Im Magen statt im Müll: 10 praktische Tipps gegen Food-Waste

Im Magen statt im Müll: 10 praktische Tipps gegen Food-Waste

Lebensmittelverschwendung: Ein immer grösser werdendes Problem, auch in der Schweiz. Rund ein Drittel aller produzierten Lebensmittel landen bei uns im Abfall. Am meisten weggeworfen wird im Privathaushalt. 300 Kilogramm Essen wirft jeder Einwohner hierzulande pro Jahr weg. Eine Katastrophe, wenn wir bedenken, dass wir damit knapp werdende Ressourcen wie Wasser, Energieträger und Böden verschwenden und belasten. Doch was können wir tun, um weniger Lebensmittel zu verschwenden? Diese zehn Tipps und Tricks machen es euch möglich, gezielt etwas gegen Food Waste zu unternehmen.

 

1) Bewusst und gezielt einkaufen

 

Wer zu viel Lebensmittel einkauft, wirft tendenziell mehr davon weg. Das Ganze beginnt also mit unserem wöchentlichen Einkauf. Wer plant, was er kochen möchte, ist klar im Vorteil. Es mag altmodisch klingen, doch eine Einkaufsliste hilft euch dabei, gezielt nur Lebensmittel zu kaufen, die ihr braucht. So verhindert ihr Kühlschrankleichen. Auch ist Vorsicht geboten bei Aktionen. Schnell wird ins Regal gegriffen und mitgenommen, was günstig ist. Doch brauchen wir das Produkt wirklich? Und zu guter Letzt: Nie mit leerem Magen einen Supermarkt betreten. Denn dann lacht uns garantiert etwas an, was wir eigentlich gar nicht benötigen und womöglich später nicht im Magen, sondern eben im Müll landet.

 

2) Lebensmittel richtig lagern

Nach dem Einkauf geht es darum, die Lebensmittel so zu lagern, dass sie möglichst lange halten. Frische Produkte werden am besten so angeordnet, dass sie zuvorderst im Kühlschrank liegen. So könnt ihr sie immer gut sehen und sie aufbrauchen, bevor sie schlecht werden. Angebrauchte Waren solltet ihr zudem in Behältern aufbewahren, die durchsichtig sind. Warum? In einer normalen Frischhaltedose vergisst man eben schnell, was da eigentlich drin war.

 

3) Die richtigen Mengen kochen 

Oft sind es die kleinen Reste, die zu Food Waste führen. Zwei Löffel Reis, drei Gabeln Pasta: „Das lohnt sich nicht!“, denken wir dann oft. Deshalb ist es wichtig, vor dem Kochen schon richtig zu portionieren. Eine andere Möglichkeit ist es, direkt mehr zu kochen und so zu wissen, dass man die Resten gleich für eine weitere Mahlzeit zu verwenden kann. Vorkochen kann nämlich auch dabei helfen, seine Menüs besser im Griff zu haben.

 

 

4) Einfrieren statt wegwerfen

Wenn trotz der ganzen Planung und Ordnung einmal etwas zu viel im Einkaufskorb gelandet ist, dann könnt ihr die meisten Lebensmittel gut einfrieren. Das gilt übrigens nicht nur für Brot: Die meisten Esswaren halten über Monate hinweg, wenn man sie ins Gefrierfach gibt.

 

5) Kreative Gerichte kreieren

Welkes Gemüse ist noch lange kein Grund, um damit den Biomüll zu füttern. Wie wäre es stattdessen mit einem leckeren Eintopf, einer schmackhaften Suppe oder einem Gratin? Auch für schrumpeliges Obst gibt es tolle Rezepte. Im Birchermüesli beispielsweise schmecken gerade die reifen Früchte extrem gut. Und auch ein Kompott aus alten Äpfel oder Birnen ist im Nu aufgekocht und braucht nicht mehr Zutaten als das Obst und ein wenig Zimt.

 

6) Geruchsinn über Datum: Wir wissen, was gut ist

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Mindesthaltbarkeitsdatum. Dieses sagt im Grunde genommen gar nichts über den tatsächlichen Zustand des Produktes aus. Das Datum gilt lediglich als Orientierung. Den Augen und der Nase zu vertrauen ist immer besser, als einem Stempel zu glauben. So kann beispielsweise ein Joghurt noch bis zu vier Wochen nach dem Datum bedenkenlos gegessen werden.

 

7) Resteessen einplanen

Wer die ganze Woche über immer ein bisschen zu viel kocht, hat nach ein paar Tagen ein ganzes Sammelsurium an Resten im Kühlschrank. Das muss aber gar nicht schlecht sein: Ein Restessen kann nämlich auch ganz schnell zu einem Festessen werden. Tischt einfach alle übrig gebliebenen Gerichte auf (am besten in Form eines kleinen Buffets) und ihr werdet sehen: Zusammen mit etwas Brot und einem frischen Salat schmeckt das allen hervorragend.

 

 

8) Auf dem Markt einkaufen

Lebensmittelverschwendung passiert zwar zum grössten Teil Zuhause, findet aber eben auch schon bei den Bauern auf dem Feld statt. Ihr könnt ein Zeichen setzen, indem ihr auf dem Markt einkauft Warum? Nun: Ein Grossteil der Frischwaren schafft es gar nie in den Verkauf der Supermärkte, sondern landet im schlimmsten Fall in der Biogasanlage. Die Karotten, Kartoffeln und Äpfel sind dem handel nämlich zu gross, zu klein oder zu krumm. Indem ihr bewusst nicht nur die schönen, sondern auch mal die etwas schiefen Gemüse und Früchte einkauft, tut ihr etwas Gutes.

 

9) Food-Waste unterwegs vermeiden

Auch wenn wir auswärts im Restaurant essen, haben wir die Möglichkeit, ein Zeichen gegen Food-Waste zu setzen. Oftmals sind die Portionen, die aufgetischt werden zu gross und wir essen nicht alles, was auf dem Teller landet. Lasst euch diese Resten beim nächsten Mal doch einfach einpacken.

 

10) Das Portemonnaie schonen

Der letzte Tipp ist zwar kein eigentlich Trick, um Food-Waste zu vermeiden. Allerdings ist es eine Tatsache, dass ihr Geld spart, wenn ihr weniger wegwerfen müsst. Jeder Haushalt in der Schweiz gibt jährlich ungefähr 1000 Franken aus für Essen, das dann weggeworfen wird. Was für eine Verschwendung, oder?

 



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