Gesunde Vanillekipferl – den Guetzli Klassiker neu erfunden (gf, sf, v)

Gesunde Vanillekipferl – den Guetzli Klassiker neu erfunden (gf, sf, v)

Vanillekipferl sind ein traditionelles Weihnachtsgebäck in Form von Kipferl. Hergestellt werden sie herkömmlich aus einem Mürbeteig aus Mehl, Butter, Zucker und geriebenen Mandeln. Bis auf die Mandeln ersetze ich in diesem Rezept aber alles durch eine pflanzliche und gesunde Alternative. Geschmacklich stehen die gesünderen Kekse dem Original übrigens in nichts nach. Im Gegenteil: Sie sind schön vanillig, mürbe und nussig. Eben so, wie wir sie alle lieben.

Bevor ich euch das Rezept verrate, das ich zusammen mit Adelinde von annaandapples.de gezaubert habe – machen wir einen kurzen Exkurs in die Welt der Vanille. Wisst ihr eigentlich, warum die Schoten so teuer sind? Ein Kilo kostet derzeit mehr als 600 Franken und damit mehr als ein Kilo Silber.

Vanilleschoten kommen hauptsächlich aus Madagaskar. 80 Prozent des weltweiten Vanille-Bedarfs wird dadurch gedeckt. Weil dort 2017 ein Zyklon wütete, ist der Vanille-Preis auf mehr als 600 Franken pro Kilogramm gestiegen. Hinzu kommt, dass in den letzten Jahren die Nachfrage nach echter Vanille immer grösser geworden ist.

Der stolze Preis gründet aber auch auf dem arbeitsintensiven Anbau. Sämtliche Blüten der Vanille-Pflanze müssen von Hand bestäubt werden. Nur in Mexiko kommt eine bestimmte Bienenart vor, die das auf natürliche Weise macht. Hinzu kommt, dass das Zeitfenster für die Bestäubung äussert kurz ist. Gelingt es den Bauern in dieser Zeit dann also nicht, die Pflanze zu bestäuben, so fällt die Ernte für ein Jahr aus. Achtet also beim Kauf von Vanilleschoten unbedingt darauf, dass diese bio sind und aus fairem Handel stammen.

Jetzt aber zum Rezept…

 

Ihr braucht (für ca. 40 Kipferl):

  • 100 Gramm geschälte Mandeln
  • 275 Gramm glutenfreie Haferflocken
  • 75 Gramm Xylit (Birkenzucker)
  • 5 Gramm extra Xylit für das Bestäuben
  • 2 Vanilleschoten, ausgekratzt
  • 100 Gramm Kokosöl
  • 5 Gramm Chiamehl
  • 30 Gramm Mandelmilch
  • 2 Prisen Salz

 

Und so geht’s:

  1. In einem ersten Schritt geht es darum, die glutenfreien Haferflocken und die geschälten Mandeln zu mahlen. Dafür gebt ihr die beiden Zutaten in euren Standmixer und vermengt sie, bis eine mehlige und feine Masse erreicht ist (falls ihr keinen Standmixer habt, könnt ihr einfach Hafermehl und bereits gemahlene Mandeln kaufen).
  2. Jetzt kommt euer Nuss-Mehl-Gemisch in eine grosse Schüssel. Gebt den Birkenzucker, das Salz und die ausgekratxten Vanilleschoten dazu. Vermengt alles gut mit einem Löffel.
  3. In einer kleinen Tasse muss nun das Chiamehl mit der Mandelmilch angerührt werden. Das ist der Ei-Ersatz. Wenn ihr kein Chiamehl habt, könnt ihr auch geschrotene Leinsamen verwenden.
  4. Der Eiersatz wird nun ebenfalls in die Schüssel gegeben. Gebt nun auch das Kokosöl dazu (Zimmertemperatur). Verknetet mit euren Händen den Teig so lange, bis eine feste aber doch noch etwas krümelige Masse entsteht.
  5. Formt mit euren Händen gleichmässig grosse Kipferl und legt sie auf ein Blech. Backt die Kekse bei einem auf 180 Grad vorgeheizten Ofen für 10-12 Minuten (bis die Zipfel ganz leicht braun sind).
  6. Lasst die Kipferl gut abkühlen. Erst dann bekommen sie den Zuckerschnee. Den könnt ihr ganz einfach selber machen, indem ihr Xylit in eurem Standmixer kurz auf höchster Stufe mixt.

 

Die Kekse halten in einer luftdichten Dose gut 14 Tage (wahrscheinlich esst ihr sie aber eh vorher, oder)? 😉

Übrigens habe ich für euch bei diesem Rezept sogar die Nährwerte ausgerechnet. 100 Gramm der fertigen Kipferl haben 433 kcal. Damit hat 1 Kipferl knapp 64 Kalorien. Das ist vielleicht nicht viel weniger, als ein herkömmlicher Keks so hat. Aber: Diese Kipferl haben die viel besseren und gesünderen Zutaten, weil sie ohne raffinierten Zucker, Gluten oder tierische Produkte auskommen. Und das beste daran: Ihr könnt sogar den Teig bedenkenlos naschen! 😉

Lasst mich unbedingt wissen, wenn ihr die Kekse nachmacht!

Viel Spass und alles Liebe aus meiner Backstube,
Anina

 



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