In 10 Schritten zu weniger Plastik: Das kannst du im Alltag wirklich tun!

In 10 Schritten zu weniger Plastik: Das kannst du im Alltag wirklich tun!

*Dieser Blogpost ist in Zusammenarbeit mit Held by Ecover entstanden. Alle Meinungen sind meine eigenen.

320.000 Kaffeebecher landen jede Stunde im Müll. Und wir sprechen hier nur von Deutschland. Sowohl auf politischer und wirtschaftlicher Ebene werden allmählich Lösungen forciert – wenn auch nur langsam. Umso mehr sind wir als Verbraucher gefordert! Was aber können wir wirklich tun, um weniger Ressourcen zu verbrauchen und Plastik zu vermeiden?  In diesem Blogpost stelle ich euch meine besten Tipps für den Alltag vor, die ihr ganz einfach tagtäglich umsetzen könnt. Ausserdem verrate ich euch, warum es wichtig ist, dass wir auch in der Küche auf die richtigen Reinigungsprodukte setzen. 

Es bedarf an dieser Stelle keiner schlauen Studien, um euch glaubhaft darstellen zu können, dass wir ein Wegwerfproblem haben. Und wenn wir ehrlich sind, müssen wir uns alle selbst an der Nase nehmen. Denn es ist nicht nur der Coffee To Go. Nein. Es ist auch der Strohhalm, der uns im Lieblingscafé in den frischen Smoothie gesteckt wird oder die Plastiktüte, in die wir den einen Pausenapfel legen (nur um ihn zwei Minuten später sowieso zu essen). Plastik ist omnipräsent und aus unserem Alltag fast nicht mehr wegzudenken. Und so breitet er sich aus, in der Umwelt und im Meer. Bis zu 12 Millionen Tonnen Plastik gelangen laut Greenpeace jedes Jahr in die Ozeane. Trotzdem wird weiterhin fleissig Verpackungsmaterial produziert, das nicht recycelt werden kann. Einmal benutzt und schon wieder weggeworfen.

Vor zwei Jahren machte die EU-Kommission einen Anfang. In immer mehr Geschäften müssen die Kunden extra bezahlen, wenn sie eine Plastiktüte haben wollen. In der Schweiz ist das noch weniger verbreitet, aber immerhin bieten die grossen Supermärkte an der Kasse die Plastiktüten nicht mehr umsonst an. Das zeigt Wirkung: Die Verbraucher verzichten tatsächlich immer mehr auf die unnötigen Extratüten. Und jetzt folgt der nächste Schritt: Die Kommission will auch Einwegplastikgeschirr verbieten. Bislang ist das aber nur ein Vorschlag und es wird wohl dauern, bis die Politik darüber entscheidet. Ob die Schweiz dann auch nachzieht, ist nochmals eine andere Frage.

Das Gute an der Sache ist also, dass nach Lösungen gesucht wird und die Problematik auch auf politischer Ebene behandelt wird. Fatal ist jedoch, dass das lange dauern wird und es eigentlich heute schon zu spät ist, wieder umzukehren. Deswegen sind wir als Konsumenten heute noch mehr gefragt als je zuvor. Wir entscheiden mit unserem Einkauf, was wir unterstützen. Das kann einerseits natürlich bedeuten, auch einmal verzichten zu müssen, zumal viele gesunde und regionale Lebensmittel ebenfalls aufwendig in Plastik verpackt werden. Andererseits – und hier geht es nicht um Verzicht, sondern darum, sich zu informieren – können wir Marken fördern, die heute schon den richtigen Weg gehen.

 

Im Vergleich zu Neukunststoff hat der recycelte Kunststoff der Held by Ecover Flaschen einen um 70% geringeren CO2-Fußabdruck. Der zu 100% recycelte Flaschenkörper ist vollständig transparent und kann problemlos erneut recycelt werden.

 

Flaschen aus recyceltem Plastik

Ich habe mich für diesen Blogpost deshalb mit Held zusammengetan. Die Firma ist seit über 90 Jahren einer der Öko-Pioniere im Bereich Wasch- und Reinigungsmittel. Die Flaschen im Sortiment von Held by Ecover sind derzeit noch aus 75% pflanzenbasiertem und 25 % recyceltem Plastik. Neu sind die Flaschenkörper der Handspülmittel aus 100 % recyceltem Plastik und ebenfalls recycelbar. Held by Ecover plant, bis 2020 alle Flaschenkörper aus 100 % recyceltem Plastik herzustellen. Auch der für die Verpackungen verwendete Karton besteht aus Recycling-Kartonagen. Ausserdem gibt es Nachfüllangebote, was einen Anreiz zur Wiederverwendung der Flaschen schafft. Und auch das ist bei Held übrigens nicht neu. Bereits 1989 führte das Unternehmen 5-Liter-Packungen zum Nachfüllen ein. Und obwohl das Unternehmen schon sehr viel richtig macht, arbeitet Held mit Hochdruck daran, sich selbst noch zu optimieren. In Zukunft sollen deshalb auch alternative Verpackungsmaterialien getestet werden.

Ich habe für euch die neuen Handspülmittel Granatapfel & Feige“ sowie „Aloe & Zitrone“ getestet und sie – wortwörtlich – einmal auf den Kopf gestellt. Die Flaschen stehen nämlich auch kopfüber, sodass auch wirklich der letzte Tropfen noch zum Abwasch benutzt werden kann! 😉 Die Kombi aus Granatapfel und Feige ist eher fruchtig, das andere frisch. Die beiden Produkte überzeugen aber eben nicht nur durch ihren Duft, sondern auch durch ihre nachhaltigen Verpackungslösungen und die natürlichen Inhaltsstoffe. Wie immer bei Held sind die Spülmittel pflanzenbasiert und frei von aggressiven, schwer abbaubaren Chemikalien.

Ausserdem gibt es auch All-in-One Geschirrspültabs von Held. Wusstet ihr, dass ihr sogar Wasser spart, wenn ihr nicht den ganzen Abwasch von Hand macht? Wir nutzen die Handspülmittel deswegen vor allem, um kleinere Dinge wie Trinkflaschen auszuspülen und geben das restliche Geschirr dann in den Geschirrspüler.

Übrigens: Auf Reisen fülle ich mir auch sehr gerne etwas Handwaschmittel ab und nehme es mit. Gerade für Air-Bnb-Wohnungen ist das ideal, weil vor Ort oftmals keines vorhanden ist oder dann eines, welches ich nicht unbedingt verwenden möchte.  In der Schweiz findet ihr die Produkte von Held im Bio-Laden, der Müller-Drogerie, bei Manor, Coop und Volg oder unter grünerleben.ch.

 

 

10 Tipps für den plastikfreien Alltag

Aber jetzt zurück zum Plastik: Um euch zu einem plastikfreierem Leben zu inspirieren, habe ich euch an dieser Stelle nochmals alle wichtigen Punkte zusammengetragen und eine Liste mit 10 Tipps erstellt. Diese sollen euch helfen, im Alltag vermehrt bewusst Plastik zu vermeiden.

 

  1. Auf Plastiktüten für Obst und Gemüse verzichten: Die meisten Frischprodukte können problemlos ohne Tüte in den Einkaufskorb gelegt werden und sind durch ihre Schale schon geschützt. Wenn ihr dennoch Tüten verwenden wollt, dann nehmt einfach eure eigenen Jutebeutel zum Einkauf mit.

 

  1. Frisch kochen statt Fertiggerichte einkaufen: Das spart jede Menge Verpackungsmüll.

 

  1. Plastiktüten ablehnen: Oft wird uns an der Kasse ganz automatisch alles in eine Tüte verpackt. Habt den Mut und lehnt die Tüte dankend ab. Am besten mit dem Verweis darauf, kein Plastik verbrauchen zu wollen.

 

  1. Mehrwegflaschen und Tupperdose einpacken: Wenn ihr wisst, dass ihr viel unterwegs und somit darauf angewiesen seid, auswärts zu essen und zu trinken, dann nehmt euch eigene Behälter mit. Dies gilt für den Kaffee to go und das Take Away Mittagessen. Vielerorts gibt es mittlerweile sogar einen kleinen Rabatt, wenn ihr euer eigenes Geschirr füllen lässt.

 

  1. Beim Bestellen von Getränken aufmerksam sein: Gewöhnt euch an, Getränke schon an der Theke ohne Strohhalm zu bestellen. Es sind gerade diese kleinen Entscheidungen und Rückmeldungen, die den Unterschied machen.

 

  1. Produkte mit Mikroplastik vermeiden: Plastik steckt auch oft in Produkten, in denen wir es nicht erwarten würden (Hygieneartikel, Cremes, Lotions, Putzmittel, etc.). Unterstützt hier Marken, von denen ihr wisst, dass sie ihr Bestes tun, um einen Unterschied zu machen (zum Beispiel Putz- und Waschmittel von Held).
    Wusstet ihr, dass es am ökologischsten ist, das Geschirr im Geschirrspüler zu waschen?

     

  2. Etiketten checken: Ein Blick auf die Inhaltsstoffe kann zeigen, ob in einem Produkt Mikroplastik enthalten ist. Angezeigt wird es durch die Inhaltsstoffe Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyamid (PA) oder Polyethylenterephtalat (PET).

 

  1. Wiederverwenden: Plastikprodukte, die wir bereits besitzen, sollten wir so lange wie möglich verwenden, reparieren und wenn möglich upcyceln (beispielsweise könnt ihr die Seife von Held teils in Bioläden und Drogerien wieder nachfüllen).

 

  1. Ökologische Reinigungsmittel: Im Gegensatz zu anderen Reinigungsmitteln enthalten die Produkte von Held Inhaltsstoffe auf pflanzlicher und mineralischer Basis und eben auch keinen Mikroplastik.

 

  1. Selbst aktiv werden: Einfach einmal nach Alternativen fragen. Es stört euch, dass ihr euren Smoothie immer mit Plastikstrohhalm bekommt? Oder ihr fragt euch, warum eure Bio-Gurke mit Plastik umhüllt ist? Wehrt euch. Je mehr Rückmeldungen die Anbieter bekommen, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich etwas ändert. Ausserdem gibt es eine tolle Petition in der Schweiz, die ihr unterschreiben könnt.

Verrate mir deinen Tipp und gewinne ein Held-Produkteset

 

Ich hoffe, dass ich euch durch diesen Blogpost zu einem noch plastikfreieren Leben inspirieren konnte. Vielleicht habt ihr noch weitere Tipps, wie man im Alltag noch mehr auf Plastik verzichten kann? Schreibt mir gerne einen Kommentar mit eurer Idee und nehmt damit auch gleichzeitig an meiner Verlosung teil. Ihr könnt nämlich eines von fünf Held-Produktsets gewinnen. Dieses besteht jeweils aus dem Hand-Spülmittel Granatapfel &

Feige, dem Hand-Spülmittel Zitrone & Aloe Vera und den AIl-in-One-Spülmaschinen-Tabs von Held. Mehr Infos zu den Produkten findet ihr hier.

 

Alles Liebe aus Zürich,

Anina



18 thoughts on “In 10 Schritten zu weniger Plastik: Das kannst du im Alltag wirklich tun!”

  • Plastik ist wirklich ein grosses & wichtiges Thema – toll geschriebener Artikel!
    Über den letzten Tipp habe ich noch gar nie nachgedacht, danke dafür! Werde das Ladenpersonal bei meinem nächsten Einkauf darauf ansprechen.
    Ich selbst kaufe meistens am Markt ein, weil ich da arbeite. Unsere Produkte sind glücklicherweise nicht in Plastik eingeschweisst und unsere Kunden bringen häufig ihre eigenen Säckchen mit. Zudem koche ich mein Mittagessen immer vor und nehme es in Tupperware’s mit. So kann ich auf die in Plastik verpackten Salate und Sandwiches verzichten von Coop / Migros usw. .
    Guten Wochenstart!

  • Super Artikel! Ich werde auch immer wütend, wenn ich einkaufen gehe und all das verpackte Gemüse sehe.
    Ich habe einige Artikel beim Foifi in Zürich und Bare Ware in Winterthur gefunden, die meinen Plastikverbrauch und Konsum allgemein minimieren: ein wiederverwendbares Silikon-Backpapier, Kosmetikpads aus Kunstleder, wiederauffüllbarer Deo, Bambuszahnbürste, … und alle Lebensmittel, die lange haltbar sind, kaufe ich in grossen Mengen unverpackt in ebendiesen Geschäften.
    Ich bin so froh, dass wir heute die Möglichkeit haben, mehr auf die Unwelt zu achten. Ist halt schon eher ein Wohlstandsproblem…

  • Ich ärgere mich über die vielen Plastikverpackungen bei Obst und Gemüse in den Supermärkten wie Coop und Migros. AUffallend ist, dass oft das BIO Gemüse so verpackt ist. Daher spare ich da und kaufe, was unverpackt ist! Oder auf dem Wochenmarkt.

  • Super toll, dass du darauf aufmerksam machst. Im Moment mache ich gerade bei der Plasticfree-July-Challenge mit und lasse so viel Plastik wie nur möglich weg. Gurken werden übrigens wegen der Haltbarkeit in Plastik verpackt, hat dariadaria mal nachgefragt. Ich selbst habe mir gerade bei Lush Furoshiki gekauft, bunte Tücher aus recycelten Plastikflaschen, die man zu verschiedenen Tragetaschen knoten, aber auch als Geschenktuch verwenden oder als stylishes Stirnband verwenden kann.

    • Liebe Fabienne, du hast eines von 5 Produktesets von Held by Ecover gewonnen. Bitte melde dich doch bei mir unter aniahimsa@gmx.ch mit deiner Anschrift. Dann kann ich dir dein Geschenk zukommen lassen! Liebe Grüsse, Anina

  • Bei mir steht die Abfalltrennung dabei auch an einer sehr bedeutenden Stelle. Je besser ich trenne desto sauberer und in größeren Mengen kann der Abfall als Seku därrohstoff energie- und damit umweltschonend wiederverwendet werden. Auch kommt bei mir in den Biomüll nur was 100% abbaubar ist. Zudem kommt Glas bei mir ganz klar vor Kunststoff! Es ist super zu recyceln und das auch schon im eigenen Haushalt und zudem werden keine Krebserregenden Stoff an mein Essen und damit meinen Körper weitergegeben.

  • Zum einkaufen nehme ich immer meine eigenen Stofftaschen mit und verwende wiederverwendbare Beutel für das Gemüse und die Früchte. Neu habe ich eine Bambuszahnbürste und Waschmittel und Putzmittel verwende ich schon lange ökologische Marken. Auch neue Chromstahltrinkhalme habe ich mir gekauft damit ich keine Plastikstrohhalme mehr verwende.

  • Ein sehr wichtiges präsentes Thema! Ich bin da sehr sensibel inzwischen und weise auch mein Umfeld sanft auf die Verwendung bzw. Vermeidung von Plastik hin … Es gibt inzwischen tolle Alternativen/ wenn noch viel zu wenig! Ein kleiner Schritt kann großes bewirken- wenn alle zusammenhalten, werden den Unternemen nichts übrig bleiben als radikal umzudenken. Weiter so liebe Anina 💞

  • Anina mein Schatz, das ist so ein wichtiges Thema und Du hast soo schön übersichtlich und verständlich für uns aufgearbeitet! Ein Thema was wirklich jeden auf unserem Planeten etwas angeht und wo auch kleine Handlungen in der Masse schon viel bewirken können. Den letzten Tipp hab ich selbst noch nie so ausprobiert beziehungsweise noch nie den Mumm gehabt, in einem Café wirklich mal nachzufragen, warum es keine nachhaltigen Strohhalme anbietet. Das muss ich unbedingt mal machen, wenn mir so etwas das nächste Mal auffällt!

    Auf jeden Fall ein richtig toller Beitrag!! Danke, dass Du dich für solche Themen stark machst :-*

    PS. Beim Micro Plastik schau ich immer ganz gerne in diesen Ratgeber rein, wenn ich bei einem Produkt nicht sicher bin, ob es die Partikel enthält:
    https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/meere/meere_mikroplastik_einkaufsfuehrer.pdf

  • Ein wichtiges Thema! Ich würde mich riesig über ein Paket von Held freuen.
    Für Take-Away-Essen habe ich meist mein Besteck dabei, damit ich keine Plastikgabeln nehmen muss. Auch zum Einpacken von Lebensmitteln gibt es Alternativen zur Folie: wiederverwendbare Silikondeckel für Schüsseln und Wachstücher.

  • So gut geschrieben liebe Anina! Ich achte auch viel darauf, dass ich weniger Plastik verwende, aber es ist echt schwer. Vor allem, wenn man Obst und Gemüse nicht beim Bioläden kauft. Tüten nehme ich seit lange nicht mehr an. Ich trinke To-go eh nie, einen Metall Strohhalm habe ich auch zu Hause. Wir benutzen Waschnüsse und ökologische Waschmittel, Weichspüler selten, aber das ist auch ökologisch. Die Marke Ecover kenne ich schon, habe von denen mal Spülmittel und Weichspüler benutzt.

  • Sehr aktuelles Thema vor allem auch am World Overshootday. Find ich super, dass du auch Mikroplastik aufgegriffen hast. Ich selbst achte beim Kauf von Kosmetika darauf kein Mikroplastik zu holen.
    Außerdem nehme ich mein Pausenbrot und meine Suppen immer in Dosen oder Gläsern mit. Unterwegs lasse ich mir das Essen meist direkt auf die Hand geben. Wenn mich der Kaffeedurst einholt und ich keinen wiederverwendbar To-go Becher parat habe, lasse ich wenigstens den Plastikdeckel weg… damit sieht man eh wie eine Schnabelente aus :D. Zum Einkaufen benutze ich immer Stoffbeutel, sei es für Lebensmittel, Bücher oder Kleidung. Viele Grüße 🙂

  • Toller Artikel. DANKE 🙏🏼

    Gibt es tatsächlich 100% recycelbaren Plastik? Ich dachte, ganz kleine Bestandteile bleiben immer zurück. Aber ich bin total unwissend bei diesem Thema. 🙂 Aber wenn es das gibt, ist da ja toll. Nur schade, dass da nicht mehr (Getränke)Firmen mitmachen.

    Liebe Grüsse

    Franziska

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