Regional statt global: So findet ihr Hofläden in eurer Umgebung

Regional statt global: So findet ihr Hofläden in eurer Umgebung

Nachhaltigkeit ist das Wort der Stunde und boomt wie nie zuvor: Umweltfreundlich, fair, regional und saisonal sollen unsere Produkte sein – am besten alles zusammen. Ist das öko? Nein, längst nicht mehr. Im Gegenteil: Nachhaltig zu leben ist ein Lifestyle geworden. Aber wie können wir als Konsument am besten unseren Beitrag dazu leisten? Und wie finde ich heraus, welche Bauern in meiner Umgebung direkt ab Hof verkaufen? Das alles verrate ich euch in diesem Blogpost. 

*Dieser Beitrag ist in bezahlter Zusammenarbeit mit vomhof.ch entstanden.

Unsere Ernährung verursacht einen Drittel der persönlichen Umweltbelastungen. Jedes Nahrungsmittel, das wir konsumieren, verbraucht über seinen Lebensweg etliche Ressourcen. Das beginnt schon beim Anbau und geht weiter über die Verarbeitung und den Transport. In all diesen Schritten werden Schadstoffe freigesetzt, die unserem Klima schaden. Wer sich also möglichst umweltfreundlich ernähren will, setzt auf frische Produkte aus der Region, die gerade Saison haben. Zudem gilt: Je weniger Fleisch die eigene Ernährung enthält, desto nachhaltiger ist sie.

 

Schifftransport, Gewächshaus oder Flugzeug?

Wer mehr Gemüse und Früchte ist und immer mehr auf Fleisch verzichtet, tut damit also nicht nur seiner Gesundheit etwas Gutes. Aber auch hier gilt es, lieber zwei Mal hinzuschauen. Denn oftmals kommen auch solche Produkte, die bei uns gerade Saison haben, eben doch von weiter her. Alles, was mit dem Flugzeug zu uns transportiert werden muss, hat eine deutlich schlechtere Co2-Bilanz. Besser sieht es bei Schifftransporten aus, wobei natürlich auch sie die Umwelt belasten. Und teilweise ist es eben auch nicht unbedingt besser, wenn wir Produkte von unseren Nachbarländern beziehen. Diese haben zwar keine allzu weiten Wege zu uns gemacht, sind aber häufig in Gewächshäusern gezogen worden, die auch wieder enorm viel Energie verbrauchen. Ihr könnt schon sehen: So einfach, wie es zuerst scheint, ist es nicht. Wir als Konsumenten sind gefragt, besser hinzuschauen und unser eigenes Konsumverhalten zu hinterfragen.

 

Direkt ab Hof einkaufen

Am nachhaltigsten ist es also, regionale und saisonale Produkte einzukaufen und auf lokale Produzenten zu setzen. In den Supermärkten gibt es dafür inzwischen ebenfalls Siegel, die klar ausweisen, dass zum Beispiel ein Kopfsalat vom Bauern aus der Region kommt. Wenn ihr die Produkte aber noch frischer einkaufen möchtet, dann kann ich euch die Seite vomhof.ch empfehlen (das Ganze gibt es auch als App für alle Smartphones).

Immer mehr Bauern verkaufen ihre Produkte selber an die Endkunden. Das gibt zwar mehr Arbeit für die Landwirte, ist aber auch lukrativer.  Laut dem Schweizer Bauernverband (SBV) verkaufen inzwischen weit mehr als 11.000 Bauern zumindest einen Teil ihrer Produkte im eigenen Hofladen oder auf dem Markt.

Über diese Plattform findet ihr in der Schweiz direkt alle eingetragenen Hofläden in eurer Umgebung. Übrigens: Falls ihr einen Bauern kennt, der direkt ab Hof verkauft aber noch nicht registriert ist, dann macht ihn einfach darauf aufmerksam. Vomhof.ch ist für kostenlos und hilft sowohl dem Kunden als auch dem Bauern selbst.

Wie funktioniert das Ganze also? Ganz einfach: Ihr gebt lediglich eure Postleitzahl und den Umkreis eurer Wahl ein und siehe da: Schon seht ihr auf einer Karte, wo ihr eure Frischprodukte beziehen könnt. Gerade für frische Beeren im Sommer ist das ein Traum. Davon durfte ich mich selbst überzeugen, als ich kürzlich auf dem Schlatthof in Herrliberg mit auf Beerenernte war (das Video dazu gibt es übrigens hier auf buuretv.ch).

Die Karte auf vomhof.ch zeigt dir dann, wo sich die nächsten Hofläden befinden.

 

Natürlich findet man beim Bauern in der Nähe nie alle Produkte, die man braucht. Aber Hofläden sind eine tolle Ergänzung zum vielfältigen Angebot im Supermarkt. Zudem könnt ihr dadurch auch wieder alte oder vergessen gegangene Sorten entdecken, die nur noch die Grossmütter kennen. Das ist nicht nur geschmacklich interessant, sondern bringt eben auch ganz viel neue Kreativität in die Küche.

Nachhaltiger leben heisst also nicht immer nur Verzicht. Gerade in diesem Fall heisst bewusster Konsum viel eher Genuss und Freude am Entdecken neuer Produkte. Traut euch also ruhig, euch selbst wieder einmal auf einen Hof zu begeben. Und wisst ihr was? Vielleicht findet ihr ja sogar einen Hofladen, der so nah ist, dass ihr da zu Fuss hingehen könnt. Dann könnt ihr euer Auto – aka die Co2-Schleuder – gleich auch stehen lassen und tut euer Gesundheit und der Umwelt was Gutes, wenn ihr alternativ dahin geht oder euch auf den Sattel des Drahtesels schwingt! 🙂

Wenn ihr sehen möchtet, wie ich mich als fleissige Helferin auf dem Erdbeerfeld auf dem Hof Schlattgut in Herrliberg geschlagen habe, dann schaut euch unbedingt das tolle Video an, dass für buuretv.ch entstanden ist. Hier geht es direkt zum Film. Zuerst habe ich Bauer Domenik bei der Erdbeerernte geholfen und dann zusammen mit seiner Freundin nach dem Rezept des Hofes Marmelade eingekocht. Diese wird jetzt im Hofladen verkauft! 🙂

 

 



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