Sommer im Norden: 5 Tage in Malmö, Schweden

Sommer im Norden: 5 Tage in Malmö, Schweden

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*Dieser Blogpost ist gesponsert von Malmö Town.

Kreischende Möwen über den Dächern Malmös läuten den Tag ein. Nur wenige Stunden waren sie verstummt, sind die Sommernächte hier im Norden doch um einiges kürzer. Ich streife mir ein Shirt über und schlüpfe in die Sporthose. Einen morgendlichen Lauf an der Küste will ich mir nicht entgehen lassen. Kaum aus der Tür raus steigt mir schon die kühle Meeresbrise in die Nase und umfasst zeitgleich auch mein Haar. Die Luft ist salzig und frisch. Der Norden: Eine mir bislang noch so unbekannte Gegend Europas. Ich laufe los, immer in Richtung blaue Unendlichkeit. Und finde sie, nur ein paar Minuten von unserem Apartment entfernt. Einmal am Turning Torso – dem unübersehbaren Wahrzeichen der Stadt – vorbei, und schon herrscht Meeresrauschen statt Autobahn. Sand statt Beton. Hier gehöre ich hin. Zumindest für ganze fünf Tage.

 

Hier wird Nachhaltigkeit gross geschrieben

Die kleine Stadt unweit von Kopenhagen hat gerade einmal 328,000 Einwohner. Das sind weniger als in Zürich. Und trotzdem ist Malmö die drittgrösste City in Schweden und die wohl grünste von allen. Sie ist nicht nur von vielen Parks durchzogen, sondern auch eine Stadt, in der Nachhaltigkeit ganz gross geschrieben wird. Um all die schmucken Plätze, Restaurants und Brunch-Oasen zu entdecken, schwingt ihr euch deshalb am besten auf den Drahtesel.

Mit 500 Kilometern Radweg ist Malmö nämlich eine wirkliche Fahrradstadt. Jede vierte Fahrt geschieht hier auf zwei statt vier Rädern, Tendenz steigend. Touristen können an über 50 Stationen in der Stadt ein Rad ausleihen. Und wer wie wir im Ohboy Hotell übernachtet, hat seines quasi schon im Übernachtungspreis mit drin (wie übrigens auch die Bustickets für die ganzen Tage).

Und weil Malmö so grün ist, findet ihr auch als Veganer/in sehr viele Angebote. Um es gleich vorwegzunehmen: In jedem noch so kleinen Café wird der Cappuccino auf Wunsch mit Hafermilch serviert. Natürlich gibt es aber auch zahlreiche rein pflanzliche Cafés und Restaurants. Ich habe so ziemlich alle für euch getestet und teile mein kulinarisches Wissen jetzt gerne mit euch…

 

Die wohl schönste Bäckerei der Stadt: Söderberg & Sara

 

Söderberg & Sara

Diese Bäckerei ist so instagrammable wie wohl keine andere in Malmö. Chris hat auch gleich das Süssgebäck getestet und ich habe einen Kombucha getrunken. Ein Besuch hier lohnt sich allemal. Das Brot sah nämlich auch echt schön knusprig aus.

 

Jord

Im Jord schlägt nicht nur das Foodie-Herz höher. Jeder Fan von skandinavischem Design kann sich hier kaum satt sehen, obwohl die Einrichtung typisch schlicht gehalten wird. Und dass das Ganze eben nicht nur hübsch daherkommt, sondern auch geschmacklich überzeugt, kann ich bestätigen. Die Karte ist vor allem auf Frühstück und leichtes Mittagessen ausgerichtet und wechselt je nach Saison. Ich habe Scrambled Tofu bestellt, welcher mit geröstetem Brot, Tomaten und Spinat serviert wurde. Super lecker! Chris hat sich für eine Granola Bowl mit Kokosmilch entschieden, die mit Erdbeeren und Minze garniert wurde.

 

Das beste vegane Rührei gibt es im Jord.

 

Raw Food House

In diesem Haus ist alles roh, vegan und frei von Zucker sowie Gluten. Genau meins also! Hier hat man die Qual der Wahl. Es gibt bestimmt ein Dutzend Kuchen und nochmals ebenso viele Bliss Balls. Im Sommer serviert das Raw Food House auch selbstgemachtes Eis. Übrigens: Wenn ihr Kombucha-Trinker seid, dann müsst ihr hier unbedingt den lokalen Anbieter testen.

 

Noir Kaffekultur

Hier gibt es Kaffee. Und zwar den besten. Noch nie hatte ich einen so cremigen Cappuccino, der gleichzeitig schön stark war. Wer etwas Süsses dazu braucht, kann sich ein kleines Gebäck gönnen. Einiges davon ist sogar vegan und glutenfrei. Im Sommer lässt es sich im Noir gut draussen sitzen. So hat man den besten Blick über die Fussgängerzone und People-Watching. Echt gemütlich.

 

Sajvva

An einer eher befahrenen Strasse hingegen liegt das Sajvva. Das Restaurant ist innen drin dafür sehr hübsch und stilvoll eingerichtet. Die Speisekarte ist überschaubar und dennoch fiel uns die Entscheidung nicht leicht. Das Menu ist asiatisch angehaucht und jede einzelne Speise klingt wie ein Gedicht. Und so hat es dann auch geschmeckt. Chris hat sich für eine koreanische Reisbowl entschieden, ich mich für den lauwarmen vietnamesischen Nudelsalat. Grandios! Ausserdem wurden wir bereits beim Bestellen nach Allergien oder besonderen Wünschen gefragt, auch sehr angenehm.

 

Avokado

Im Avokado gibt es jeden Samstag einen grösseren Brunch. Hierfür gibt es zwei verschiedene Platten, die wir natürlich beide getestet haben. Jede davon besteht aus einer salzigen Schale mit einem asiatisch angehauchten kalten Salat aus Reisnudeln, Tempeh und Dressing. Dazu gibt es einen saisonalen Smoothie, einen Ingwershot und ein Brot mit entweder Hummus oder Avocado. Auch nicht fehlen darf natürlich etwas Süsses. Alles in allem macht die Brunchplatte bestimmt gut satt. Schade ist nur, dass man hier nicht draussen sitzen kann.

 

Samstags wird im Avokado ausgiebig gefrühstückt – süss und herzhaft.

 

Holy Greens

Das Holy Greens ist perfekt, wenn es mittags mal schnell gehen muss. Der Imbiss befindet sich in der Saluhall, wo es noch ganz viele andere Food-Stände gibt. Chris und ich haben hier beide am Tag unserer Ankunft eine grossen Bowl mit viel Grünzeugs, Reis und Quinoa gegessen. Fragt am besten beim Dressing einfach nach einer veganen Alternative, das war bei uns gar kein Problem.

 

St. Jakob Bakeries

Wer in Schweden unterwegs ist, darf sich natürlich auch die Bäckereien nicht entgehen lassen. Zur St. Jakob Bakery sind wir eher durch Zufall gekommen. Denn eigentlich wollten wir ins Atrium, welches direkt gegenüber liegt. Da in der Bäckerei aber mehr Abendsonne war, haben wir dort unseren Cappuccino getrunken. Beide Lokale sind aber super hübsch eingerichtet und versprühen den typisch skandinavischen Charme.

 

Bageri Leve

Von der Bageri Leve habe ich im Vorfeld ganz viel gehört. Die kleine Bäckerei hat eine ebenso kleine Auswahl, was in diesem Fall aber sicher ein Qualitätsmerkmal ist. Weil ich Gluten sehr schlecht vertrage, hat uns die Angestellte beraten und wir uns dann für ein Brot entschieden, welches keinen Weizen enthält. Generell ist anzumerken, dass alle Brote aus Sauerteig bestehen und so sowieso besser bekömmlich sind.

 

Was es sonst noch zu entdecken gibt…

Sei es für einen ausgedehnten Spaziergang, ein Sonnenbad oder den mutigen Sprung ins kühle Nass: Malmös Strandpromenade ist ein Muss. Wer es lieber ausgefallen mag, kann hier auch Wasserskifahren ausprobieren oder sich in den 25. Stock des Hochhauses Malmö Live begeben. Dort oben gibt sogar es ein Restaurant und die angeblich besten Drinks der Stadt.

Besonders schön sind auch die vielen grünen Pärke der Stadt mit den Teichen, in denen sich dutzende Enten und Gänse tummeln.

Wir waren zwar nicht gross Einkaufen aber das „Ab Smaland“ kann ich euch echt ans Herz legen. Das ist nicht nur ein Café, sondern auch ein total toller Concept-Store. Hier gibt es eine grosse Auswahl an Fair Fashion und haufenweise Deko-Inspiration für ein skandinavischen Zuhause. Ein Traum!

Wusstet ihr ausserdem, dass Kopenhagen nur 30 Minuten von Malmö entfernt ist? Ein Tagesausflug in die dänische Hauptstadt lohnt sich.

Last but not least: Der Skatepark direkt vor der Haustür des Ohboy-Hotels. Irgendwie hat der es uns angetan und so haben wir uns zwei Mal an einem Abend im Supermarkt (ICA) nebenan ein Picknick geholt und draussen neben den Skatern gegessen. Wenn da die Sonne langsam untergeht, lässt es sich zu den vielen Rollbrettern und guter Musik gut den Tag ausklingen machen. Manchmal ist dieses „Simple Life“ eben doch am Schönsten.

 



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