Intermittent Fasting: Warum ich bis am Mittag nichts esse

Intermittent Fasting: Warum ich bis am Mittag nichts esse

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Das Frühstück auslassen war unter Ernährungswissenschaftlern lange verpönt. Das hat sich geändert. Intermittent Fasting ist in der Sportwelt bekannter geworden, inzwischen ist darum ein regelrechter Trend entstanden. Doch was hat es mit dieser Fastenmethode auf sich? Warum ist das gesund? Wie funktioniert IF eigentlich? In diesem Blogpost verrate ich euch, wie ich zu diesem Intervallfasten gekommen bin, was ihr beachten müsst und was ihr am besten als erste Mahlzeit am Tag zu euch nehmt. 

Ich kann mich nur zu gut daran erinnern, wie ich während meiner Schulzeit unbeeindruckt vor meiner heissen Schokolade gesessen hab und mich meine Eltern immer wieder gebeten hat, wenigstens zwei Schlücke zu trinken. Das Kind so ganz ohne Frühstück aus dem Haus zu lassen kam nicht in Frage. Ich kann es ihnen nicht übel nehmen, schliesslich ist in vielen Köpfen verankert, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit am Tag ist.

Obwohl ich mich tatsächlich nie mit Frühstücken anfreunden konnte, habe ich irgendwann begonnen, morgens zu essen. Weil ich eben auch dachte, dass mein Körper das braucht. Vor ungefähr einem Jahr bin ich dann das erste Mal mit Intermittent Fasting in Berührung gekommen. Auf Deutsch übersetzt heisst IF so viel wie zwischenzeitliches oder periodisches Fasten – also Fasten mit Unterbrechung. Diese Art des Fastens unterscheidet sich vom herkömmlichen Fasten dadurch, dass der Rhythmus der Nahrungsaufnahme im Prinzip unserer genetischen Programmierung entspricht.

 

Wacherer Zustand bis 14 Uhr

Denn: Unsere Vorfahren der letzten zwei Millionen Jahre hatten nicht den Luxus, am Morgen aufzuwachen, zum Kühlschrank zu gehen und sicher etwas Essbares zu finden. Soweit so logisch. Was ich damit sagen will ist aber, dass wir dafür geschaffen sind, am Morgen besonders wach zu sein und viel Energie zu haben, um eben «auf Nahrungssuche zu gehen». Heisst also, dass unser System darauf ausgelegt ist, am Morgen viel Energie zu mobilisieren. Direkt nach dem Aufstehen steigt der Cortisonspiegel an und Fettsäuren werden freigesetzt. Weil wir noch nichts gegessen haben, ist auch kein Insulin im Blut. Was passiert jetzt? Nun, im Gehirn werden zwei Neurotransmitter produziert. Diese sorgen dafür, dass wir uns wach und leistungsfähig fühlen. Dieser Zustand hält – solange wir nichts essen – bis ca. 14 Uhr an.
Zahlreiche Studien belegen inzwischen, dass Intermittent Fasting die Gesundheit positiv beeinflusst, sowohl physisch als auch psychisch. Physisch tut sie vor allem auch unserem Darm gut. Der hat nämlich in der Pause vom letzten Essen am Abend bis zur ersten Mahlzeit am nächsten Tag, mindestens 16 Stunden Zeit, alles Unnötige aus der Darmtrakt auszuscheiden.

 

Urlaub für Stoffwechsel und Darm

Während der Fastenzeit laufen im ganzen Körper Reparaturprozesse, weil der Darm und der Stoffwechsel zeitweise zur Ruhe kommen können. Immer mehr Menschen leiden auch an Störungen des Hormonsystems. Es wird davon ausgegangen, dass intermittierendes Fasten unter anderem auch für folgende Organsysteme unterstützend ist:

  • Herz-Kreislauf-System (Blutdruck, Schlaganfallrisiko)
  • Niere
  • Gehirn
  • Lunge (Asthma)
  • gebremstes Tumorwachstum
  • Mitochondrien (Lebenserwartung)

 

Kalorien reduzieren mit IF?

In der Fastenpause findet beim Intermittent Fasting automatisch eine Kalorienrestriktion statt. Diese Kalorienreduktion erhöht die Lebenserwartung massgeblich. Gründe dafür sind niedrigere Blutzuckerwerte, Basisinsulin, Cholesterinspiegel und Blutdruck, weniger Zellschädigung und Triglyceride sowie niedrigere Marker für Entzündungsprozesse. Da beim Fasten weniger Nährstoffe aufgenommen werden, greift der Körper auf seinen Energiespeicher zurück. Ernährt sich der «Faster» trotzdem ausgewogen, kommt es zu keinen Mangelerscheinungen.

ABER: Ihr könnt natürlich genau so viele Kalorien essen, wie sonst auch. Es geht nicht darum, weniger zu essen oder Gewicht zu verlieren. Nur darum, sich andere Essenszeiten anzutrainieren. Trotzdem nehmen aber viele Menschen die IF beginnen etwas ab. Das liegt auch daran, dass der Stoffwechsel wieder besonders angekurbelt wird. IF wird deswegen auch oft angewendet, wenn man abnehmen möchte.

 

Die erste Mahlzeit des Tages: Ein Saft (*enthält Werbung)

Natürlich sollten die Mahlzeiten keinen Zucker oder andere isolierten Kohlenhydrate (Weissmehl, weisser Reis) enthalten. Zusammengefasst gesagt werden, dass eine frisch zubereitete Ernährung mit Gemüse, Blattgrün und gesunden Fetten  zu bevorzugen ist. Eine Reduktion der Kohlenhydrate (Brot, Teigwaren, Süssigkeiten) und tierischen Eiweissen und vor allem der Milchprodukte, hat sich in der täglichen Praxis sehr bewährt.

Ich starte am liebsten mit einem Smoothie oder Saft. Wenn ich zuhause bin, dann mache ich mir gerne meine grüne Smoothie Bowl. Für unterwegs nehme ich mir oftmals einen Saft mit. Neu gibt es von Michel auch einen mit Greens. Der neue Pure Taste Saft enthält Apfelsaft (65%), Mangopüree (15%), Spinatsaft (9%), Avocadopüree (6%), Bananenpüree (5%) und Antioxidationsmittel (Ascorbinsäure). Dasselbe gibt es auch noch in anderen Geschmacksrichtung. Der mit Randen schmeckt auch super.

Der überwiegende Teil der heute im Kühlregal angebotenen Frischsäfte wird mittels Hitze ja pasteurisiert. Die neuen Säfte von Michel sind alle kaltgepresst, nie erhitzt, ganz natürlich und ohne Konservierungsstoffe. Die Säfte werden mit einer speziellen Maschine mittels Hochdruck haltbar gemacht. Allfällige Keime werden durch den Druck unschädlich gemacht. Der grosse Vorteil im Vergleich zur Hitzepasteurisierung: Vitamine, Nährstoffe und Geschmacksaromen bleiben bei diesem kalten Verfahren optimal erhalten.

 

 

Drei grundlegende Regeln für IF:

  1. Fasten: Eine Fastenphase dauert meist zwischen 16 und 24 Stunden.
  2. Kalorienrestriktion: Während der Fastenphase dürfen wirklich keine Kalorien aufgenommen werden. Erlaubt sind Getränke wie Wasser, Kaffee oder ungesüsste Tees.
  3. Belohnung: Beginnt die Essensphase, darf nach Belieben getrunken und gegessen werden.

Wichtig ist mir, am Schluss dieses Blogposts noch zu sagen, dass trotz der vielen positiven Aspekte von IF, das sicher nicht jedermann geeignet ist. Insbesondere Personen, die bereits einen sehr stressigen Alltag haben, sollten vorsichtig sein, da «nichts essen» zusätzlichen Stress im Körper verursachen kann.

Gerne könnt ihr mir in den Kommentaren ja von euren Erfahrung berichten. Fastet ihr oder hängt ihr zu sehr an eurem Frühstück?

Alles Liebe,
Anina

*Dieser Beitrag ist in bezahlter Zusammenarbeit mit Michel entstanden. Alle Meinungen sind meine eigenen.



4 thoughts on “Intermittent Fasting: Warum ich bis am Mittag nichts esse”

  • Danke für deinen Beitrag!
    Ich mache seit rund einem Jahr auch IF, und finde es suuuuper! Jedoch esse ich bereits um 12 Uhr, und am Abend bis ca. 20 Uhr. Ich fühle mich besser, und bin schneller satt.
    Der Körper dankt es einem 🙂

    • Liebe Nadine. Das freut mich. Ab 12 Stunden Fastenzeit beginnt unser System richtig zu arbeiten, daher ist alles, was da drin liegt toll. Ich mache oft aber noch länger, je nach Tag. Liebe Grüsse, Anina

  • Hallo,

    ein super informativer Blogpost! Ich bin 15 Jahre alt und mache quasi unbewusst IF, (vorher wusste ich gar nicht, dass es so etwas gibt;-) ich habe morgens eingaxhoxht die Zeit und Hunger auch nicht.
    Trotzdem habe e ich manchmal bedenken, weil ja doch viele sagen, dass Frühstück so wichtig ist. Hängt da vielleicht auch irgendwas mit dem Wachstum zusammen?

    Liebe Grüße

    • Hallo, danke für dein liebes Feedback. Mir ging es da ganz ähnlich wie dir. Nein, das hat nichts damit zu tun. Du isst ja all deine Kalorien trotzdem, einfach nur später am Tag. Solange du das hinbekommst und dich ausgewogen ernährst, kann IF nur gut sein für dich. Schau mal dazu das Video auf YouTube von Dr. Petra Bracht! 🙂

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