Biorhythmus: So wirst du in 7 Schritten ein Morgenmensch!

Biorhythmus: So wirst du in 7 Schritten ein Morgenmensch!

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Wer morgens oft schon früh unterwegs ist – sei es im vollen Zug oder stehend in der Autokolonne – könnte gut den Eindruck haben, dass das ganze Land schon um 6 Uhr auf den Beinen ist. Nun, wie viele davon dies freiwillig tun sei einmal dahingestellt. Tatsächlich ist es wahrscheinlich so, dass uns mehrheitlich geregelte Arbeitszeiten dazu bringen uns schon in der Früh der Produktivität hinzugeben. Hier stellt sich die Frage: Macht das Sinn? Müssen sich Nachteulen anpassen und zu Frühaufstehern werden? Oder gibt es tatsächlich unterschiedliche Typen – also solche, die gerne früh produktiv sind und solche, die einfach nicht dafür gemacht wird?

Ganz neutral und nüchtern betrachtet hat es die Lerche in unserer Gesellschaft natürlich erheblich leichter. Sie beginnt früh zu arbeiten und kommt gut klar mit den Öffnungszeiten der Ämter und Einkaufsmöglichkeiten. Und auch wenn es für die Nachteule zunehmend besser wird – mit gleitenden Arbeitszeiten und 24 Stunden Shops – so hat sie es doch immer noch schwieriger. Und so erstaunt es nicht, dass Morgenmenschen oft bewundert werden während Nachteulen oft bemitleidet werden. „Du bist ein Morgenmuffel“, bekommen die Spätaufsteher dann zu hören. „Mach dir erst einmal einen Espresso, du bist ja nicht zu ertragen“.

Zugegeben – ich war immer eher jene, die diese Sätze gesagt hat. Selbst zu Ohren bekommen habe ich sie nie. Denn ich – und ich oute mich gerne – bin der totale Morgenmensch. Wer früher aufsteht, startet gelassener in den Tag, hat mehr Zeit für sich selbst und kann am Morgen schon einiges von der To-Do-Liste streichen. Eigentlich wissen wir das ja auch alle schon. In einer stressfreien Welt ohne Druck, Arbeit und Hektik wären wir wohl alle viel eher frühe Vögel statt Nachteulen. Die gute Nachricht: Es ist gar nicht so schwierig, das jetzt noch zu ändern und doch noch zum Frühaufsteher zu werden. Wie euch das gelingt verrate ich euch deshalb in diesem Blogpost. Da ich selbst ein totaler Morgenmensch bin ist es mir nicht sonderlich schwer gefallen, eine Liste von sieben Punkten für euch zusammenzutragen.

Bevor wir aber damit beginnen, möchte ich hier noch ein paar interessante Forschungsergebnisse zu unserem Biorhythmus einschieben:

Nach 90 Minuten werden wir müde und brauchen alle eine Pause. Dieses Prinzip zeigt sich etwa in Schule oder Universitäten, wo Veranstaltungen in der Regel höchstens 90 Minuten am Stück andauern. Alles, was darüber hinaus geht, können sich die Beteiligten fast schon schenken, weil die Zuhörer es schlichtweg nicht mehr aufnehmen. Ursprünglich kommt diese Erkenntnis aus der Schlafforschung von Nathaniel Kleitmann. Dieser entdeckte das sogenannte BRAC-Prinzip, das für Basic Rest – Activity Cycle steht.

1. Kein blaues Licht vor dem Einschlafen

Das Auge ist nicht nur ein Sinnesorgan für visuelle Eindrücke, es dient auch dazu, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu steuern. Ist die Netzhaut Licht mit hohem Blauanteil ausgesetzt, so interpretiert das Hirn das Licht als Tageslicht und hält und damit also vom Schlafen ab. Es blockiert die Ausschüttung von Melatonin – dem Hormon, das uns schläfrig macht. Wie Tageslicht verfügen auch LED-Lichtquellen über einen hohen Anteil an blauem Licht. Verschiedene Studien belegen: Die LED-Displays, wie wir sie in Tablets, Laptops oder Smartphones finden, machen uns munter und wach. Deshalb: Handy am besten schon mindestens eine Stunden vor dem Schlafen weglegen!

2. Schluss mit Snooze

Es ist ja auch einfach zu verlockend: Einfach nochmal ein paar Minuten Zusatz-Erholung geniessen. Doch ein Wecker stört ohnehin den natürlichen Schlafrhythmus, also die innere Uhr des Menschen. Im schlimmsten Fall klingelt er sogar während der Tiefschlafphase. Wer den Wecker jetzt weiterstellt und noch einmal einschläft, verschlimmert die Situation noch mehr.

3. Abendroutine und Schlafrythmus

Schlafen ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Erholsamen Schlaf brauchen wir, um zu funktionieren – genau wie Essen und Trinken. Zunächst mal die guten News: Es kommt nicht unbedingt darauf an, wie lange wir schlafen. Dass jeder Erwachsene mindestens acht Stunden und maximal neun schlafen soll, kann so nicht gesagt werden. Wie lange wir schlafen, ist auch genetisch bedingt: Manche Menschen kommen mit sechs Stunden Schlaf wunderbar zurecht, andere benötigen neun oder mehr. Zur Abendroutine gehört ein Schlafrhythmus: Man sollte jeden Abend zur selben Zeit schlafen gehen und jeden Morgen zur selben Zeit aufstehen. Auch am Wochenende sollte man maximal 30 Minuten von diesen Zeiten abweichen. Was sonst noch hilft: die Zimmertemperatur zwischen kühler einstellen – ideal sind 17 bis 19. Helfen können auch Atemübungen und Meditation.

4. Morgensport!

Gemeint ist hier wirklich regelmässiger Sport. Denn kurz vor dem Schlafengehen sollte man anstrengendes Training eher vermeiden. Es aktiviert den Kreislauf und der Körper braucht dann erstmal Zeit, wieder runterzukommen und kann dann möglicherweise nur schlecht schlafen. Deswegen macht es Sinn, gleich morgens mit irgendeiner Art von Bewegung zu starten.

5. Im Bett wird geschlafen

Das eigene Bett ist ein Rückzugsort, an dem man sich von den Strapazen des Alltags erholen kann, abschaltet und den Beruf und den damit verbundenen Stress vergisst. Da scheint es wenig angebracht, genau diesen Ort der Entspannung in ein Home Office zu verwandeln, oder?

6. Belohnungen und Rituale

Wenn es euch noch schwer fällt, euch auf den Wecker am nächsten Morgen zu freuen dann überlegt euch doch, was euch erwartet. Ihr habt nun mehr Zeit, um euch eine Morgenroutine zurechtzulegen. Macht euch zum Beispiel ein leckeres Frühstück, trinkt euren Kaffee in Ruhe und nutzt die Zeit, um ein wenig zu lesen oder euch für den Tag zu sortieren. Oder vielleicht mögt ihr ja auch ein wenig Yoga machen? Was auch immer es ist – setzt euch ein paar Ziele, die euch motivieren.

7. Licht ins Zimmer lassen

In einer Welt ohne Wecker würden wir ja von der Sonne geweckt werden. Deshalb macht es Sinn, die Storen nicht ganz herunterzulassen und – zumindest im Sommer – so auch mit dem Anbruch des Tages aufstehen zu können. Ich schaffe es so mittlerweile sogar ganz ohne Wecker aus den Federn zu kommen. Meine innere Uhr weckt mich jeden Tag ziemlich genau um 7.30 Uhr.

Nun interessiert mich natürlich, ob ihr eher Morgenmensch oder Nachteule seid! Und: Seid ihr damit happy? Vielleicht habt ihr ja sogar noch weitere Tipps. Ich bin gespannt und freue mich, von euch zu lesen.

Alles Liebe,
Anina



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