachen, wie bis anhin. Unsere einseitige Ernährung schadet unserer Gesundheit und Umwelt. Das sind die Fakten. Doch was sollen wir in Zukunft dann essen? Ich stelle euch heute die Lebensmittel der Zukunft vor und verrate euch, warum die „Future 50 Foods“ nicht nur uns gut tun, sondern eben auch Mama Erde. Eines sei vorab schon gesagt: Alle Lebensmittel auf der Liste sind vegan.

*Dieser Blogpost ist in bezahlter Zusammenarbeit mit Knorr Deutschland entstanden. Alle Meinungen sind meine eigenen und basieren auf aktuellen Studienergebnissen.

 

Habt ihr euch schon einmal überlegt, wie viele verschiedene Lebensmittel bei euch auf den Teller kommen? Ich wette mit euch: Selbst wenn euer Kühlschrank gefüllt ist mit vielen frischen Zutaten, esst ihr lange nicht so vielseitig und bunt, wie es möglich wäre. Weltweit gesehen, beziehen wir sogar unglaubliche 75 Prozent unserer Nahrung aus nur 12 Pflanzen und fünf Tierarten. Dabei gäbe es bis zu 50.000 essbare Pflanzen, die uns die Natur zur Verfügung stellt. Ihr bekommt jetzt also eine vage Vorstellung davon, wie facettenreich wir unsere Nahrung gestalten könnten.

Es geht aber in diesem Blogpost nicht primär um unser Geschmackserlebnis. Es geht um viel mehr und es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, dass es hier um unser Überleben geht: Wenn wir 2050 mehr als neun Milliarden Menschen ernähren wollen, dann können wir nämlich nicht so weitermachen, wie bis anhin. Monokulturen auf zu engem Raum mit zu viel Gift belasten die Böden, das Wassersystem und die Artenvielfalt diverser Lebewesen. Hinzu kommt, dass wir derzeit so viel tierisches Eiweiss produzieren, wie noch nie. Dazu benötigen wir viele wertvolle Ressourcen, von denen wir aber immer weniger zur Verfügung haben. Die Fleisch-, Milch- und Eierproduktion nimmt 60 Prozent mehr Wasser, Land und Co2 in Anspruch, als der Anbau von pflanzlichen Eiweissquellen. Nachhaltig ist das nicht.

 

Warum rein pflanzlich?

Das sind also die Fakten. Die nackten Zahlen, die so nicht neu sind, hier aber trotzdem erwähnt werden müssen. Denn gerne werden sie unter den Tisch gekehrt. Wenn wir von Nachhaltigkeit reden, diskutieren wir lieber über Transportmittel und den Verkehr. Das hat auch seine Berechtigung, aber – und ich zitiere hier gerne Tony Juniper des WWF UK – «unser Food-System kreiert den grössten Impact auf unsere Umwelt». Deswegen ist es höchste Zeit, dass auch in Punkto Ernährung endlich ein Umdenken stattfindet.

Für mich ist schon länger klar, dass wir nur durch pflanzenbasierte Nahrung eine Zukunft auf diesem Planeten haben. Das ist schliesslich einer der Hauptgründe, weshalb ich vegan lebe. Dass das nicht nur meine vegane Blase (euch mit eingeschlossen) so sieht, zeigt die neuste Studie von Knorr.  Zusammen mit dem WWF und Dr. Adam Drewnowski hat der Grosskonzern eine Studie ausgearbeitet, die sich mit der Frage beschäftigt, wie wir in Zukunft am nachhaltigsten essen können. Das Ergebnis des Reports ist eine Liste mit 50 Nahrungsmittel.

Ich durfte letzten Monat nach Paris reisen und aus erster Hand erfahren, was es mit den Future 50 Foods eigentlich auf sich hat. Und zwar: Alle der präsentierten Lebensmittel sind besonders nährstoffreich und weisen gleichzeitig einen sehr geringen ökologischen Fussabdruck auf. Plus: Alle Lebensmittel auf der Liste sind pflanzlich, erschwinglich und einfach zu beschaffen.

 

Zurecht fragt ihr euch jetzt alle, was denn da nun auf dieser ominösen Liste steht? Nun, das ist kein Geheimnis. Die «Future 50 Foods» beinhalten Gemüse, Früchte, Getreide, Körner, Samen und Nüsse. Sie alle sorgen für die folgenden drei positiven Veränderungen in unserer Ernährung. 1.) Wir nehmen dadurch einerseits mehr Vitamine und Mineralstoffe auf. 2.) Zudem ersetzen pflanzliche Proteinquellen Fleisch, Fisch und Milchprodukte, wodurch die Umwelt geschont wird. 3.) Ausserdem sorgen nährstoffdichtere Kohlenhydrate für mehr Agrodiversität und Nährstoffe.

Die Suche nach diesen nährstoffdichteren Lebensmitteln hat die Forschenden zu alten, teilweise vergessenen Getreidesorten geführt. Denn Kohlenhydrate nur aus Mais, Reis und Weizen zu sich zu nehmen, ist eben nicht nur einseitig, sondern auch schädlich für unsere Umwelt.

 

„Die meisten von uns glauben wahrscheinlich, dass unser Energieverbrauch und die Wahl unserer Transportmittel die schwersten Umweltschäden verursachen. Tatsächlich hat aber unsere Ernährung die grössten Auswirkungen.“
– Dr. Tony Juniper, Executive Director for Advocacy, WWF UK

 

Ausschnitt aus dem Panel in Paris: Sam Kass, Chefkoch des Weissen Hauses für Obama und Pierre Thiam, Co-Founder von Yolélé Foods, diskutieren über die Lebensmittel der Zukunft.

 

Das sind sie – die Lebensmittel der Zukunft!

Algen

Seetang ist zwar inzwischen vielerorts als Zutat von Sushi bekannt, doch trotzdem könnte diese erste Kategorie für viele überraschend sein. Diese für ihren Umami-Geschmack beliebten Meerespflanzen sind wichtig für die Sauerstoffproduktion sowie reich an essenziellen Fettsäuren, sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien.

Bohnen und Hülsenfrüchte

Bei Landwirten sind Hülsenfrüchte beliebt, weil sie Stickstoff umwandeln und damit anderen Nutzpflanzen beim Wachsen helfen. Bei Verbrauchern sind sie beliebt, weil sie nahrhaft und fein sind! Durch ihren hohen Eiweissgehalt, sind Bohnen und Linsen der ideale Fleischersatz.

Kakteen

Sie sind nicht nur beliebte Zimmerpflanzen, sondern auch ein integraler Bestandteil der traditionellen mexikanischen Küche. Kakteen stecken voller Vitamine, Ballaststoffe, Aminosäuren und Antioxidantien. In Salaten und Smoothies sorgen sie für einen Frischekick.

Getreide und Körner

Getreide ist auf der ganzen Welt ein wichtiges Grundnahrungsmittel, doch der globale Fokus auf Reis und Weizen führt zum einen zu einer eingeschränkten Nährstoffaufnahme und wirkt sich zum anderen aufgrund des einseitigen Anbaus auch negativ auf die Umwelt aus. Alte Getreidesorten wie Dinkel oder Fingerhirse sind reich an Mineralien und haben ein nussiges Aroma – sie sind ein hervorragender Ersatz für weissen Reis.

Fruchtgemüse

Fruchtgemüse gehört aus botanischer Sicht eigentlich zum Obst und die bekanntesten Vertreter sind die Tomaten. Orange Tomaten sind übrigens süsser und haben bis zu doppelt so viel Vitamin A wie ihre roten Verwandten. Sie passen gut zu Okraschoten, die auch zum Fruchtgemüse zählen.

Blattgemüse

Die grünen Blätter stecken voller Nährstoffe. Neben Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien bieten sie zahlreiche gesundheitliche VorteileSorten wie Spinat und Grünkohl sind bereits sehr beliebt als Zutat für Salat oder Suppen. Aber probiert auch den knackigen Pak Choi und die pfeffrige Brunnenkresse oder den fast vergessenen Rotkohl.

Pilze

Sie sind wahre Alleskönner: Durch ihre fleischähnliche Konsistenz und ihr herzhaftes Aroma bereichern sie Eintöpfe, Pasta, Pfannengemüse und Saucen.

Nüsse und Samen

Sie werden zwar auf der ganzen Welt als Nahrungsmittel geschätzt, dennoch gibt es zahlreiche wenig beachtete Sorten, deren Verzehr sich besonders positiv auf unsere Ernährung, unsere Umwelt und unsere Geschmacksnerven auswirken. Hanfsamen beispielsweise liefern Eiweiss, Ballaststoffe und Omega-Fettsäuren und machen sich gut in Saucen, Salat oder Backwaren. Sesam gehört auch zu den Samen der Future 50 Foods!

Wurzelgemüse

Das robuste Wurzelgemüse wächst tief unter der Erde und versorgt uns in der kalten Jahreszeit mit Nährstoffen, wenn andere Gemüsesorten nicht erhältlich sind. Die Schwarzwurzel ist eine weniger bekannte Art voller Vitamin E und Eisen, die sich mit ihrem süssen Geschmack (ähnlich der Pastinake) ideal als Beilage eignet.

Sprossen

Es gibt einige bekannte Gemüsesorten, deren Nährstoffgehalt sich verdoppelt oder sogar verdreifacht, wenn man sie vor dem Verzehr keimen lässt. Kichererbsen sind fein und gesund, doch nach der Keimung schmecken sie nussiger und ihr Proteingehalt steigt sogar noch an.

Knollen

Obwohl Knollengemüse wertvolle Energie liefert, nutzen wir längst nicht die enorme Sortenvielfalt, die uns zur Verfügung steht. Wie wäre es statt Kartoffeln einmal mit Yamswurzel?

Wenn ihr euch noch genauer informieren möchtet, welche Lebensmittel genau zu den Future 50 Foods gehören, dann könnt ihr das alles gerne hier in der Studie nachlesen.

 

Mein Future 50 Rezept: Cremige Spinat-Pesto Penne mit Pinienkernen & Chili

Bestimmt habt ihr jetzt Lust bekommen, ein Rezept der Zukunft selbst umzusetzen. Bei dieser Auswahl an Lebensmitteln ist ja mehr als genug Raum für Kreativität, nicht wahr? Ich habe mich natürlich auch schon in die Küche gestellt und etwas Leckeres für euch gezaubert. Mein Superfood? Spinat! 

 

 

Das grüne Blattgemüse wächst rasch und gedeiht auch während der kalten Wintermonate, sodass es das gesamte Jahr über angebaut wird. Die Hauptsaison liegt zwischen März und Mai sowie zwischen September und November.

Spinat ist mit einem sehr hohen Vitamin-, Eisen- und Magnesiumgehalt nicht nur ausserordentlich nahrhaft und gesund, sondern lässt sich auch auf vielfältige Arten zubereiten. Spinat kann sowohl gedünstet, gebraten, gekocht, püriert, blanchiert und gebacken, als auch roh verzehrt werden.

Fun Fact: Während der 1930er Jahre stieg der Spinatkonsum in den USA um 33% an. Die amerikanischen Spinatbauern führten dieses Wachstum auf die Beliebtheit der Comicfigur Popeye zurück.

 

Für das Spinat-Pesto braucht ihr:

  • 400 Gramm Spinat (frisch)
  • 150 Gramm Basilikum (frisch)
  • 100 Gramm Pinienkerne
  • 1 grosse Zehe Knoblauch
  • 4 EL Hefeflocken
  • 3 EL Hanfsamen
  • Saft einer 1/2 Zitrone
  • 4 EL natives Olivenöl
  • 3/4 EL Knorr Chiliflocken
  • Salz & Pfeffer nach Belieben

Und so geht’s:

Alle Zutaten in einem Hochleistungsmixer zu einem Pesto vermengen. Falls ihr keinen Vitamix oder Ähnliches habt, funktioniert das auch wunderbar mit einem Pürierstab. Ich mag das Pesto gerne noch etwas körnig. Natürlich ist es euch überlassen, wie fein ihr die Masse mixen möchtet.

 

Und das sind die weiteren Zutaten:

  • 250 Gramm Penne eurer Wahl (ich verwende am liebsten Pasta aus Linsen oder Vollreis)
  • 2 EL veganer Frischkäse
  • 1,5 EL Tahin (Sesampaste)
  • 150 Gramm schwarze Bohnen, abgetropft
  • Knorr Chiliflocken
  • Salz & Pfeffer
  • etwas Pinienkerne, geröstet

So geht’s:

Kocht die Pasta nach Anleitung und giesst das Wasser ab. Danach gebt ihr 1,5 EL von eurem Pesto in die Pfanne und hebt es vorsichtig unter. Danach kommen Frischkäse, die schwarzen Bohnen sowie das Tahin hinzu. Schmeckt das Ganze mit Salz und Pfeffer ab und garniert das Gericht mit Chiliflocken, frischem Basilikum und gerösteten Pinienkernen. Et voilà: Schon habt ihr ein leckeres und nahrhaftes Pastagericht gezaubert.

Übrigens: Dieses Rezept enthält nicht nur eines der Future 50 Foods. Nein, denn auch Sesam, Nüsse, Bohnen und Hülsenfrüchte gehören dazu. Ein echtes Rezept für die Zukunft also, welches erst noch super lecker schmeckt.

 

Was esst ihr in Zukunft?

Ich hoffe, ich konnte euch mit dem Bericht zu dieser neuen Studie dazu animieren, mehr Vielfalt und Farbe auf den eigenen Teller zu bringen. Vielleicht entdeckt ihr ja neue Lieblinge für euch? Oder ihr findet altbekannte Gemüsesorten auf der Liste, die ihr vielleicht ganz vergessen habt?

Lasst mich doch unbedingt wissen, welches Future 50 Food ihr in Zukunft gerne mehr essen möchtet. Und wenn ihr mein Rezept nachkocht, dann freue ich mich natürlich auch über eure Fotos!

Alles Liebe,
Anina

 



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