Barista-Kurs: So gelingt der perfekte pflanzliche Milchschaum

Barista-Kurs: So gelingt der perfekte pflanzliche Milchschaum

Ich bin leidenschaftliche Kaffeetrinkerin. Zwei bis drei Tassen am Tag müssen es bei mir schon sein. Und mindestens eine davon trinke gerne mit einer hübschen Milchhaube. Da sich pflanzliche Milch aber oft schwieriger aufschäumen lässt, habe ich den Cappuccino bislang vorwiegend auswärts getrunken. Wenn euch das auch so geht, habe ich gute Nachrichten für euch. Ich durfte kürzlich  dem Weltmeister-Barista Christian Ullrich über die Schulter schauen und direkt vom Profi lernen. Nun weiss ich endlich, wie ich auch zuhause den Cappuccino hinbekomme. Und es wird noch besser: In diesem Blogpost teile ich mein erworbenes Wissen mit euch und  verlose zudem noch einen Barista-Kurs bei Turm Kaffee in St. Gallen. 

Wer mich in eine Kaffeerösterei einlädt, der muss nicht zwei Mal bitten. Die lange Anreise nach St. Gallen lohnt sich alleine schon für den guten Röstgeruch, der mir direkt entgegen strömt, als ich durch erste bei Turm Kaffee* trete. Die grosse Lagerhalle ist bis zur Decke hin gefüllt mit grossen Säcken an Kaffeebohnen. Das edle Gut ist weit gereist. Denn der Kaffeebaum ist ein Tropengewächs und gedeiht am besten in Ländern mit heissem und feuchten Klima. Wusstet ihr übrigens, dass alle Kaffeekirschen von Hand gepflückt werden? Für 500 Gramm Kaffeebohnen müssen 2500 Kaffeekirschen geerntet werden. Eine Fleissarbeit.

 

Wie fair und nachhaltig ist Kaffee?

Was mich auf diesem Rundgang durch das Lager und die Rösterei natürlich besonders interessiert: Wie nachhaltig und fair ist der Kaffee, den Turm Kaffee vertreibt? Kaffeeflüsterer und Geschäftsführer Roger Bähler beantwortet mir diese Frage ehrlich. Rund 30 Prozent des Kaffees sei aktuell nachhaltig angebaut und fair gehandelt worden. „Die Nachfrage wird auf dem Schweizer Markt immer grösser. Das begrüssen wir natürlich sehr“, sagt er. Nachhaltigkeit sei nicht nur den Privatpersonen sondern auch den grossen Firmen, die Turm Kaffee beliefert, immer wichtiger.

Nachdem das geklärt ist, will ich natürlich auch wissen, wie der Kaffee schmeckt. Und vor allem: Wie ich denn jetzt diese hübsche Schaumkrone auf meinen Espresso bekomme. Meine Erwartungen an den Workshop sind hoch. Schliesslich lerne ich vom Profi-Barista. Christian Ullrich hat so viele Titel auf seiner Schürze stehen, dass er wohl bald eine kleinere Schriftgrösse für die Bestickung wählen muss. Besonders spannend finde ich den Titel Latte-Art Weltmeister. Jedes Mal wenn ich in einem Café bin versuche ich nämlich, mir ganz genau einzuprägen, wie denn jetzt die Milch gegossen werden muss, dass ein schöner Schaum entsteht und im besten Fall auch noch gleich ein Herz draus wird.

 

Der perfekte Espresso – die Grundlage für den Cappuccino

Ich denke schon wieder drei Schritte zu weit. Denn bevor wir uns an den Milchschaum heranwagen, zeigt und Christian erst einmal, wie der perfekte Espresso zubereitet wird. „Das kann ich längst“, denke ich mir und bin dann doch erstaunt, wie viel Neues ich noch lerne. Ganz entscheidend, so der Weltmeister-Barista, sei das Mahlen des Kaffees. „Mahlt ihn immer erst kurz vor Gebrauch. Der meiste Geschmack geht nämlich schon kurz danach verloren.“

Dazu ein paar Eckdaten, die man sich gut merken kann: Ein Espresso enthält ungefähr 7,5 Gramm fein gemahlener Kaffee und 20-30 ml Wasser. Die Milch, die für den Cappuccino (100-150 ml) danach beigefügt wird, darf nicht über 65 Grad erhitzt werden. Das gilt sowohl für herkömmliche Kuhmilch als auch für pflanzliche Alternativen. Ihr merkt schon, wir kommen der Sache näher.

 

 

Welche Milchalternative ergibt den schönsten Schaum? 

Nebst der ganzen Technik – also wie man Milch am besten schäumt – interessiert mich natürlich auch, welche pflanzliche Milchalternative sich am besten eignet. Christians Favorit ist ganz klar die Sojamilch. Diese lasse sich am besten schäumen wie Kuhmilch und zerfalle nicht gleich wieder. Tatsächlich: Gleich beim ersten Versuch kriege ich mit Sojamilch einen schönen Schaum hin. Denn die Milch schäumt besser, je mehr Eiweiss sie hat. Ich habe fälschlicherweise ja immer gedacht, dass es vor allem auf den Fettgehalt ankommt. Das ist allerdings ein Irrtum!

Zuhause habe ich übrigens auch noch weitere Milchalternativen geschäumt und kann euch folgende Produkte in dieser Reihenfolge empfehlen:

  1. Sojamilch
  2. Mandelmilch
  3. Hafermilch

Schwierig wird es bei Reismilch, sie ist zu wässrig. Gut funktioniert übrigens auch Kokosmilch, das muss man aber mögen, weil der Kokosgeschmack dann dem Espresso schon fast die Show stiehlt.

 

Der richtige Milchaufschäumer

Wahrscheinlich habt ihr nicht alle eine Maschine mit integriertem Milchschäumer zuhause (ich hab zum Glück eine und will sie nicht mehr missen). Christian hat mir aber versichert, dass das Aufschäumen genau so gut mit einem Spiralbesen, einer Schaumkanne oder einem Quirl funktioniert. Da könnt ihr euch also eine Menge Geld sparen.

 

Technik und Übung macht den Meister

Vor seinen grossen Auftritten übt Christian jeweils täglich stundenlang. Das ist natürlich zuhause nicht möglich und schliesslich will man den Kaffee, den man sich zubereitet, auch trinken können. Ich bin da immerhin im Vorteil, weil ich täglich mehrere Tassen trinke. So habe ich in den letzten zwei Wochen fleissig geübt und kann euch ein paar Tipps mit auf den Weg geben, wenn auch ihr den perfekten Cappuccino hinbekommen wollt.

  1. Den Espresso schwingen: Bevor der Milchschaum zum Espresso kommt, wird der Kaffee kreisförmig geschwungen, sodass die Crema ausser Form kommt. Dieser Schritt hat mich echt erstaunt, ich habe immer gedacht, dass ich den Espresso möglichst nicht berühren darf.
  2. Die Milch aufschäumen: Hier ist es wichtig, die richtige Temperatur zu erreichen. Die Milch darf nicht zu heiss werden, weil sonst die Moleküle zerstört werden und der Schaum einfällt. Sobald die Milch fertig geschäumt ist, klopft ihr mit dem Gefäss mehrmals gegen eine stabile Unterlage und schwingt sie im Uhrzeigersinn. Das hat zum Ziel, dass allfällige Blasen aus dem Schaum verschwinden und das Ganze noch cremiger wird.
  3. Die Milch eingiessen: Dafür wird die Tasse schräg gehalten und mit der Milchkanne von der Mitte her eingegossen. Das Ganze soll mit Schwung geschehen. Und hier muss gesagt werden: Das ist ganz klar Übungssache. Mir gelingt inzwischen der schöne Schaum, aber am Herz arbeite ich noch.
  4. Dekorieren: Wer übrigens kein Herz hinbekommt, der kann mit einem Stäbchen (hier eignet sich alles, was möglichst spitz ist, Christian bedient sich hier sogar an Werkzeug aus der Fusspflege) schöne Ideen umsetzen. Man kann damit nämlich richtig zeichnen. Wie wäre es zum Beispiel, den Namen des Gastes auf den Cappuccino zu setzen? Damit begeistert ihr bestimmt jeden Besuch bei euch Zuhause! 😉

So, das war ganz schön viel Theorie, oder? Ich könnte euch noch so viel mehr erzählen, denn der Besuch bei Turm Kaffee hat echt richtig viel Spass gemacht. Deswegen freue ich mich, dass ich einen solchen Barista-Kurs im Wert von 190 Franken unter euch verlosen darf. Um teilzunehmen müsst ihr mit lediglich hier einen Kommentar hinterlassen und mir sagen, warum ihr den gewinnen solltet! Der Kurs ist geeignet für Einsteiger aller Art, die Kaffees zukünftig fachgerecht zubereiten oder einfach das Kaffee-Einmaleins erlernen wollen. Es sind keine Vorkenntnisse notwendig.

Ich freue mich auf eure kreativen Teilnahmen.

Alles Liebe,
Anina

*Dieser Blogpost ist in bezahlter Zusammenarbeit mit Turm Kaffee entstanden. Alle Meinungen sind meine eigenen.



21 thoughts on “Barista-Kurs: So gelingt der perfekte pflanzliche Milchschaum”

  • Mega tolle Blogpost! Da bechunt mer grad au Lust uf de Kurs und mer gspürt, dass dir wüki Spass gmacht het. Ich bin ja au en chline Kafisuchti – bruche au mehreri Tasse pro Tag – und liiiebe min Kafi mit Mandelmilchschuum :o) aber es isch hald nonig so perfekt wie ichs gern hett. Drum würi mich mega freue über de Workshop, damit ich mir selber und mine Liebste dihei amigs e Freud chan mache

  • Min Maa hät morn Geburi und wür sich sicher übr en Barista Kurs freue! Er isch scho super guet, abr d Challenge mit de Soja/Mandel/Hafermilch hämmer nani ganz überwunde 😉 wür mi freue, wenn er professionelle rat bechäm. Ich bin abr scho super zfride und bechum jede tag s ersehnte käfeli vom heissiste barista <3

  • Zersch mal mega spannende Blogiitrag! Ich selber lieb Kafi und find au mega spannend wie de Kafi entstande isch und chauf ez au sitem längerem mega bewusst Kafi.
    Da ich scho so lang gern so en Kurs würd welle mache, aber i mim Studentebudget nöd drinliit, isch din Wettbewerb diä perfekti Chance für mich☺️
    Lg Sara

    • …beim Kaffeeautomat? Nein…auch wenn ich im Herbst wieder den Studenten angehöre . Ihr findet mich bei der Beschreibung der Röstaromem , den Aufsätzen für die teuren Stahl- Halbautomatischen und den, leise lächelnd, über Soyamilch Schwärmenden. Abgesehen davon, dass mir grade ausmale wie ich den Flatwhite am Schreibtisch trinke – ich wäre sowas von dabei, für den Kurs …❤️

  • Zersch mal mega spannende Blogiitrag! ☺️ Ich selber interessier mi mega für Kafi und trinks au so gern! Käffele mit Kollege imne schöne Cafi isch doch eifach s beste (Gwürzsojacappucino im Babus ☕️😍)
    Da ich scho mega lang so en Kurs ha welle mache damiti au dihei de perfekti Kafi zuebereite chan, mis Studentebudget das aber nöd zuelaht, isch de Wettbewerb diä perfekti Chance für mich☺️.
    Lg Sara

  • toller Beitrag & danke für die vielen Tipps! Ich würde den Barista Kurs gerne gewinnen ;)) ich liebe Kaffee und freue mich immer total, wenn ein Kaffee schön und mit viel Liebe gemacht ist. Das sieht man nicht nur, sondern schmeckt man auch…

    Lieber Gruss, Carla

  • Toller Blogpost! Ich würde mich riesig freuen an diesem Kurs teilzunehmen! Ich trinke täglich Kaffee, am liebsten mit Mandel- oder Hafermilch. Nur leider klappt das mit dem Schaum bei mir nicht so gut. Deshalb gönne ich mir Capuuccino oder Latte Macchiatto fast nur auswärts, weils da besser schmeckt. Es wäre toll, wenn ich auch zu Hause einen restaurantreifen Cappuccino geniessen könnte!

  • Super schöne Bitrag worde. Als Riesekafinerd mit mindestens 6 Tasse intus am End vom Tag würimi natürli sehr freue, wenni vo mit bizeli Milch gmischt zu richtigem Cappuccino cho wür. Und Turm Kafi isch au so fein *.*

  • Weil ich selbst jetzt erst seit kurzem in einem Lokal arbeite und wir hier leider zu wenig Ahnung haben wie wir hier den perfekten Kaffee kreieren können.
    Ein Herz, einen Teddy,… da macht das Kaffee machen gleich noch mehr Spaß 🙂 ist nebenbei gesagt auch noch ein gutes Gefühl eine Ahnung zu haben wie man‘s richtig macht.
    Abgesehen davon ist der Barista Kurs auch noch eine super Gelegenheit um das ganze mit einem Besuch zu verbinden und Freunde wieder zu sehen 🙂

  • Während der Vorbereitung aufs Staatsexamen ist Kaffee mein bester Freund und die Tasse gehört quasi zum Lerninventar. Will das Hirn mal nicht so,hilft ein Schluck schon mal weiter…und würde mir dann ein süsser Teddy aus der Tasse entgegenblicken hilft das auch der Stimmung;)Alles Liebe,Aisha

  • Die Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt, ist noch unbeantwortet. Was ich aber mit Sicherheit sagen kann, ist, dass es kein Leben vor dem Kaffee gibt. Die passende Siebträgermaschine hab ich seit kurzem, die Barista-Qualifikation noch nicht. Da käme ein solcher Kurs gerade im richtigen Augenblick.

  • Liebe Anna,
    Ich folge dir jetzt schon einige Zeit und kann dir gar nicht sagen, wie oft ich schon Heißhunger Attacken wegen dir bekommen habe oder mir do ein tollen Kaffee gewünscht habe.
    Schon lang Versuch ich den perfekten milchschaum hinzubekommen oder was „cooles“ reinzumalen.
    Ich würd mich also echt freuen, wenn ich das mal richtig beigebracht bekommen würde!
    Liebe Grüße aus Konstanz 😊

  • Oh herrlich. Ich bin gerade dabei mein eigenes kleines, gesundes und nachhaltiges Event-Catering aufzubauen und dafür steht bei mir ein Barista-Kurs schon länger auf der bucket-list. Ich arbeite schon seit Jahren in der Gastro und gehe auch privar vorzugsweise nur noch in die Cafés mit gutem Espresso #coffeesnob
    Ich würde mich wahnsinnig über den Kurs freuen, sodass ich mein Wissen und meine Leidenschaft zu gesundem, leckerem und nachhaltigem Essen weitergeben und den Menschen Freude im Gaumen zaubern kann.
    Danke für deine tolle Arbeit und die inspirierenden Kooperationen mit wirklich tollen Unternehmen.
    Weiter so💛

  • Der Arbeitsalltag ist ganz schön nahrhaft im Spital. Und der Kaffee ganz schön schlecht. Deshalb freue ich mich umso mehr auf zuhause, wo ich in aller Ruhe eine Tasse geniessen kann.
    Um den Genuss noch mehr auszukosten würde ich mich sehr freuen, am Kurs teilzunehmen!

  • Liebe Anina,
    Sehr spannender Blogpost! Da bekomm ich gleich wieder Lust auf Kaffee, obwohl ich schon drei intus habe heute. 😅
    Ich habe einige Zeit in einem kleinen Café ausserhalb von Melbourne, Australien gearbeitet und dort meine Leidenschaft für den Kaffee entdeckt. Dieser Baristakurs wäre perfekt, da ich die Ganze Kaffee-Welt mit dem Barista-Dasein mega spannend finde und sehr gern mehr über diese ganze Magie erfahren möchte.
    Liebe Grüsse

  • Hallo Anina

    Ein toller Artikel zu einem meiner absoluten Lieblingsgetränke! Wenn man sich abends schon vor dem Schlafengehen auf den Kaffee am nächsten Morgen freut … Ich würde super gerne den Kurs gewinnen, da bei mir bisher „leider“ nur die Sojamilch gut aufschäumt. Bei den anderen Pflanzenmilchsorten hatte ich bisher kein Glück 🤷‍♀️
    Mach so weiter mit deiner Arbeit und deinen inspirierenden Blogposts und Stories auf Instagram, es macht Spass sie zu lesen!

    Liebe Grüsse

    Tamy

  • hey anina! Ich würde mich extrem freuen, an dem Barista kurs teilzunehmen. Zum einen weil ich momentan in einem restaurant arbeite und hier wirklich wissensbedarf zu dem thema besteht (momentan ist das eher so learing by doing), zum anderen weil es mein heimlicher traum ist, irgendwann mal mein eigenes cafe aufzumachen. Mich fasziniert die die Barista-kunst und ich hätte grosse freunde daran, selbst hübsche bildchen auf meinen cappuchino-schaum zu machen (vllt irgendwann ja für meine eigenen Gäste..) ganz liebe Grüsse, Justine

  • Wie immer sehr frisch geschrieben. Da ich ein Ex-Incarom Junki bin und nun die Liebe zu wirklichem Kaffee gefunden habe, wäre dieser Kurs zu schön! Da ich jedoch hin und wieder rückfällig werde und zu Beutelkaffee greiffe, wäre dieser Kurs sicher die Ideale Therapie für mich. 😊😘

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