Grittibänze Rezept: Mein Hefeteig-Liebling aus der Kindheit veganisiert

Grittibänze Rezept: Mein Hefeteig-Liebling aus der Kindheit veganisiert

Wenn es im Haus nach frisch gebackenen Grittibänzen duftet, werde ich ziemlich nostalgisch! Meine Mama hat die lustigen Männchen früher immer pünktlich zum 6. Dezember gebacken und sie uns Kindern zusammen mit Nüssen und Schokolade in die leeren Kinderstiefel gesteckt. Natürlich dachten wir damals noch, dass der Nikloaus persönlich die luftigen Brote vorbeibringt und waren ganz stolz, die Grittibänzen in der Schule auf dem Pausenhof zu verspeisen. Ohne auch nur einen Krümel davon zu teilen, versteht sich.

Weil ich mir sicher bin, dass ich nicht alleine bin mit dieser Kindheitserinnerung, möchte ich heute mein veganisiertes Rezept mit euch teilen. Wie auch immer ihr sie jetzt nennt: Heinzelmännchen, Weckmännchen, Krampus oder eben doch Grittibänzen – vegan sind die Originalrezepte leider nie.

Die guten News: Es ist mir gelungen, den Teig ganz easy auf vegan zu trimmen und ihr müsst dabei nicht einmal auf die schöne goldgelbe Kruste verzichten, die euch sonst jeweils das Eigelb gezaubert hat. Zudem ist mein Rezept frei von raffiniertem Zucker und kommt ganz ohne Margarine aus.

 

Für den Teig braucht ihr (ergibt ca. 1,5 kg Teig):

  • 1 kg Dinkelmehl (hell)
  • 3/4 EL Salz
  • 1 Würfel Frischhefe (42 Gramm)
  • 2,5 EL Xylit (Birkenzucker)
  • 500 ml Kokosmilch (ich verwende die aus dem grünen Tetrapack, vollfett)
  • 1 gehäufter EL Kokosöl

 

Für die Glasur:

  • 10 EL Kokosmilch
  • 1/4 TL Kurkuma

 

Das perfekte Duo: Der Grittibänz und der Kurkuma Latte. Das Rezept für dieses winterliche Heissgetränk gibt es hier.

 

Anleitung für den Teig:

Gebt das ganze Mehl in eine grosse Schüssel und vermengt es gut mit dem Salz. In einer kleinen Tasse wird nun die frische Hefe zusammen mit dem Xylit verrührt. Ihr werdet sehen: Sobald der „Zucker“ die Hefe umgibt, wird diese flüssig. Am besten funktioniert es, wenn ihr den Hefewürfel mit einer Gabel ein wenig zerdrückt.

Die Kokosmilch wird in einer kleinen Pfanne zusammen mit Kokosöl so lange erwärmt, bis das Gemisch lauwarm ist. Achtung: Das Ganze darf nicht zu heiss sein, sonst kann die Hefe später ihre Wirkung nicht entfalten. Am besten testet ihr die Wärme mit eurem Finger. Könnt ihr ihn gut für ein paar Sekunden baden, hat die Flüssigkeit die ideale Konsistenz.

Bildet mit einem Löffel eine schöne Mulde in euren Teig und giesst vorsichtig zuerst die Kokosmilch mit dem Kokosöl hinein und anschliessend direkt danach die aufgelöste Hefe. Jetzt heisst es kneten. Kneten, kneten und nochmals kneten. Das ist nämlich der wichtigste Teil am ganzen Rezept. Am besten nehmt ihr dazu beide Hände. Stellt euch auf ein kleines Workout ein. Damit die Masse später schön aufgeht, dürft ihr euch rund 15 Minuten austoben (ich übertreibe nicht).

Wenn eure Arme müde sind, dürft ihr euch und dem Teig Ruhe gönnen. Deckt den Hefeteig mit einem warmen feuchten Geschirrtuch ab und stellt ihn so in der Schüssel direkt zur Heizung (Bodenheizung ist auch perfekt). Es dauert nun 1,5 Stunden, bis der Teig soweit ist.

 

Woran erkenne ich, ob der Teig gut aufgegangen ist?

Nach 1,5 Stunden sollte euer Teig so gut aufgegangen sein, dass er kleine Bläschen wirft und einen richtigen runden Bauch gebildet hat, der sich bis zu eurem Tuch hinstreckt. Ist das der Fall, ist der Teig bereit um geformt zu werden.

Schneidet euch mit einem Messer die Teiglinge ab (ihr könnt hier selbst entscheiden wie gross die sein sollen). Beachtet allerdings, dass die Grittibänzen nochmals fast um das doppelte aufgehen im Ofen! Formt eure Männchen (und bitte auch Frauen, ist ja klar), so wie ihr sie gerne mögt.

Ich mache es jeweils so, dass ich zuerst die Beine abtrenne, danach die Hände und zum Schluss forme ich dann Kopf und Details. Lasst euer Kreativität auf jeden Fall freien Lauf!

 

Mit der Ei-Ersatz bestrichen und ab in den Ofen…

Den Eiersatz könnt ihr ganz einfach mit Kurkuma und Kokosmilch nachbilden. Verrührt das Gemisch mit einem Schwingbesen und streicht damit eure Grittibänzen ein. Lasst sie erneut für 15 Minuten auf dem Blech aufgehen und backt sie anschliessend für 15-20 Minuten bei 180 Grad Umluft (je nach Grösse), bis sie aussen knusprig goldig sind und innendrin schön luftig.

Viel Spass beim Ausprobieren, ich freue mich auf euer Feedback!
Eure Anina

 

 



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